Dämmerung (in uns)

Dämmerung (in uns)

 17. Januar 2017

Dämmerung (in uns)



Viele werden sie irgendwann gesehen und am Ende in Erinnerung behalten haben.

Zeiten…

…in welchen die Dunkelheit ihre (Ruhe-) Schleier ausgebreitet lässt…

…in welchen die Sonne vom (Gedanken-) Nebel vertrieben scheint…  

…in welchen wir am rauen (Da-) Sein zu branden drohen…

…in welchen wir glauben vor unseren eigenen Augen zu fallen… 

…wenn die Stunde der Aufruhr in unserem (freien) Wesen anbricht und zum Aufstand empor wächst. Dieses Auflehnen richtet sich gegen nichts als gegen unser eigenes Erstarren! Um für uns einzustehen bevor wir uns gänzlich verlieren. Um in den Spiegel zu sehen, ohne uns zu verleugnen. 

Es ist der Moment in welchem wir uns (endlich) nach dem Leben recken…

Vor der Dämmerung ist die Nacht am dunkelsten 

u.A. Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf

Der Moment ist zum Leben da… und darin haben wir alle Zeit der Welt… Lassen wir ihn bewusst verstreichen haben wir ihn doch gelebt… und so haben wir ihn auch anzunehmen…! 

Die Dämmerung (in uns) sind wir selbst – also bricht sie immer an… JETZT! 


Da sind zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen… 


Dalai Lama

Himmel & Hölle

Himmel & Hölle

24. November 2016

Himmel & Hölle


…oder „wandeln auf dem Grat meiner Emotionen…“

(scheinbare) Gegensätzlichkeiten sind sich nicht fern – zumindest nicht so, wie es (manchmal) scheint. Nein! Sie bedingen sich viel mehr. 

Ohne das Vorn gäb‘ es kein Hinten. Ohne das Gestern kein Morgen, kein Oben oder Unten, kein Rechts und kein Links. Die Stille gäb’s nicht wäre da nicht auch der Lärm, genau so, wie ohne das Licht die Dunkelheit nicht einfallen könnte. Was wär denn das Gute (wert) ohne das Böse…? 

Die härtesten Kontraste bewegen (mich) am meisten… immer schon.

..wenn die Gegensätze sich präzis in meiner Mitte berühren – exakt da hart aufeinander treffen… – Balance! 

Der Autor©

So empfinde ich auch das äusserlich Wahrnehmbare ganz tief im Innern. 

Ich kann nicht ohne dieses Wechselspiel… die Emotions-Amplituden dürfen dabei gerne getrost weit ausschlagen – sie brauchen sich nur abzuwechseln um sich zu ergänzen… Diese Kontraste lassen die Intension im Sein erleben. Die Ruhe geniessen – den „Rock“ feiern, mich Energie im Tiefen schöpfen…  

Und das ist gut so! Denn;

Jedem Gefühl… jeder Regung… selbst jedem (scheinbar) noch so unbedeutenden Gedanken daran, liegt (m)eine unvermeidbare Interpretation zugrunde. Deren Interpretation das Ergebnis, die Summe einer Erinnerung, einer Erfahrung, eines Schmerzes, einer Heilung geschuldet ist. Keine Klangnote, Farbnouance könnte ich empfinden, keine Berührung, kein Bild, kein Erleben wär im Stande mir Emotionen zu entlocken, würde ich nicht Alles und Jedes (positiv oder negativ) bewertet einordnen… 

 Das was diese „Gegensätzlichkeit“ als Solche erst wertend einordnet, ist mein freies vergleichendes Denken… erlebt, gelernt! Dieses freie Denken wertet, ordnet und grenzt so letztendlich wieder ein. Klar. Nun, das ist nichts Neues. Was ich damit anstelle, wie ich selbst damit umgehe… das steht dagegen in keinem Buch geschrieben. Höre ich aufmerksam hin, blicke ich nicht weg, lasse ich wirken was ich an Schwingung aufnehmen kann… so änderbar – nicht statisch in sich! So birgt das Dunkel die Kraft der Ruhe, durchschlägt gleissendes Licht Dieselbe und lenkt mich (von mir) ab… 

Schliesslich… da mache ich mir nichts vor… hält die Erfüllung hinreissend beflügelnder Glücksgefühle den vernichtend niederschmetternden Schmerz der Leere an der Hand.

Der Autor©

Emotionen! Sie sind die Farben welche das Sein mit Leben überspannen. Darum lasse ich sie zu, atme ich sie ein. Segen & Fluch liegen im Leben nicht bei sondern ineinander. Vertraue ich – glaube ich an mich, bin ich bei mir – brauche ich ihn nicht zu sehen den Grat zwischen Himmel und Hölle… kann ich mit geschlossenen Augen balancieren – geniessen mein Wandeln auf dem Grat meiner Emotionen. 
Meiner Mitte!
 

 

 

 
 

…wenn es sich anfühlt wie… Freiheit!

…wenn es sich anfühlt wie… Freiheit!

18. August 2015

Lieber Lehrer Leben…



…wenn es sich anfühlt wie… Freiheit!

und dieser Morgen, der fühlt sich an wie… …Freiheit!

Mit Entscheidungen tat ich mich bekanntlich immer eher schwer…

Da lang oder da lang…? Dilemma! Wohin das führt? Im Prinzip ganz einfach „auf meinen Weg…“

Die Sonne prangt im nur leicht verschleierten Blau welches sie zu umgeben scheint. Ihr Licht flutet, wie so oft in diesem Sommer, eigentlich ungehindert den jungen noch kühlen Morgen… nur;

***…was so Hell erstrahlt, wirft grosse Schatten…***

Der Autor©

Dieser eine Gedanke begleitete mich eben vorhin zu meinem lang ersehnten wegweisenden Termin… wie eine leise Erinnerung, als würde er mir sagen wollen,

„Bedenke, mit meinen Entscheidungen im Leben verhält es sich exakt genau so… (!)“

Jeder Schritt hat seine Folge, jeder Atemzug seine Konsequenz… Dessen bin ich mir (glaube ich zumindest) immer wohl bewusst. Bisweilen lähmt dieses Bedenken, verzögert(e) dieses behutsame Abwägen das Unabwendbare (…) und die Folgen aus dem (Ver-)Zögern wiegen mit unter dann viel schwerer… Dilemma…!

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Molière

(…)

So liegt er nun also da, vor mir auf dem Weg… simultan geht er mit mir mit, jede Bewegung, auf Schritt und Tritt… mein langer Schatten…

So liegt er also da, als Symbol für die Spuren aus den Wirren meines Lebens… als Symbol der Schatten meiner Vergangenheit – diese da ragen bis ins Heute… nur;
An diesem Morgen fühlt sich das an wie… Freiheit!

Meine Schatten brauche ich nicht mehr los zu werden… Sie sind Teil meines Weges, Werdens und Seins… sie machen mich aus! Wohin auch immer ich gehe, ich nehme sie mit, sie verfolgen mich nicht, meine Schritte und Entscheidungen bedrohen und ängstigen mich folglich nicht mehr. Es ist mir frei in welche Richtung ich sie gehe…

Lieber Lehrer Leben…

„…welche Lehren ziehe ich aus der Havarie meines Lebens…?“ Auf diese Frage aus früherem Text komme ich immer wieder zurück…

„Fing an die Steine im Weg zusammen zu tragen um Treppen zu bauen und um mich wieder aufzurichten… die ersten grossen Schritte sind getan… die Arbeit aber, sie fängt erst an…“

Ja, ich sitze nicht mehr auf den Trümmern meiner Vergangenheit… Heute halte ich die Scherben von Gestern fest in meinen Händen… sie sind der Baustoff meiner Brücken in die Zukunft…

Diese Zuversicht erfüllt mich mit… Freiheit!

Es ist wahrhaftig, das Herbeisehnen des Endes dieses Kapitels… dieses Ende, welches ich Gewissheit oder eben Freiheit! nenne. Die Vorfreude darauf trägt mich in diesen neuen Tag! Vorfreude?

gleichgültig? ignorant? egoistisch? fatalistisch? abartig…?! Wie auch immer. Es ist mir im Grunde egal. Es ist fast schon bizarr wie sich diese Vorfreude nun anfühlt… Die jahrelange Unruhe ist verflogen, das verstörende Vakuum ist gewichen, über all die zermürbenden Ängste hat sich Gelassenheit gelegt. Und schliesslich hat mein Mantra…

***…Ich zerschelle nicht zweimal an selber Stelle!…***

Der Autor©

…ungebrochene Gültigkeit! Bedingt aber, dass ich mich dem stelle! Heisst, nicht nur hinab in die tiefsten Abgründe meiner selbst abzutauchen, sondern und vor allem(!), dort nicht verloren zu gehen! Also nicht zu verzagen und mit Überzeugung an mir – dem „ich“ – fest zuhalten. Der ominöse Kampf gegen die eigenen Dämonen ist nicht unheilvoll. Er bedeutet, zu lernen sich zu vergeben, Fesseln der Selbstverachtung (schmerzhaft) abzustreifen und dabei selbstverantwortlich bei sich selbst zu bleiben.

***…Der Glaube an sich selbst ist nicht delegierbar!…***

Der Autor©

Das tut weh! Braucht viel Zeit, vielleicht Mut, sicher aber Vertrauen. Aber auch die Bereitschaft kritische Stimmen von aussen zu zulassen und sie anzuhören. Für den Glauben in sich selbst… „bleib bei Dir!“ So gesehen mag es egoistisch erscheinen… Ja! Aber es beschreibt den Weg zurück ins Leben.

Ich bin wieder zurück, zurück „bei mir… und ich bleibe… in Freiheit!
Zweifel welche sich jetzt in diesen Gang zu besagtem wegweisenden Termin streuen…!?! Sie richten sich also nicht an diese (egoistische) Erkenntnis und nach jahrelangem Zögern gefällte Entscheidung;

Ich Zweifle nicht mehr an MEINEM Weg. Er ist der einzige den ich gehen kann! Irritierend wirken lediglich diese fremden Gefühle, dass ich – (mir) dankbar – mir fast schon freudige Erleichterung zugestehe. Dass es mir nun egal ist, wie lange die Schatten Morgen sein werden – welche diese Entscheidung dann womöglich werfen mag bedeutet,…

…sie werden leichter zu ertragen sein als dieses Vakuum, diese (unerträgliche) Ungewissheit, diese Fessel der Vergangenheit.

Lieber Lehrer Leben

…Weil ich frei sein werde!.



„aus früheren Texten“

***…eigene Aphorismen…***

Zurück im Leben

Zurück im Leben

07. Januar 2015

Zurück im Leben

Es gab da eine düstere, nein (!) dunkle, sehr bedrohliche Zeit, in welcher ich mich kraftlos und ängstlich von Tag zu Tag hangelte. Weit entfernt von Ufer und Brandung trieb ich irgendwo vom Kurs abgekommen auf die offene Verzweiflung zu. Monate lang. Sehnte mich nach Ruhe – einfach nur nach innerer Ruhe.

Da gab es in jenen bitterkalten Tagen ein wärmendes Licht dessen Puls ich spüren durfte. Ein Herz welches ich schlagen hören durfte. Eine Fee welche mich fühlen und hoffen aber auch sehnen, bangen und weinen liess… Eine Fee mit deren Wesen ich mich beim Blick nach Orion noch immer verbunden fühle. Sie gab mir das Gefühl zurück, gesucht, begehrt, wertvoll, ein fühlender, vollständiger lebendiger Mensch zu sein. Schliesslich sollte sie ohne mich weiterziehn…
„Fee, ohne Dich wär ich nicht der der ich Heute bin.“

Da waren diese Worte, Letter einer Sternenseele welche aus der Ferne wie helfende Hände unverhofft nach mir griffen – „Bleib hier!“ – just als ich glaubte nicht tiefer fallen zu können, Sie fing mich auf und brachte mich vor mir in Sicherheit. Eine Sternenseele deren warmes Licht sich in ihren Worten um mich hüllte. Unsere Energien überwanden Zeit und Raum und liessen uns zu den Sternen fliegen… den Sternen welche mich noch immer mit Ihr verbinden. Sie hat meine Flügel sanft gerichtet. Schliesslich musste ich aber ohne sie weiterfliegen…
„Sternenseele, ohne Dich wäre ich nicht da wo ich Heute bin“.

„Seid mit mir das schlimmste Stück meines Weges gegangen.
Habt mich daran gehindert zu verzagen und unterzugehen.
Gabt mir mein Selbstvertrauen, meinen Mut, meine Hoffnung und meinen Glauben zurück… “

Unsere Kreisse entfernten sich, zwangsläufig in Ihren eigenen Umlaufbahnen bleibend…

Weitergezogen und zurückgelassen… Tief bleibt Ihr in meinem Herzen! Ich auf ewig Euch verbunden… .

Dank Euch hab ich mich aufgemacht, mich mir selbst gestellt, darf ich nun sein, hörte ich auf zu suchen, fand ich selbst zur Ruhe und so wurde ich (wieder)gefunden, von mir… Und so bin ich zurück, zurück im Leben.

Vielleicht seid Ihr da draussen, vielleicht ja, lest Ihr feengleiche Lichtgestalten, Seelen meiner Zuversicht, diese meine Zeilen hier.
Ganz alleine Euch gewidmet – ist meine Danksagung. Dank welchen es in Worten so eigentlich gar nicht gibt…

„Ich bin hier, ich bin geblieben… und ich bleibe ! Zurück im Leben…“

***DANKE***

170 / Sandmännli

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Unde Venis…? vs. Quo Vadis…?

Unde Venis…? vs. Quo Vadis…?

27. Oktober 2013

Lieber Lehrer Leben…

Unde Venis…?
vs.
Quo Vadis…?

Wie will ich wissen wohin ich gehe, wenn ich vergessen hab woher ich kam…?

Der Autor©

Keine Ahnung wann – aber an irgendeinem Punkt entschied ich mich wohl – nicht mehr zurückzublicken. Gab damit ein Ritual auf – entsagte ich da auch dem philosophieren… Die Zeit ist zu teuer…
Damit war meine Persönlichkeit unbemerkt leckgeschlagen – es drang der seltsame Glaube ein…
„In der Vergangenheit verweilen“ hält auf, hindert, bremst und lähmt…

„Zielstrebig seinen Visionen folgen nach immer Höherem streben… “ – da gibt es im Grunde absolut nichts gegen einzuwenden… Nur, an meinen fernsten Zielen festgeklammert – hab ich fortan kaum mehr innegehalten, unreflektiert, rastlos, manisch getrieben schier –
Hab dabei nicht bemerkt dass ich mich selbst aus den Augen verlor.
Fatale Abkehr von meiner einstigen Überzeugung!

Das rächte sich jüngst als sich die Ereignisse überschlugen und ich nicht wusste wie mir geschah…
…der Bruch mit meinem Leben kam…

Gezwungen nun in mich zu gehen…
erlebte ich einen schmerzhaften Streifzug durch die Zeit, durch meine Vergangenheit, meine Erinnerung, meine Abgründe, ein Gang in das „Verliess meines unterdrückten Selbst“

Liess mich diese Reise die für mich bedeutendsten Wesen, Charaktere und Gesichter wieder sehen, den mahnendsten und kritischsten Stimmen wieder horchen, die prägendsten Augenblicke, Ereignisse und Erfahrungen wieder erleben…
fand ich da aber auch ein verunsichertes emotionales Wrack ohne Selbstvertrauen – eingekapselt in diesem Cocon hat diese Larve meinen Schein gewahrt.

…mich nun dort wieder zu finden und zu hinterfragen , bedeutet mich zu spiegeln und endlich (wieder) zu erkennen…

So werde ich künftig meiner selbst treu ergeben bleiben… Wie einst in meiner Jugend schon in mich gehen, mir Fragen stellen – philosophieren – …mich dort erden und zentrieren. Mein leidenschaftliches, fühlendes, fantasievolles Wesen soll nie wieder verkümmern…

Also Lieber Lehrer Leben,
komme ich wie versprochen noch einmal darauf zurück – welche Lehre ich aus der Havarie meines Lebens ziehe.

Wo immer ich auch war – erst mein Pfad – macht mich wirklich aus! Auch diese Zeit der Nachlässigkeit hat seinen guten Sinn, liess mich letztlich reifen. So bleibt mir meinen Fussabdruck in dieser meiner kleinen zerrütteten Welt zu akzeptieren und meine Spur künftig bewusster zu bahnen. Fange an mich wieder aufzurichten… die Steine zusammen zu tragen um Brücken nicht Mauern zu bauen. Die ersten grossen Schritte sind getan… die Arbeit aber fängt jetzt erst an…

Woher ich komme… wird mir den Weg weisen.
Wohin ich geh…? Die Frage bleibt…