Dämmerung (in uns)

Dämmerung (in uns)

 17. Januar 2017

Dämmerung (in uns)



Viele werden sie irgendwann gesehen und am Ende in Erinnerung behalten haben.

Zeiten…

…in welchen die Dunkelheit ihre (Ruhe-) Schleier ausgebreitet lässt…

…in welchen die Sonne vom (Gedanken-) Nebel vertrieben scheint…  

…in welchen wir am rauen (Da-) Sein zu branden drohen…

…in welchen wir glauben vor unseren eigenen Augen zu fallen… 

…wenn die Stunde der Aufruhr in unserem (freien) Wesen anbricht und zum Aufstand empor wächst. Dieses Auflehnen richtet sich gegen nichts als gegen unser eigenes Erstarren! Um für uns einzustehen bevor wir uns gänzlich verlieren. Um in den Spiegel zu sehen, ohne uns zu verleugnen. 

Es ist der Moment in welchem wir uns (endlich) nach dem Leben recken…

Vor der Dämmerung ist die Nacht am dunkelsten 

u.A. Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf

Der Moment ist zum Leben da… und darin haben wir alle Zeit der Welt… Lassen wir ihn bewusst verstreichen haben wir ihn doch gelebt… und so haben wir ihn auch anzunehmen…! 

Die Dämmerung (in uns) sind wir selbst – also bricht sie immer an… JETZT! 


Da sind zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen… 


Dalai Lama

Weitsicht

Weitsicht

02. Oktober 2016

Weitsicht

…die Nebel haben sich längst gelichtet  –  mein Sein in jedem Herzschlag ein Segen

…den Blick auf meinen Weg gerichtet  –  kann getrost mich hart dem Wind entgegen legen

…umarmt mich die warme Brise Offenheit  –  das Vertrauen lässt mich treiben im Leben ‚was‘ da fliesst

…welch Geschenk (!) dann diese Begegnung  –  die sie mir die Weitsicht in und um mich erschliesst…

Lieber Lehrer Leben…

…fasziniert und tief dankbar

 …den Moment „nicht aufzugeben…“

…die Begegnung „anzunehmen…“

…Achtsam sein heist „LEBEN…“

Der Autor©

„…DU“

„…DU“

03. Juni 2016

„…DU“

Diese Tage bin ich oft berührt und angetan…  darf an vielen Gedanken und Fragen Teil haben… 

Ich schätze diese Wort-Begegnungen sehr… Der Austausch lässt anderswo vielleicht Energien frei und Ideen keimen… bewegt und beruhigt… Es entstehen Gespräche fast so als sässe man sich unmittelbar vis à vis…

Damit schliessen sich hier kleine und grosse Kreise in mir. Denn, neulich hat jemand mich mit ihren Fragen dazu „eingeladen“ in meiner WP-Zeit weit zurück zu blättern – …

2013…Ein Weilchen nach meinem „Aufbruch“ – stieg ich unerfahren mit einem Blog ein… ohne Erwartungen daran, aber getrieben hinter Antworten auf meine Fragen her. Bald geschah für mich Unwirkliches… es entstand Raum der ganz persönlichen Begegnung… Begleitet und gehalten von einer schreibenden Stimme aus der Ferne, wurde ich angelesen, gehalten ja aufgefangen… war ich nicht allein. Unendlich Dankbar, weiss ich um den unschätzbaren Wert dieser „kleinen virtuellen Bühne“…

Nun also, viele Zeilen, Pausen, Reisen in und um mich herum später, sitze ich da unterhalte mich weiter… die Fragen und Gedanken welche mich damals umtrieben bewegen Heute Andere, in gleicher Intension und mit dem selben Verlangen nach Licht… wie mich damals. Haben meine Stürme sich längst gelegt, nehm ich mich der wogenden Fragen an das Leben – mit anderer Voraussetzung – sehr gerne weiter an… 

Habe ich zu mir zurück gefunden und konnte ich seither meinen Weg konsequent gehen, ohne je wieder aus der Ruhe zu geraten. Stelle ich mich doch immer den mir im Spiegelbild begegnenden Fragezeichen… Da gibt es keine Illusion, mich bewusst gemahnt „kann mich wieder verlieren…!“ Halte ich Heute fest… 

„es gibt nur eine einzige Person welche Dein Leben ändern kann – …DU

Achtsamkeit ist „Sein…“

darin verweilen ist „bei sich ankommen…“

das Erkennen ist „Aufbruch… !“

Der Autor©

…endgeil !

…endgeil !
Heute 06:07 Morgenpanorama zwischen Heiligkreuz bis St.Peter & Paul

 06. Mai 2016

…endgeil !

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #12

Manches im Leben ist „gegeben“…, scheint vorgezeichnet und/oder ergibt sich zwangsläufig als eine Unabwendbarkeit, eine Gesetzmässigkeit, ein „notweniges Übel“…  naturgegeben oder nicht.

Schweife hier kurz ab – werfe einen kurzen Blick in die Antike auf eine Notiz die mich oft schon schmunzeln liess…  

„Heiraten ist, wenn man’s bei Licht besieht, ein Übel, ein notwendiges Übel.“ 

Ménandros (Menander)

Dieser – eher mit einem antiken Augenzwinkern – denn ernst gemeinten Seitenhieb an die Frau – unterschreibt noch Heute so Mancher und er zeigt eben auf, Übel hin oder her, man lässt/liess sich doch (sehr gerne) darauf ein. 

Damit aber zurück zu einem (meinem) alltäglichen Mühsal, notwendigen Übel, welches am Ende  doch Jeder – Tag für Tag – (und im Grunde sehr gerne) auf sich nimmt… Das frühmorgendliche „raus und auf Arbeit müssen (dürfen)…“ Ohne Arbeit kein Arbeitsweg. Dem (dürfen)… gehört also die Beachtung! 

Hier oben im Oberwallis darf ich bereits seit einigen Tagen arbeiten. Tag für Tag nehme ich diesen Arbeitsweg in Angriff. Der Winter wird mir hier gnadenlos seine harsche Seite zeigen – dessen bin ich mir bewusst. Werde ich als Neuzugezogener, als „Üsserschwiizer“ gefragt „…und wo wohnst Du…?“ schreckt meine Antwort oft selbst die Hiesigen und Einheimischen Oberwalliser! Ein ungläubiges Staunen 😳 durchfährt so manches Gesicht. „wie…?“ „Nein… ist nicht wahr oder…?“ „…wer tut sich das an…?“ „Du verarscheisserst mich jetzt…?“ oder „…allein der zehrende Arbeitsweg… sich den antun zu müssen… undenkbar!“

Doch! Eben allein mein Arbeitsweg… sich diesen antun zu dürfen ist unfassbar…! Ein Segen, eine Belohnung das erleben und geniessen zu dürfen. Einfach nur Befreiend. 

Mag sein, vielleicht habe ich eine ganze Wand draussen. 

Aber ich suchte bewusst dieses Extrem… Wer hier oben Leben will, muss (nicht nur) diesen Arbeitsweg in Kauf nehmen… Will mich „klein“ fühlen – nicht so wichtig nehmen dürfen. Dafür werd ich mich auf den Berg einlassen, an ihm wachsen… 

Das „bequeme Leben“ hatte mich ausgezehrt… nicht glücklicher gemacht. 

Was ich im Leben auf mich zu nehmen –  an grossen Entscheidungen zu treffen bereit bin, das entscheide ich mit Herz und Seele… Was daraus erwächst ist ganz allein, meinem Kopf meinem positiven Denken überlassen.  
Wie gesagt, allein mir dieses alltägliche Mühsal, dieses notwendige Übel, diesen „Arbeitsweg“ antun zu dürfen ist unfassbar…! Unvergleichlich, einfach nur… 

…endgeil… !


Die letzten 60 Sekunden meines spektakulär schwindelerregenden  Arbeits- / Heimweges

Die Gondel zieht mich auf die „Flüo“ (Flüh) wo ich zu Hause bin. Oben auf der Flüo – auf der Klippe, sind die Häuschen (Hiischji) – mein zu Hause – und Stadel sichtbar…

Harte Kontraste

Harte Kontraste

01. Mai 2016

Harte Kontraste

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #11

Als ich vor 2 Wochen hier her gezogen bin, habe ich nach und nach auch jenen „fernen Freunden“ eine Adressänderung geschickt mit welchen ich zwar regelmässig aber halt nur einmal im Jahr kurz Kontakt pflege.

So mailte ich Nachts (Ortszeit) nach Buenos Aires… Ein alter Freund hatte Argentiniens Metropole vor vielen Jahren zu seiner Wahlheimat gemacht… Einmal im Jahr kann er für zwei Wochen in die Schweiz fliegen um hier Urlaub zu machen… Familie und Freunde zu treffen… Mehr Ferien stehen Ihm in Argentinien nicht zu.

Vergangenen Sommer dann verpassten wir uns jedoch. Gönnte mir da meine wegweisende Auszeit… 

So sandte ich ihm nun also meine „Grüsse aus der Schweiz“ nach vollendeten Tatsachen über das grosse Wasser. Mit dem ersten Foto welches ich am Morgen nach dem Umzug aus meinem Schlafzimmer gemacht hatte, kündete ich ihm „Meine Wahlheimat“ an.


Binnen weniger Stunden hat er sich aus dem Molloch der 2 Millionenstadt gemeldet und mir seine Liebe zum Wallis gestanden… und mir dann – per WhatsApp „seinen Blick aus dem Fenster“ geschickt…

„Die Aussicht kann ich leider nicht toppen…“

Als krasses Gegenteil widerspiegelt sein Foto aber den Reiz des Grosstadtsumpfes und ich verharre kurz in diesem endlos wirkenden spärlich begrünten Strassenzug… Welche Gegensätze!

Tatsächlich mag dieser SnapShot Buenos Aires und seines gleichen repräsentieren, nicht aber Argentinien als Ganzes! Ist es doch die Nation der Extreme – welche die unterschiedlichsten, ja gar  ALLE Klimazonen eint.

Zurück auf die Gemarkung  7° 49′ 40.329″ O … Die harten Kontraste liegen nicht etwa nur ennet dem Athlantik. Heute Morgen war das Erwachen hier auf dem Berg ein komplett Anderes!

Zeigte vor vier Tagen noch der frühe Sommer sein süsses warmes Antliz… dass ich im Shirt draussen beim Lesen sass…


Liessen die Wettergötter dem Winter alle Tore offen stehen. Dieser kehrte prompt ein liess das Termoneter deutlich unter den Gefrierpunkt sinken und brachte 10 cm Neuschnee mit…


und jetzt – jetzt schneit es bereits wieder…

Das sind die harten Kontraste welchen ich mich mit meinem ganz persönlichen Alpaufzug aussetze… und bereits in Woche zwei – der erste Härtetest folgte…

Diese Meldung sandte ich natürlich wiederum über den Athlantik…

Es ist sooo schön hier zu sein.

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

27. April 2016

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #10

Er ist vollbracht! Mein 7. Umzug.

Mein „Abenteuer-Umsiedlung“. Dazu lose Gedanken aneinandergereiht.

Wer kennt sie nicht, die Umtriebe rund um einen Umzug… ? Manchmal gleicht so ein Umzug logistisch ja einem wahren Herkules-Akt. Je nachdem wie gross der Haushalt ist, wie lange man an einem Ort lebte, wieviel Anteil „Messi“ in einem wohnt, über welch engen zeitlichen Horizont man verfügt, wird er zu einer echten Herausforderung… Aber was erzähl ich euch… (?) Je nach dem, von wo nach wo der Domizilwechsel geht… ist er gar abenteuerlich…

Aus der nördlichsten Provinz des Landes… von knapp 500 M.ü.M. …

über alle Berge… – 271 Kilometer weiter Südwestlich – ins Bergdorf auf 1350 M.ü.M.


Frühe Vorbereitung verschafft Übersicht, verleiht Ruhe, spart Zeit und schränkt „Väterchen Zufall“ den Raum ein. Wenn auch (oder eben genau weil…) böse Überraschungen und Pannen nicht auszuschliessen sind. Diese verträgt es dann wenigstens ohne dass das Chaos ausbricht. Deshalb lebte ich lange schon im „brauchich-brauchichnicht…-Modus“ zwischen Umzugskartons und Entsorgungsboxen. Zelebrierte diese „Zeit des Ausmistens“. Blieb dabei an so manchem Müsterchen in Erinnerungen hängen…, wie gut, dass ich so lange Zeit hatte. Wollte mich damit auch soweit wie irgend möglich „reduzieren“! Das heisst – wie ich schon einmal erwähnt hatte… „alles was nicht auf meinen Rücken passt“ bleibt wo es ist… oder wird entsorgt.

Der Umzug sollte ja keine grosse Sache werden. Soweit der Vorsatz und meine Einschätzung vor wenigen Monaten.
Nun geht es ja auf den Berg… (!). Bin nicht motorisiert – auf ÖVM (Gondel und Bahn) angewiesen. Einkäufe (gerade Lieferung für Einrichtung und Möbel) sind da erschwert, die Preise gewisser Dinge fast höher als die Berge welche das Dorf umstellen und der Winter wird hart. Der Weiler in welchem ich mich niederlasse, kann ausserdem durch drohenden Lawinenniedergang von der „Aussenwelt“ abgeschnitten werden… Ergo hab ich mir im Vorfeld noch reichlich „Vorräte“ aus benachbartem Grenzraum zugelegt welche mir das entspannte Ausharren hier oben möglich machen sollen. Nein, Keine Panik (!) – akkurate Vorbereitung eben. (by the way – 3 Ster (=ca. 3 m³) Brennholz in 1 Meter Spalten für den kommenden Winter sind bereits bestellt… )

Bald einmal war mir klar,

„Mein Rücken“… muss fast dem Volumen eines Mercedes Benz Sprinters mit Superhochdach entsprechen. Daaas gibt doch mehr zu tun… Soviel also zum Vorsatz… 😂

„Möbelpacker“ mögen einen vom buckeln des Haushaltes erlösen… dafür müsste aber das Portemonnaie die Auslagen stemmen… Mehr spasseshalber liess ich mir eine Offerte für das „Zügeln“ (CH für Umziehen) erstellen mit diesen Angaben;

  • 2 1/2 Zimmer Whg. 
  • 271km Fahrtkilometer ein Weg  = mindestens 4 Stunden
  • auf dem Berg 80 Meter zu Fuss in steilem Terrain z.T. ohne Weg… bis zum Chalet
  • Chalet mit 3 Etagen – Möbel zum Teil über Fassade einbringen…

erhielt ich, nicht überraschend, eine (unverbindliche!) Richtofferte über einen dreifach vierstelligen Betrag…

Ich sah meine „Jung-Mannschaft“ schon Zähne knirrschend am Berg stehen… Meine Söhnemänner (und mein „BF“) haben jedoch keine Sekunde gezögert. Die „Umsiedlung“ geht nicht in fremde Hände – bleibt unter uns. Derweil konnte ich uns noch einen modernen Maulesel als „Zügelhilfe“ am Berg organisieren…

Freitag 18:00 traf also ein wer konnte und wir luden den Wagen… Zu unser aller „Freude“ goss es bald wie aus Eimern… und der Tag erlosch rasend schnell unter diesem tief verhangenen Himmel. Im dunkeln Nass wurde „das Tetris im Transporter“ dann natürlich zu einem reinen Kompromiss. Egal. 22:40 Ladung gesichert… Mannschaft zwischenzeitlich komplett.
Die kurze Nacht schlugen wir uns, in der bis auf das rote Sofa leergeräumten Wohnung, im Schlafsacklager um die Ohren… Schattenspiele und „ich seh ich seh -was Du nicht siehst…“ inklusive…

Die Abfahrt 06:00 wurde dann durch nicht weckbare Kizz und eine kurze Suche nach dem Wagenschlüssel knapp vereitelt… Wir schalten also einen Gang höher, drehen den Sound voll auf! damit er unsere Schlafminen entknittere… scheren bei der ersten Tanke noch einmal raus um fett „Frühstück-ungesund“ – Heisse Schockolade, Croissant’s, Espressi und Überaschungseier zu laden. Ab gehts!

Vernunft über Geschwindigkeit… ! Der Dauer-Regen sorgt für heftiges Aquaplaning im Alsphalt-Wasserpark der Schweizer N1. Bei diesen doch schwierigen Bedingungen kommen wir überraschend gut voran. Keine Unfälle oder andere Hindernisse… Die Ladung hält. Nach Bern beruhigt sich die Wetterlage allmählich und der Zeitverlust bleibt bis zum Autoverlad – nach 4/5 der Strecke – unter einer Stunde. Und wir haben Glück, es gibt da auch kaum Wartezeit. Unser Benz-Sprinter, ein monströses Vehikel verglichen mit dem Renault Clio vor uns, passt spielend auf die Bahnwagons welche gar Reisebusse schlucken mögen. Der Himmel ist tief verhangen, grau und nass – Lötschberg wirkt fast gespenstisch als wir anrollen… ein unwirkliches kindliches Gefühl von Spannung und Abenteuer umfängt mich… neben mir meine Jungs… Diesen Moment der Ergriffenheit behalt ich für mich… und lass in wirken für die Zeit in der wir durch den rabenschwarzen Lötschbergtunnel donnern…

46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O

Ein knappe Stunde später ist der Weg fast geschafft… Der Himmel über meinem neuen zu Hause ist noch unentschlossen – es reisst zwar stark auf, aber seltsames fast schon gewittriges Licht flutet das Panorama… Der nächste Wolkenbruch scheint nicht weit… Es „schont“ noch bei Ankunft auf dem Berg… das Terrain ist zwar feucht aber fest… Also bloss keine Zeit verlieren…


Die schweren Kisten braucht niemand den Berg hinunter zu tragen. Dafür ist der erwähnte Maulesel „Rocky“ – ein Raupen-Transporter – die hier oben unverzichtbare motorisierte Hilfe für alles zuständig.


Die Einrichtungsteile müssen aber doch mit Manneskraft eingebracht werden. Die drohenden Regengüsse sind uns im Nacken… weshalb erstmal alles ins Wohnzimmer verstaut wird… Hektik kommt dabei aber keine auf. Ausser kurzen Schauern gleich zu Beginn des Abladens bleiben wir und die Habseligkeiten sogar trocken… uuund werden mit wärmenden Sonnenstrahlen belohnt. Daas ist eben auch das Wallis… – die Sonnenstube der Schweiz.


Und so endet ein superlanger Tag – erfolgreich ganz ohne Pannen… Bei einem leckeren Abendessen beim Italiener lassen wir es uns schliesslich noch einmal verdient gut gehen…

Hier bin ich also…

DANKE DANKE – ❤️ HERZLICHEN DANK JUNGS 😘 und  „BF – Mac“ -GHETTO👊🏻

FÜR EURE RIESIGE UNTRSTÜTZUNG – IHR SEID UNGLAUBLICHE KLASSE !

HOFKNIX UND VERNEIG☺️

⌛EXP.  12.04.16  

⌛EXP.  12.04.16  

12. April 2016

⌛EXP.  12.04.16 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #8

Die letzten Jahre ging ich öfter fremd… gönnte mir tiefe Einblicke… flirtete jüngst mit vielen anderen Ideen und prüfte Engagements, „freelance’te“ nebenbei um anderen Philosophien zu begegnen. Wollte inspiriert werden. Wusste immer, dass es da draussen noch die Eine oder Andere gibt mit der ich intensive Erfahrungen sammeln und meinen Horizont erweitern kann. So wie einst, (es ist schon ein ganzes Weilchen her), als mich alle 2 – 3 Jahre nichts mehr hielt und es mich einfach weiterzog…
Nach dem ich mich mehr als 10 Jahre lang kreuzundquer durch viele Disziplinen hindurch ausbilden, studieren und weiterbilden liess – kam ich schliesslich hier an – und hier blieb ich. 

Die Zeit war also gekommen jetzt meine Erfahrungen einzubringen und mich auch um längerfristige Projekte zu kümmern.  
Davor war ich nicht etwa unstet, rast- oder gar planlos. Meine Entwicklung war ein Mix aus „Rucksack vollpacken“ wollen und Geduld haben müssen. Dass ich dann einem Haus mehr als 15 Jahre lang treu bleiben würde…(!), ohne diesem „Ziehen“ – welches ich gelegentlich verspürte – nachzugeben, das hätte ich selbst nicht gedacht. Die Bedingungen waren rundum einfach geradezu ideal –  es gab (noch) keinen Grund um weiterzuziehen. Kommt hinzu, dass ich mir damals „7 ruhige Jahre“ verordnete… ooookeeey… eigentlich meinem nächsten Umfeld „versprach“. Es ist wirklich ein gutes Haus in welchem ich Mentoren begegnete, die mich Wurzeln schlagen liessen. Sie bereiteten mir Möglichkeiten mich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Weiss ganz genau an wen sich meine grosse Dankbarkeit Heute richtet. Begann mich mit meiner Aufgabe – meinem Steckenpferd und dem Betrieb zu identifizieren und verwob schliesslich interdisziplinär… Derweil nahm ich mir weiterhin Zeit für das Schulzimmer – wenn auch mehr vor, als hinter der Schulbank… 

Der absolute „Durchbruch“ wollte dann nicht gelingen und die vielen Jahre Engagement zollten allmählich ihren Tribut… Der Spirit mutierte, lange unbemerkt, zu Pflichtgefühl… ich war längst über den Zenit… kam dem Ablaufdatum immer näher. Vor präzis einem Jahr stand ich dann noch vor den beiden Fragen;

„…nocheinmal einen Karrierekick suchen….und durch starten (?!?)“

„…das Ungewisse, die neue Herausforderung suchen (?!?)“

Ich entschied; mir gutes zu tun! 

Das heisst, das Streben nach (fachlich) immer höherem, wich dem Verlangen nach mehr Ausgeglichenheit. Achtsamkeit. Das besagte „Ziehen“ ist Heute ein Verlangen nach „Traum erfüllen“… um das zu tun… dem zu fröhnen… wonach mir der Sinn steht. Meinem Dasein – Lebensqualität zu geben! „Hoch hinaus“ gehen heisst Höhenmeter erklimmen… „Die Herausforderung – das Ungewisse“ wird sein, das kargere Leben in der Abgeschiedenheit zu meistern. So gesehen strebe ich (im Leben) unaufhaltsam weiter nach Höherem…  

⌛EXP. 12.04.16   

Lazy Dayz

Lazy Dayz

05. April 2016

Lazy Dayz 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #7

Die vergangenen 4 Tage, sind (für mich) die „letzten“ chilligen Tage gewesen, bevor es so richtig los geht. Diese konnte ich (ohne Scheiss – inklusive dem Zahnarzt-Termin) richtig entspannt angehen… und geniessen.

Mal alles beiseite lassen…! So kam ich am Samstag vom Nachtdienst ins Städtchen, packte mir im Café die grösste Zeitung des Landes und liess mir eine Chocolat Royal bringen… las sie wie immer von der Mitte her nach links beginnend… beobachtete amüsiert die Menschen welchen das Kissen noch im Gesicht zu kleben scheint… So hielt ich das schon vor 20 Jahren – Rituale sind überlebenswichtig – auch solche! Sohnemann abholen und schön für Fajitas einkaufen… 

Das Event am Abend war (mit vollen Bäuchen) der Hammer … das Wetterglück war Unser! Bis in die Nacht hinein haben wir, eben Sohnemann und ich, in der Sternwarte das Universum bereist. Fernab vom Lichtsmog – bei den „drei Eichen“ auf einer bewaldeten Anhöhe, stehen die Teleskope OpenAir auf dem Dach… von hier aus liessen sich Jupiter und Saturn, oder der Untergang des Winterhimmels – mit dem Siebengestirn Orion beobachten… perfekt! Haben uns über unvorstellbare Zahlen, Distanzen, Grössen und Phänomene unterhalten… Über Dinge und Gegebenheiten welche für das Leben in dieser Dimension im Grunde absolut irrelevant erscheinen. Gerade desswegen entfachen sie das philosophieren über „Sein“ und „Zeit“… erst recht bei einem 15 Jährigen. Wir spazierten noch plappernd durch Nachtschatten, Feld und Wald nach Hause und dachten noch immer laut nach, als uns gegen 2 Uhr allmählich die Augen zufielen… Das haben wir uns gegönnt – zwischen seinem Prüfungsstress und meinen Umzugskistentürmen.

  

Der Sonntagabend gehörte dann (spontan) ihr… Da fehlte noch etwas… Also klingelte ich einfach an ihrer Tür… Sie fand mich einfach unmöglich und wir lebten die umwerfendsten bewegendsten Stunden welche je eine Woche (monatelange gemeinsame Zeit) ausklingen liessen um ebenso eine neue Woche (ein Weiterziehen) anzufangen… Wenn es auch so sehr weh tut… Der Matrose verlässt diesen Hafen! Diese Emotionen nahm ich schwebend mit in den Montag-Morgen… (…) ich werde sie vermissen!)

Tingelte schon mit den ersten Sonnenstrahlen per Bahn gleich zum nächsten „Date“ – jaaa richtig, am Montag Morgen! War noch zum Brunch auf Sonnenterasse eingeladen… das war längst überfällig. Erst jetzt, da ich wegziehe – gelang uns das. Ein schöner  „lazy“ Monday Morning… dauerte bis tief in den Nachmittag hinein. So könnte echt einfach jeder Montag die Woche starten. 

Keinen Sonnenstrahl wollte ich verpassen diese Tage… So fläzte ich auch Heute schon in der Früh auf dem Sitzplatz in der Morgensonne. Schliesslich saugte ich schlendernd die Athmosphäre in diesem zauberhaften Städtchen auf und im Garten des „THEATER’s“ liess ich die Sonne bei zwei Espressi doppio untergehen…

Nun denk ich grad eben darüber nach, ob ich mir nicht noch eine leckere Rauchforelle mit Suplement gönnen sollte… eh ich mich zur Ganzkörperpflege in die heisse Badewanne hechte…

Nach und nach, lasse ich los… 

Lazy Dayz…  Ihr habt mir richtig gut getan…

Apéro riche

Apéro riche

01. April 2016

Apéro riche

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #6

Was ist angemessen dieses lange Kapitel zu schliessen…?

Habe einige Zeit über dieser Frage gebrütet.

Eine betäubende Anästhesiesause… (?). Clubing ist doch nicht meins, die steifen Betriebsessen mit starrer Sitzordnung sind mir immer schon zu wider gewesen… und sowas würde mein Budget regelrecht pulverisieren…

Noch was; Timing ist ja alles… Es ist zwar soweit täglich irgend Jemandem Adieu sagen zu „müssen“, aber ich mochte nicht meinen „Abschied“ mit der Belegschaft begehen, sondern wollte mich für die lange Zusammenarbeit bei Allen bedanken. 

So lud ich Heute Nachmittag (also Gestern), noch schlaftrunken (bin im Nachtdienst-Modus) zum gemütlichen Stelldichein… 10 Tage vor meinem Abgang. Ein gemütliches Beisammensein in ungezwungenem Rahmen bei herzhaften kleinen Häppchen und Walliser Weisswein (was sonst?), um einige Worte zu tauschen, Anekdoten zu teilen, „Interviews“zu geben,  herzliche Drücker zu verschenken und Handy-Nummern zu tauschen… Daaaas passt!

  

  
Nach 2 Stunden war das bereichernde Intermezzo schon Geschichte… ich noch müder aber zufrieden und happy mich dafür entschieden zu haben… 
Apéro riche

46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O 

46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O 

 

07. Februar 2016

46° 12′ 48.613″ N  / 7° 49′ 40.329″ O

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #5

Einmal quer durch die Schweiz…

„…was um Himmels Willen verschlägt Dich denn dort hin…(?!)“

Von

47° 42′ 19.959″ N / 8° 36′ 54.579″ O 


nach

46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O 

Es kann los gehen!

Die Verträge sind unterzeichnet, die Kündigungen bestätigt. Der erwartete „Ämtermarathon“ für den Kantonswechsel bleibt aus. (Yesss!) Überraschenderweise scheint in der bürokratischen Konföderation Helvetiens nichts leichter zu sein als den Kanton zu wechseln. Nur wenige Formalitäten sind also noch zu erledigen. Der Umzug selbst wird keine grosse Übung. Was ich brauche findet fast auf meinem Rücken platz. Meiner Umsiedlung steht also nichts mehr im Weg…

Meine Söhne, Familie, Freunde und Bekannten… Alle sind sie informiert. Die Unterstützung ist überwältigend. Meine strengsten Kritiker hatte ich als erstes – noch vor meinen Jungs – informiert. Sie lasse ich mir stets auf den Zahn fühlen.

Sie freuen sich darauf mit mir als ihren Guide auf Bergtour gehen zu können 😊

Der Tenor der Reaktionen ist

„…Das wünscht sich doch jeder und Du? Du ziehst es durch… – …beneidenswert…“

„…Du hast echt Eier… !“ Gestern in der Früh dann, fuhr ich mit einem guten alten Kumpel aus Jugendzeiten im ersten Bus des Tages zum Bahnhof…

„Ein Bier muss sein bevor Du Dich davon stiehlst… klar?-“ sagt es, schweigt kurz und… „-…ich muss schon sagen, Du hast echt Eier…!“

So direkt hat mir bisher nur er gesagt, dass sich DAS nicht Jede/r zutrauen, zumuten würde… . Seine unverblümte Floskel mag eine Plattitüde gewesen sein. Aber sie reihte sich an eine zuletzt oft wiederkehrende Frage;

„…was um Himmels Willen verschlägt Dich denn dort hin…(?!)“

Ich neige zur Gegenfrage „warum denn nicht…?“ ich wandere ja nicht gleich aus und bin ich ja längst nicht der Erste der seine Koordinaten ändert und 270 Kilometer weit weg zieht… Was selbst auch keine Weltreise ist. Obwohl… (;

Das „Oberwallis“ ist zugegeben schon eine ganz andere Welt…

Geographisch, klimatisch, landschaftlich, politisch, konfessionell, sprachlich wie kulturell – jaaa… ganz generell, sind die beiden Regionen komplett gegensätzlich. Gerade mal die durchschnittliche Niederschlagsmenge und der Steuerfuss sind einigermassen nah beieinander.

Die Walliser gelten (sind) als erzkonservativ und sehr eigen (!), ihre Mentalität und Kultur ist eher als rau und distanziert – denn als herzlich und „weltoffen“ bekannt.

Mir ist bewusst, „Grüezini’s“, also „übrige Deutschschweizer“ (wie ich einer bin) haben es angeblich besonders schwer hier aufgenommen zu werden. Sich im eigenen Land solchen Widerständen gegenüber zu sehen, solches Eis zum schmelzen bringen zu müssen, ist wohl DAS was Klischeegläubige vom Einzug im Wallis abschreckt… In den vergangenen knapp zwei Jahren bin ich da (unvoreingenommen) auf Tuchfühlung gegangen. Dieser angeblichen „Verschlossenheit“ bin ich dabei (noch) nicht begegnet. Habe mich da stets Willkommen gefühlt. Ich fahre da nicht nur für ein Weilchen zu Besuch hin, sondern lasse mich da nieder. Mir ist sehr bewusst, es liegt an mir, mich als „Üsserschwiizer“, wie alle „nicht Walliser“ Eidgenossen genannt werden, einzugeben und zu integrieren. Da mach ich mir keine Illusionen und bin gefasst dass ich dabei auch einiges falsch machen kann und werde… . Anekdoten dazu folgen in späteren Beiträgen…

Soviel zu meiner Interpretation woher die einleitende Frage rührt. Um sie zu beantworten, werde ich mir Zeit lassen und dabei das Wallis und seine Vorzüge nach und nach hier in mindestens 13 Sternen potrtraitieren.

Jetzt aber kommt erst einmal der Umzug… nach
46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O