Elemente

Elemente

30. Januar 2017


Elemente

Die Elemente sind… 
…die gütigen wie gerechten Quellen unserer Energien, die Kinder der Natur welche das Werden und Wirken zieren. – Sie wissen zu geben und zu nehmen… zu spenden und zu zehren… zu keimen und zu enden… (Energie-)Trächtig erfüllen, nähren ihre Ströme, Wellen, Lichter und Flammen tosend knisternd unser aller Kosmos ergo unser ganzes sein im Überfluss!

Lassen wir uns (von ihnen) tragen, vertrauen wir uns ihnen – in uns an, beginnen wir uns zu wandeln, unweigerlich zu wachsen… und nehmen wir (dankbar) das Gedeihen wie das Welken an, als das was unser aller Kreislauf eben ist. DAS LEBEN!  

Sie sind frei von Wesen… ungreifbar bedingen sie jedes Leben. Unterscheiden und urteilen nicht, ergeben und ergänzen sich. Kennen weder Feind noch Freund – weder Hass noch Liebe, weder Frust noch Lust, weder Vergeltung noch Vergeben. Das Denken des freien Individuums hat verlernt mass- und achtvoll mit ihnen umzugehen. ZU LEBEN!

Danke (…)

Danke (…)

11. Januar 2017

DANKE (…)



(…) ? DANKE (dass es DICH gibt) 

Wann hast DU das zu DIR zuletzt gesagt?

Gedanken für die Freiheit, die ich Heute lesen durfte, haben mich tief berührt und sehr bewegt. 

…alles schreit nach MIR…

…Schritt für Schritt

gehe ich mutig den Weg

zurück zu MIR

„…zurück zu MIR…“

Der Weg der niemals enden wird… ist wahrlich alles andere denn leicht(!) vielmehr beschwerlich, mühsam, anstrengend gar schwer… .

Mal hab ich MICH an der Hand… mal schieb ICH mich an… mal nimm ich MICH zurück… mal vergess ICH mich… mal verliere ich MICH… mal erkenn ICH mich (nicht) wieder… mal suche ich MICH… und umgekehrt! 

Mal geh ICH mir auch zu weit… nie aber komm ich MIR zu nah… . ICH bin MEINE Grenze. MEINE grösste Herausforderung im MIR Danken und mir vergeben… im für MICH einzustehn. 

Solange ICH mir bewusst bin, bin ich auf dem Weg … der mit MIR enden wird. 

„…in Freiheit bei MIR…“

Und damit kann ich mir Danke sagen… jeden Tag aufs Neue… 

DANKE (dass es DICH gibt)

(Dieser Weg liegt vor jedem – ihn zu gehen wünsch ich allen…)


DIR gewidmet

Jahrring…

Jahrring…

31. Dezember 2016

Jahrring…



Ein Jahrring schliesst allmählich… still wachsend im Heute vollendet…

Ein Jahrring spriesst gemächlich… leise treibend dem Heute zugewendet… 

Ein Jahrring… 

…ein Neubeginn der stets von Innen keimt. In seinem vollen Umfang liegt er dem Vergangenen an – Prägt ihm exakt dieser Moment, das was das Leben ihn nennt – was sich dann künftig in ihm lesen lässt… 

Ein Jahrring…

…ein Zeuge der sich auf das Leben reimt. Schliesst er sich zu gegebener Zeit für das – dass er untrennbar Teil des grossen Ganzen bleibt, als Kreis in seiner Mitte sich gen Aussen dehnt – stetig immer weiter wächst… 

Von Herzen ein achtsames 2017

 

(Freundschaft in) Vollendung

(Freundschaft in) Vollendung

30. Dezember 2016

(Freundschaft in) Vollendung 



…es gibt sie!

Zum Ende dieses Jahres könnte ich mich einfach, mit der Rechten auf dem Herzen, in einem Hofknix vor meinem Lieben Lehrer Leben verneigen und herzlich DANKE sagen. 

.

Da gibt es aber noch etwas…! 

Rückblende; Lange war ich unterwegs bis ich da ankam… Da, wo ich zuvor sehr lange nicht mehr gewesen war… Da, wo ich eigentlich auch nie wirklich lange bleiben konnte. Da, entschied ich, mich ein für alle mal hier nieder zulassen und zu bleiben… Bei MIR! Es kehrte Ruhe ein! Da war ich also, und bin geblieben. Richtete ich mich allmählich gemütlich zu Hause IN MIR ein. Geniesse seither das Leben mit all meinen Sinnen… Exakt da hat mich das Leben überrascht…  Mitteninsherz – Mittenausdemherzen! Unerwartet, so unverhofft wie unfassbar.

…wie ich im Beitrag Schritte festhielt…

…Dann erfasst Du mich mit voller Wucht, reisst Du mich mit, rüttelst mich auf, lässt mich und alles um mich herum beben… öffnest Du mich, erschreckst mich vor mir selbst… 

Der Autor©

Eine Begegnung – nicht gesucht aber gefunden! Wird erst möglich wenn Herz wie Geist sperrangelweit offen bleibt…

Eine Begegnung welche eine neue  Dimension in Tiefe, Vertrauen und Nähe – eine neue Stufe beschreibt…

Eine Begegnung welche uns Spiegel und Erkenntnis ist, dass wir, achtsam an uns selbst, wachsend bleiben… 

Eine Begegnung an welcher unser Lieber Lehrer Leben uns lehrt, dass wir längst mit der Feder unserer Selbstliebe schreiben…

Dieses Geschenk 

(machen wir uns selbst)

Ein Gegenüber – bleibt ganz und gar bei sich… …umarmt verliebt das Leben… 

…weicht nicht von ihrer Seite…

…fordert sich selbst heraus immerzu… 

…nimmt mich mit in jede ihrer Tiefen…

…lässt mich sie herausfordern immerzu…

Sind da bei uns und lehnen uns jederzeit ruhig aneinander an… 

…dieses Geschenk… machten wir uns selbst… in unserer Begegnung

Ein Gegenüber – lässt mich ganz und gar bei mir… …mich umarmen vom Leben… 

…mich nicht von meiner Seite weichen…

…mich selbst herausfordern immerzu… 

…begleitet mich in jede meiner Tiefen… 

…fordert mich heraus immerzu…

Sind da bei uns und laden uns jederzeit ruhig aneinander auf … 

…dieses Geschenk… , es gibt sie… die (Freundschaft in) Vollendung… 

Der Autor©

 

…Feder unserer Selbstliebe
 

Worum das Leben sich dreht… 

Foto by lonsm.cwboy

14. Dezember 2016

Worum das Leben sich dreht…

Dem weinenden Philosophen Heraklitos Ephesius (Ἡράκλειτος ὁ Ἐφέσιος) wird das Zitat zugeschrieben;

Die einzige Konstante im Universum ist der Wandel (...)

panta rhei

Hērákleitos ho Ephésios

Das gilt auch für mein Leben…

„Kommen und (Ver-)Gehen…“ – oder auf das Sein übertragen – eben Annehmen und Loslassen… DAS sind die Tiden einer jeden Existenz!

(Ver-)Ändern heisst für mich loslassen! Nichts was leicht fällt… nichts was man einfach mal so kann – hat man es einmal „gelernt“… Sondern etwas was immer aufs Neue „geübt“, ja geübt und überwunden werden muss – und nur um auch gleich wieder verlernt zu werden… .
Einzig die Bereitschaft „anzunehmen“, glaube ich, ist mit dem „Vertrauen in das Leben“ lernbar. Damit öffne ich mich dem was vor mir liegt und gebe Frei was war.

DANKBAR es erlebt, erfahren, gesehen, gefühlt, gegeben oder bekommen zu haben… lass ich gerne los und wachse stets daran.
Loslassen… ist für mich ein sehr bewusster Akt der FREIgabe geworden. Bisweilen ein Trauern, ja, ein Erkennen… ein Einsehen… auf jeden Fall. So macht es auch betroffen und kann (darf) gewiss auch sehr schmerzhaft sein! Ob die Kinder, (nahestehende) Menschen, Ziele, Pläne, Werte, Träume, Illusionen oder auch „Glauben“ los zu lassen – ist immer auch ein „Abschied“ in seiner einzigartigen einmaligen Konstellation! Es stellt stets eine eigene Herausforderung dar… der ich mich weder mit negativem Denken stellen noch mit „Klammern“ beikommen kann… Loslassen ist kein Aufgeben.

Eine Frage der Sichtweise!

wie ich begann das Loslassen anzunehmen… habe ich aufgehört etwas aufzugeben…
Der Autor©

Was heisst das für mich und mein Leben…?

Diese Gewissheit ist befreiend, entlastend. Lässt mich ruhiger, leichter und bewusster leben. Sie lässt mich im Moment verweilen – mich dem Leben dankbar hingeben und mich in seinen und meinen Schwingungen aufgehen oder getrost treiben… um mich auf das Wesentliche in mir und um mich blicken zu lassen. Mein freies Sein anzunehmen im Anklang an seine Endlichkeit – wissend dass nichts Ewig (so) bleibt… So auch ich nicht.
Das Leben wird mich bis zum Ende noch einige Male geändert haben… und DAS, ja DAS möchte (werde) ich GELEBT – nicht erduldet – haben.

So werde ich mich erfüllt und auch mir tief dankbar dem Letzten annehmen was mir dereinst zu tun bleibt…

dem Loslassen meines Lebens…

Lieber Lehrer Leben
DANKE!

Foto by lonsm.cwboy

Einkehr in mir

Einkehr in mir

06. Oktober 2016

Einkehr in mir


Bei mir „angekommen“, bin ich längst noch nicht am Ziel. Den ersehnten Begleiter aber…, hab ich damit an der Hand… Wie Lichter in mir mich leiten, kann ich mit verbundenen Augen stetig in mir weitergehen…, mich mir immer weiter nähern. „Pflege“ das Selbst um es nicht mehr aus den Augen zu verlieren. 

Ob nun zaghaft prüfend oder mutig fordernd…, die Art und Weise ist nicht von Belang, nur DASS ich diesen Grat begehe und mich mir – meinem Spiegel stelle, immerzu. Dreh ich mich im Kreis…? Ja, an dieser Stelle steh ich immer wieder… die Wegweiser ändern nur. Heisst diese Herausforderung anzunehmen! Diese Erkenntnis löst so Grenzen, das Vertrauen die (letzten) Zweifel auf. Der Horizont bleibt dabei ewig unerreicht. Die Weiten in mir zeigt mir das Leben, damit stehen Pforten nicht einfach weit aufgesperrt. Sie öffnen und hinsehen muss ich selbst… um sie zu durchschreiten , um zu finden oder hereinzulassen wer und was mich begleiten, weiterbringen gar bereichern mag…

…damit ich sie geniessen, leben und (nun gar) teilen kann…

„Die Einkehr in mir“

(mich umarmt das Leben)

Weitsicht

Weitsicht

02. Oktober 2016

Weitsicht

…die Nebel haben sich längst gelichtet  –  mein Sein in jedem Herzschlag ein Segen

…den Blick auf meinen Weg gerichtet  –  kann getrost mich hart dem Wind entgegen legen

…umarmt mich die warme Brise Offenheit  –  das Vertrauen lässt mich treiben im Leben ‚was‘ da fliesst

…welch Geschenk (!) dann diese Begegnung  –  die sie mir die Weitsicht in und um mich erschliesst…

Lieber Lehrer Leben…

…fasziniert und tief dankbar

 …den Moment „nicht aufzugeben…“

…die Begegnung „anzunehmen…“

…Achtsam sein heist „LEBEN…“

Der Autor©

Peter Pan – (vom erwachsen werden)

Peter Pan – (vom erwachsen werden)

25. Juni 2016 – 16:23

Peter Pan – (vom erwachsen werden)

Jener magische Augenblick; als ich Dich, nach Deinem „Marathon“ auf die Erde, erstmals in den Armen, nein eigentlich in meinen Händen halten durfte… – gerade mal etwas mehr als 3000 Gramm schwer, 47 cm gross…

 Er veränderte meine ganze Welt!

Legte ich mein Ohr auf Deinen wehrlosen kleinen Körper… lauschte dem alles ergreifenden Pochen Deines Herzchens… dem Rhythmus des Lebens und atmete ich diesen Deinen Duft ein… In diesem einen Augenblick ward mir der Sinn meines Lebens – spürbar – auf alle Zeit in mein Herz gebrannt. 

Ich staunte, schwieg, jauchzte, lachte und weinte zeitgleich mit jeder Faser meiner Existenz. Nie dagewesen – unvergleichlich – absolut unbeschreiblich! Das fühlte sich an wie alle besten Dinge des Lebens auf einmal. Was kann es grösseres, mächtigeres geben als Deine Geburt? 

In mir dehnte sich eine Energie aus welche mich unbändig stark werden liess… – als würde ich fliegen können. Und wahrhaftig, für Dich werde ich jeden Bären besiegen und werde ich gar abheben um Dich zu beschützen! Für Dich werde ich alle Hürden überwinden, jeden unmöglichen Umweg gangbar machen, jede Schlacht für Dich und mit Dir schlagen… mich nicht nur hinter Dich stellen sondern mich vor Dich werfen. Für Dich würde ich sterben wenn Dein Überleben danach verlangte…

Es durchfuhr mich diese Gewissheit, „dieses Band würde nie zerreissen“ – ganz egal welchen Wirrungen unsere beiden Leben sich beugen werden müssen.

Dieses Versprechen gilt für alle Zeit. 

Ich möchte Dich tragen… und Dich halten, Dich „loslassen“… und Dich wieder hochheben… Dich leiten und Dich begleiten… Dir Sicherheit geben und mit grossen Ohren (an)hören… Dir erlauben aber auch verbieten… mit Strenge stets aufrichtig und fair Dir Grenzen geben und Wege zeigen… Dich Fehler machen und daraus lernen lassen… Dir Mut, Stärke und den Glauben an Dich selber geben… Dich stolz machen und Dich Werte erkennen lassen… 

Mit der Einkehr dieses stolzen Vatergefühls hielten nicht nur bedingungslose Liebe, beschützende Strenge und grenzenloses Verantwortungsgefühl, sondern auch Verlust- und Versagensängste Einzug. 

Ich werde Dich vielleicht enttäuschen, verletzen…  meine Wünsche und Ziele vielleicht verfehlen… werde Dich um Verzeihung bitten müssen, mich dankbar (gar ehrfürchtig) vor Dir verneigen… Auch das will ich Dich lehren …!

Mein stiller Wunsch ist es, Dein Peter Pan – Dein Held – mit Stärken und Schwächen zu sein… Dir ein „Nimmerland“ bieten, welches Dir Zuflucht ist, Dich schützend umhüllt, Dich erwachsen werden lässt und Dich vorbereitet auf das Leben ohne das Kind in Dir je aufzugeben..

Deine Geburt ist mein „erwachsen werden“.  

Vaterglück!

Das schrieb ich Dir einst – in einer ruhigen Minute – einer damals häufigen kurzen Nacht… im Wissen, das Leben wird Dein strengster Lehrer sein und bleiben. Auf den will ich Dich vorbereiten…

Und es tat was es musste! Es hat (uns) die eine oder andere Lektion erteilt…  Es hat gezeigt, dass es als überschwänglich Schlaraffenland alles geben und als unerbittlich Kargland alles abverlangen kann… !  

… und Heute, Heute ist es also soweit… Ich lass Dich nun los – ohne Dich fallen zu lassen… Stolz auf Dich und tief bewegt… Du bist bereit!

„Mach Dich nun auf…!“

Und wenn Du Dich mal verirrst… hast Du die Gewissheit, dass Du immer weist wo Du mich finden kannst… 

Für immer…

Dein Vater

„…DU“

„…DU“

03. Juni 2016

„…DU“

Diese Tage bin ich oft berührt und angetan…  darf an vielen Gedanken und Fragen Teil haben… 

Ich schätze diese Wort-Begegnungen sehr… Der Austausch lässt anderswo vielleicht Energien frei und Ideen keimen… bewegt und beruhigt… Es entstehen Gespräche fast so als sässe man sich unmittelbar vis à vis…

Damit schliessen sich hier kleine und grosse Kreise in mir. Denn, neulich hat jemand mich mit ihren Fragen dazu „eingeladen“ in meiner WP-Zeit weit zurück zu blättern – …

2013…Ein Weilchen nach meinem „Aufbruch“ – stieg ich unerfahren mit einem Blog ein… ohne Erwartungen daran, aber getrieben hinter Antworten auf meine Fragen her. Bald geschah für mich Unwirkliches… es entstand Raum der ganz persönlichen Begegnung… Begleitet und gehalten von einer schreibenden Stimme aus der Ferne, wurde ich angelesen, gehalten ja aufgefangen… war ich nicht allein. Unendlich Dankbar, weiss ich um den unschätzbaren Wert dieser „kleinen virtuellen Bühne“…

Nun also, viele Zeilen, Pausen, Reisen in und um mich herum später, sitze ich da unterhalte mich weiter… die Fragen und Gedanken welche mich damals umtrieben bewegen Heute Andere, in gleicher Intension und mit dem selben Verlangen nach Licht… wie mich damals. Haben meine Stürme sich längst gelegt, nehm ich mich der wogenden Fragen an das Leben – mit anderer Voraussetzung – sehr gerne weiter an… 

Habe ich zu mir zurück gefunden und konnte ich seither meinen Weg konsequent gehen, ohne je wieder aus der Ruhe zu geraten. Stelle ich mich doch immer den mir im Spiegelbild begegnenden Fragezeichen… Da gibt es keine Illusion, mich bewusst gemahnt „kann mich wieder verlieren…!“ Halte ich Heute fest… 

„es gibt nur eine einzige Person welche Dein Leben ändern kann – …DU

Achtsamkeit ist „Sein…“

darin verweilen ist „bei sich ankommen…“

das Erkennen ist „Aufbruch… !“

Der Autor©

Ein Pelzchen für Dich…

Ein Pelzchen für Dich…

26. Februar 2016

Ein Pelzchen für Dich… 

Wie wenig es eigentlich bräuchte um in erfüllter Eintracht zu Leben…

…wie verletzlich eine solche Harmonie doch zwangsläufig ist…,

Argwohn keimt wo Glück gedeiht… (!)

Wie wenig es braucht um marktiefes Misstrauen in der Gemeinschaft zu schüren…

…welches dieses Fundament aus seinen Fugen zu heben vermag… auf dass es nie wieder ist wie es einmal war…

Die Feder aus der das folgende Märchen stammt ist nicht bekannt. Es könnte überall auf der Erde und zu jeder Epoche des Menschseins geschrieben worden sein…!

Weil es seine Gültigkeit nie verliert und ich mir wünschte es würde weniger Mission betrieben sondern stille Nächstenliebe gelebt, möchte ich hiermit jedem lesenden Wesen ein „Pelzchen“ überreichen. Einen lieben Gruss senden, ein Lächeln aus der Ferne zaubern, einen guten Gedanken mit auf den Weg geben…

Die kleinen Leute von Swabedoo

Vor langer, langer Zeit lebten kleine. Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und sie nannten sich Swabedoodahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.

Was die Swabedoodahs am meisten liebten, war, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seiner Schulter einen Beutel und der Beutel war angefüllt mit weichen Pelzchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Pelzchen. Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Pelzchen zu schenken. Es sagt dem anderen, daß er etwas Besonderes ist es ist eine Art zu sagen „Ich mag Dich!“ Und ebenso schön ist es, von einem anderen ein solches Pelzchen zu bekommen. Du spürst, wie warm und flaumig es an deinem Gesicht ist, und es ist ein wundervolles Gefühl, wenn du es sanft und leicht zu den anderen in deinen Beutel legst. Du fühlst. dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Pelzchen schenkt, und du möchtest auch gleich etwas Gutes, Schönes tun. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern weiche, warme Pelzchen, und ihr gemeinsames Leben war ganz ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.

Außerhalb des Dorfes, in einer kalten, dunklen Höhle, wohnte ein großer, grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht allein dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rand des Dorfes gestanden und sich gewünscht, er könnte dort mitten unter den fröhlichen Swabedoodahs sein aber er hatte nichts, was er hätte dazutun können und das Austauschen von warmen, weichen Pelzchen hielt er für einen großen Unsinn. Traf er einmal am Waldrand einen der kleinen Leute, dann knurrte er nur Unverständliches und lief schnell wieder zurück in seine feuchte, dunkle Höhle.

An einem Abend, als der große, grüne Kobold wieder einmal am Waldrand stand, begegnete ihm ein freundlicher kleiner Swabedoodah. „Ist heute nicht ein schöner Tag?“ fragte der Kleine lächelnd. Der grüne Kobold zog nur ein grämliches Gesicht und gab keine Antwort. „Hier, nimm ein warmes, weiches Pelzchen,“ sagte der Kleine, „hier ist ein besonders schönes. Sicher ist es für Dich bestimmt, sonst‘ hätte ich es schon lange verschenkt.“ Aber der Kobold nahm das Pelzchen nicht. Er sah sich erst nach allen Seiten um, um sich zu vergewissern, daß auch keiner ihnen zusah oder zuhörte, dann beugte er sich zu dem Kleinen hinunter und flüsterte ihm ins Ohr: „Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Pelzchen. Weißt du denn nicht daß du eines Tages kein einziges Pelzchen mehr besitzt, wenn du sie immer so einfach an jeden, der dir über den Weg läuft, verschenkst?“ Erstaunt und ein wenig hilflos blickte der kleine Swabedoodah zu dem Kobold hoch. Der hatte in der Zwischenzeit den Beutel von der Schulter des Kleinen genommen und geöffnet. Es klang richtig befriedigt, als er sagte: „Hab ich es nicht, gesagt! Kaum mehr als 217 Pelzchen hast du noch in deinem Beutel. Also, wenn ich du wäre: ich würde vorsichtig mit dem Verschenken sein!“ Damit tappte der Kobold auf seinen großen, grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabedoodah am Waldrand zurück. Er war so verwirrt, so unglücklich, daß er gar nicht darüber nachdachte, daß das, was der Kobold da erzählte, überhaupt nicht sein konnte. Denn jeder Swabedoodah besaß einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen. Schenkte er ein Pelzchen, so bekam er sofort von einem anderen ein Pelzchen, und dies geschah immer und immer wieder, ein ganzes Leben lang wie sollten dabei die Pelzchen ausgehen?

Auch der Kobold wusste das, doch er verließ sich auf die Gutgläubigkeit der kleinen Leute. Und noch auf etwas anderes verließ er sich, etwas, was er an sich selbst entdeckt hatte, und von dem er wissen wollte, ob es auch in den kleinen Swabedoodahs steckte. So belog er den kleinen Swabedoodah ganz bewusst, setzte sich in den Eingang seiner Höhle und wartete.

Vor seinem Haus in Swabedoo saß der kleine, verwirrte Swabedoodah und grübelte vor sich hin. Nicht lange, so kam ein guter Bekannter vorbei, mit dem er schon viele warme, weiche Pelzchen ausgetauscht hatte. „Wie schön ist dieser Tag!“ rief der Freund, griff in seinen Beutel und gab dem anderen ein Pelzchen. Doch dieser nahm es nicht freudig entgegen, sondern wehrte mit den Händen ab. „Nein, nein! Behalte es lieber,“ rief der Kleine, „wer weiß, wie schnell sonst dein Vorrat abnimmt. Eines Tages stehst du ohne Pelzchen da!“ Der Freund verstand ihn nicht zuckte nur mit den Schultern, packte das Pelzchen zurück in seinen Beutel und ging mit leisem Gruß davon. Aber er nahm verwirrte Gedanken mit und am gleichen Abend konnte man noch dreimal im Dorf hören, wie ein Swabedoodah zum anderen sagte: „Es tut mir leid, aber ich habe kein warmes, weiches Pelzchen für Dich. Ich muss darauf achten, daß sie mir nicht ausgehen.“

Am kommenden Tag hatte sich dies alles im ganzen Dorf ausgebreitet. Jedermann begann, seine Pelzchen aufzuheben. Man, verschenkte zwar immer noch ab und zu eines, aber man tat es erst nach langer, gründlicher Überlegung und sehr, sehr vorsichtig. Und dann waren es zumeist nicht die ganz besonders schönen Pelzchen, sondern die kleinen mit schon etwas abgenutzten Stellen.

Die kleinen Swabedoodahs wurden misstrauisch. Man begann, sich argwöhnisch zu beobachten, man dachte darüber nach, ob der andere wirklich ein Pelzchen wert war. Manche trieben es soweit, daß sie ihre Pelzbeutel nachts unter den Betten versteckten. Streitigkeiten brachen darüber aus, wie viele Pelzchen der oder der besaß. Und schließlich begannen die Leute, warme, weiche Pelzchen gegen Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Swabedoo machte sogar eine Erhebung, wie viele Pelzchen insgesamt vorhanden waren, ließ dann mitteilen, daß die Anzahl begrenzt sei und rief die Pelzchen als Tauschmittel aus. Bald stritten sich die kleinen Leute darüber, wie viele Pelzchen, eine Übernachtung oder eine Mahlzeit im Hause eines anderen wert sein müsste. Wirklich, es gab sogar einige Fälle von Pelzchenraub! An dämmerigen Abenden fühlte man sich draußen nicht mehr sicher, an Abenden, an denen früher die Swabedoodahs gern im Park oder auf den Straßen spazieren gegangen waren, um einander zu grüßen, um sich warme, weiche Pelzchen zu schenken.

Oben am Waldrand saß der große, grüne Kobold, beobachtete alles und rieb sich die Hände. Das Schlimmste von allem geschah ein wenig später. An der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu verändern. Viele beklagten sich über Schmerzen in den Schultern und im Rücken, und mit der Zeit befiel immer mehr Swabedoodahs eine Krankheit, die Rückgraterweichung genannt wird. Die kleinen Leute liefen gebückt und in schweren Fällen bis zum Boden geneigt umher. Die Pelzbeutelchen schleiften auf der Erde. Viele fingen an zu glauben, daß die Ursache ihrer Krankheit das Gewicht der Beutel sei, und daß es besser wäre, sie im Hause zu lassen, und dort einzuschließen. Es dauerte nicht, lange, und man konnte kaum noch einen Swabedoodah mit einem Pelzbeutel auf dem Rücken antreffen.

Der große, grüne Kobold war mit dem Ergebnis seiner Lüge sehr zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so handeln und fühlen würden wie er selbst, wenn er, wie das fast immer der Fall war, selbstsüchtige Gedanken hatte. Sie hatten so gehandelt! Und der Kobold fühlte sich sehr erfolgreich.

Er kam jetzt häufiger einmal in das Dorf der kleinen Leute. Aber niemand grüßte ihn mit einem Lächeln, niemand bot ihm ein Pelzchen an. Stattdessen wurde er misstrauisch angestarrt, genauso, wie sich die kleinen Leute untereinander anstarrten. Dem Kobold gefiel das gut. Für ihn bedeutete dieses Verhalten die „wirkliche Welt“!
In Swabedoo ereigneten sich mit der Zeit immer schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichung, vielleicht aber auch deshalb, weil ihnen niemand mehr ein warmes, weiches Pelzchen gab. Wer weiß es genau? Dann starben einige Leute in Swabedoo. Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden. Die Trauer war sehr groß.

Als der große, grüne Kobold davon hörte, war er richtig erschrocken. „Das wollte ich nicht“, sagte er zu sich selbst, „das wollte ich bestimmt nicht. Ich wollte ihnen doch nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Aber ich habe ihnen doch nicht den Tod gewünscht.“ Er überlegte, was man nun machen könnte, und es fiel ihm auch etwas ein.

Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine Mine mit kaltem, stacheligen Gestein entdeckt. Er hatte viele Jahre damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben und sie in einer Grube einzulagern. Er liebte dieses Gestein, weil es so schön kalt war und so angenehm prickelte, wenn er es anfasste. Aber nicht nur das: Er liebte diese Steine auch deshalb, weil sie alle ihm gehörten und immer, wenn er davor saß und sie ansah, war das Bewusstsein, einen großen Reichtum zu besitzen, für den Kobold ein schönes, befriedigendes Gefühl.

Doch jetzt, als er das Elend der kleinen Swabedoodahs sah, beschloss er, seinen Steinreichtum mit ihnen zu teilen. Er füllte ungezählte Säckchen mit kalten, stacheligen Steinen, packte die Säckchen auf einen großen Handkarren und zog damit nach, Swabedoo.

Wie froh waren die kleinen Leute, als sie die stacheligen, kalten Steine sahen! Sie nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie sich schenken konnten. Nur: Wenn sie einem anderen einen kalten, stacheligen Stein gaben, um ihm zu sagen, daß sie ihn mochten, dann war in ihrer Hand und auch in der Hand desjenigen, der den Stein geschenkt bekam, ein unangenehmes, kaltes Gefühl. Es machte nicht so viel Spaß, kalte, stachelige Steine zu verschenken wie warme, weiche Pelzchen. Immer hatte man ein eigenartiges Ziehen im Herzen, wenn man einen stacheligen Stein bekam. Man war sich nicht ganz sicher, was der Schenkende damit eigentlich meinte. Der Beschenkte blieb oft verwirrt und mit leicht zerstochenen Fingern zurück.

So geschah es, nach und nach, immer häufiger, daß ein kleiner Swabedoodah unter sein Bett kroch, den Beutel‘ mit den warmen, weichen Pelzchen hervorzog, sie an der Sonne ein wenig auslüftete, und, wenn einer ihm einen Stein schenkte, ein warmes, weiches Pelzchen dafür zurück gab. Wie leuchteten dann die Augen des Beschenkten! Ja, mancher lief schnell in sein Haus zurück, kramte den Pelzbeutel hervor, um auch an Stelle des stacheligen Steines ein Pelzchen zurückzuschenken. Man warf die Steine nicht fort, o nein! Es holten auch nicht alle Swabedoodahs ihre Pelzbeutelchen wieder hervor. Die grauen, stacheligen Steingedanken hatten sich zu fest in den Köpfen der kleinen Leute eingenistet. Man konnte es aus den Bemerkungen heraushören:

Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter? Wie kann ich wissen, ob meine Pelzchen wirklich erwünscht sind? Ich gab ein warmes, weiches Pelzchen, und was bekam ich dafür? Einen kalten, stacheligen Stein! Das soll mir nicht noch einmal passieren. Man weiß nie, woran man ist: heute Pelzchen, morgen Steine.

Wahrscheinlich wären wohl alle kleinen Leute von Swabedoo gern zurückgekehrt zu dem, was bei ihren Großeltern noch ganz natürlich war. Mancher sah auf die Säckchen in einer Ecke seines Zimmers, angefüllt mit kalten, stacheligen Steinen, auf diese Säckchen, die ganz eckig waren und so schwer, daß man sie nicht mitnehmen konnte, Häufig hatte man nicht einmal einen Stein zum Verschenken bei sich, wenn man einem Freund begegnete. Dann wünschte der kleine Swabedoodah sich im geheimen und ohne es je laut zu sagen, daß jemand kommen möge, um ihm warme, weiche Pelzchen zu schenken. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie alle auf der Straße mit einem fröhlichen, lachenden Gesicht herumgingen und sich untereinander Pelzchen schenkten, wie in den alten Tagen. Wenn er dann aufwachte, hielt ihn aber immer etwas davon zurück, es auch wirklich zu tun. Gewöhnlich war es das, daß er hinausging und sah, wie die Welt „wirklich ist“!

Das ist der Grund, warum das Verschenken von warmen, weichen Pelzchen nur noch selten geschieht, und niemand tut es in aller Öffentlichkeit. Man tut es im geheimen und ohne darüber zu sprechen. Aber es geschieht! Hier und dort, immer wieder.

Ob Du vielleicht auch eines Tages … ?

ISBN-978-3-925197-01-7 //

 Die-kleinen-Leute-von-Swabedoo

Partisch + Röhling