Randnotiz #14 ☀️ Morgentau…

Randnotiz #14 ☀️ Morgentau…

28. Mai 2016

Randnotiz #14 „☀️ Morgentau…“

Lauschen den Grillen welche ihre morgendlichen Liebeslieder in den reifen Magerwiesen der Sonnengefluteten steilen Hänge zirrpen…

…und den Morgentau noch vor der Kraft der Sonnenglut von all den würzigen Halmen labten…

…wärend die vielartigen fleissigen Immen den Nektar emsig vor der „Hewet“ noch in ihr Gewahrsam sammelten…

Fern das treue tiefe zufriedene Rauschen der Gletschermilch welche in der Vispa zu Tale raunt und das Glockenbimmeln der Eringer von den rundum liegenden Weiden füllt die Szene mit Heimat aus…

…und wir …(?) wir nahmen entspannt unser Frühstücken – vor dieser üppig klangvoll pitoresken Kulisse welche all unsere Sinne verwöhnt…

Geniessen was der Moment ergibt…

Macht es genau so und lasst es Euch gut gehen!

17° C Schnee (ein erster Augenschein)

17° C Schnee (ein erster Augenschein)

26. Mai 2016

17° C Schnee (ein erster Augenschein)

Neue Kapitel (mit 13 Sternen)#15 

Tourenbericht… #1

Seit ich vor 5 Wochen her gekommen bin, spüre ich ein Ziehen in den Füssen… eine gewisse Ungeduld… Die Vorfreude auf die kleinen und grossen Berg-Touren! Es ist herrlich motivierend dieses Kribbeln beim Anblick dieser unvergleichlichen Umgebung… Dieser muss ich aber noch tapfer wiederstehen. 

Meine Fitness lässt noch zu wünschen übrig. Für mehrtägiges alpines oder gar hochalpines Programm reicht sie nicht ohne weiteres aus. Heisst;

Step by Step! Erstmal ist geduldig akklimatisieren angesagt. So gut es halt geht Höhe gewinnen… sozusagen. Touren über die 4000er Grenze (T5 – T6) sind nicht damit zu vergleichen was ich bisher zwischen 2400 und 3300 Metern (T3 – T4) bewältigte. Kommt hinzu, dass ich auf diesen Höhen zu verweilen beabsichtige. Eine längerfristige Adaption an die grossen Höhen ist aufwändig und unumgänglich – aber absolut möglich. Eine vollständige Akklimatisierung fällt statistisch gesehen dem Betagteren (wie mir) leichter als Jungen… Um die selbe Leistung zu erbringen muss ich allerdings härter trainieren. Keine Illusionen: Selbst bei bestem Training ist nicht sicher, dass sich die 4000er von mir begehen, besteigen und überqueren lassen. Bedingt akurate Vorbereitung. Bedeutet langes und gezieltes Höhentraining… sehr viel Gedankenarbeit. Zum Einen das Studium von Kartenmaterial, Routen und Tourenprofilen, Erfahrungsberichten, Bulletins und Wetterdaten. Zum Andern von (Patho-)Physiologie, möglichen Prophylaxen und „Therapien“ / Verhalten im Fall von auftretenden Symptomen, Metheorologie, Gletscherkunde und Ernährungslehre… 

Die Theorie kann ich von überall bequem online erarbeiten oder repetieren. Die „Knochenarbeit“ werde ich, neben dem Training dann direkt am Berg leisten müssen. Denn nur in der Praxis werde ich, mein Verhalten an den (ungeahnten) Grenzen des eigenen Körpers und Geistes, mich als limitierenden (Risiko-)Faktor, kennen und akzeptieren lernen. Ich als Organismus. Meinen Methabolismus, Energiehaushalt, Kreislauf, meine Atemtechnik, meine Reserven, das Zusammenspiel von Physis und Psyche… Da kenn ich mich schlicht noch nicht ausreichend.

Ich muss mich als Anfänger bezeichnen. Beginne quasi bei Null. Und als eine solche Null bin ich dann vergangenen Samstag auch gestartet – um einen ersten Augenschein zu nehmen von den Bedingungen wie sie hier im Frühjahr sind. 


Der Aufstieg in den frühen Morgenstunden… Als erster Mensch seit Monaten auf der Route 

 „störe“ als erster die Steinböcke… 

…steige über und unter „Winterschäden“ durch die Lärchenwälder oberhalb der Schalb-Alp…

Raste an aperer Stelle wo der Embd-Bach erstmals zum Vorschein tritt – hier oben liegt er bis auf 2200 Meter hinunter noch meist unter einem Meter Schnee verborgen. 

…zeichne erste Menschenspuren auf den Lawinenniedergängen…

und in die Schneefelder unterhalb Augstbordstafel

Die steilen Hänge sind noch unwegbar bedeckt. An eine Begehung ist allein nicht zu denken. 

Also stosse ich auf dem Saum des Schneefeldes – in sicherem Abstand parallel zum bedeckten Bachbett noch einige Höhenmeter in Richtung Pass vor…


…schliesslich ist die Schneedecke geschlossen… 


Gegen Mittag herrschen an der Sonne 17° C auf etwas mehr als 2400 Metern… Das lädt zum verweilen ein… Einatmen, ausatmen… einstimmen auf was ich mir vornahm… Eh ich mich auf den herrlichen Rückweg begebe. 

Das war das Vorsondieren auf mir zwar sehr vertrautem Terrain, aaaber, mit komplett neuem Fokus. 

Das fühlt sich anders, Ja, ganz anders an… Aufregend und bereichernd zu gleich… 

17° C Schnee (ein erster Augenschein) 

Fortsetzung folgt…

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

23. Mai 2016

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

An dieser Stelle hätte mein Beitrag „17° Schnee – erster Augenschein auf 2400 Metern“ erscheinen wollen…

Was dieser Mai hier grad für Wetterkapriolen schlägt – runzelt den sonnenverwöhnten Wallisern die Stirn – und veranlasst mich Euch an Stelle dessen erstmal dieses wohlig wärmende Bild zu senden.

Mir verdirbt ja Wetter sogut wie nie die Laune – da ich den Tag meist nehme wie er kommt und mir für alle anderen Fälle einen Plan B zurecht lege. Mir ist pudelwohl bei diesem auf und ab (Gestern 17°  Heute 0° )

Mütze, Schal und Handschuhe sind noch nicht verstaut…  Das Kaminfeuer knistert leise und lässt es heimelig (im Mai) warm werden, weckt Lust auf Fondue, Punch… Zweisamkeit… – ok, auch auf Sex vor dem Kamin… …😇😈

… eine heimelig sinnliche Nacht im Mai  wünsch ich Euch allen😉

❤️lich Willkommen

❤️lich Willkommen

22. Mai 2016 

❤️lich Willkommen

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #14

Es braucht manchmal ja echt nicht viel…

Heute Mittag chille ich vor meinem Chalet in der Sonne und verfasse relaxt den vorherigen Beitrag… 

Da kommt die kalte Schnauze von Bruno – dem Juralaufhund meiner Nachbarin ums Eck… – Hinter ihm, an der straffen Leine bringt er sein Frauchen mit…

Sie bringt mir spontan ein Stück Apfelkuchen mit… Sie habe sich von vergangenem Sommer daran erinnert, dass ich den so gerne mag… Sagt sie … ☺️ 

Sie blieb dann kurz zum Kaffee und wir plauderten einige Minuten eh sie mit dem Hund wieder aufbrach…

Was gibt es für ein schöneres Willkommen… als einen spontanen aufmerksamen Besuch der Nachbarin…?


Ich bin angekommen… 

Randnotiz #12 „iischi Sprach“

Randnotiz #12 „iischi Sprach“

22. Mai 2016

Randnotiz #12 „iischi Sprach“ 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #13

 Ein grosser Schritt Entgegenkommen mitten aus dem Oberwallis. Handreichung in Form einer App. Nachhilfe für jedwelchen Zuwanderer – wenn auch mit mehr als nur einem Augenzwinkern 😂

Facts! 

– „Üsserschwiizer“, Deutsche und andere Zugewanderte sind im Wallis (wie das überall sonst auf dem Erdball auch der Fall ist) angehalten sich an die neue Umgebung „anzupassen“. 

– Heisst, sich (uns) wissbegierig und interessiert auf die Menschen, deren Eigenheiten, ihr Denken, ihre Kultur, ihre Geschichte und die daraus erwachsenen Philosophien einzulassen.  … 

– Mit der Sprache beginnt das Verstehen und das Verständnis, die Verständigung und die Verständlichkeit… „iischi Sprach…“ ist unsere Sprache.

– Sie (Wir) werden nicht per se ausgegrenzt… 

Die App. ist nicht mehr die Jüngste – 

But Have Fun und sowieso, gönn Dir Heidadorf

„Wallisertiitsch“ von Heidadorf Visperterminen Tourismus https://appsto.re/ch/0GKWK.i

PS:

Klammerauf: Üüübrigens… Als Schaffhauser – bis kürzlich unmittelbar an der „Schweiz-Schwäb’schen Grenz“ dahoim… bin ich auch mit der Dialektik der Deutschen Nachbarn sehr vertraut. Ein Thema welches echt einen eigenen Blog verdient. – und von Schwaben wird auch Sprach-Hilfe-Unterricht angeboten 😉 Klammerzu!

Achtsamkeit…

Achtsamkeit…

19. Mai 2016

☀️Guten Morgen zusammen.

Heute ist einer dieser seltenen mit dicksten Wolken tief verhangenen Regentage hier… Die Bergtäler liegen gespennstisch da… es ist Still… Dieses Kleid schluckt selbst das Rauschen der Vispa – welches diese Hänge eigentlich immer mit ihrem tiefen Rauschen berieselt 

Nur die Tropfen klopfen an das Dachfenster – und es gurgelt leise in der Dachrinne… Stehe vor der Tür mit meinem Espresso in der Hand und bin zufrieden dass ich habe was ich hab… 


Da erinnere ich mich an den kleinen Beitrag von Anfang Jahr…

In diesem Sinne

Habt einen wundervollen Tag ☺️

Achtsamkeit…
vom 01. Februar 2016

„Achtsamkeit……blick um Dich, halte inne, nimm Dir die Zeit für DIESEN Moment – mit allem was ihn umgibt, was in ihm wohnt und ihn bekleidet… 

Der Autor©

Authentisch sein

Authentisch sein

Ein schöner Beitrag welcher sich nahtlos in das Thema „Selbstliebe“ einfügt…

Sich selbst sein… Bei sich sein… Achtsam und Authentisch sein…

Danke Samu

mitteninsherz moment

Das Große ist nicht dies oder das zu sein, sondern man selbst zu sein.
Sören Kierkegaard

Die letzten Tage wurde mir wieder einmal auf’s neue bewusst, wie wichtig es mir ist, authentisch zu sein!

Ich spüre, dass dieses Thema einen hohen Stellenwert in meinem Leben hat. Authentisch sein, wünsche ich mir auch von den Menschen in meinem Umfeld, von meiner Familie, meinen Freunden, meinen Mitarbeitern.

„Angewendet auf Personen bedeutet Authentizität, dass das Handeln einer Person nicht durch äußere Einflüsse bestimmt wird, sondern in der Person selbst begründet liegt. Gruppenzwang und Manipulation beispielsweise unterwandern persönliche Authentizität.“

Wie oft dargestellt, steht für mich Authentizität auch nicht im Gegensatz zu einem angenehmen Zusammenleben, sich einordnen können, sich anpassen können. Ich denke eine gesunde Mischung von Authentizität und Sozialkompetenz sind die idealen Voraussetzungen für reifes Handeln.

Für mich geht es dabei um die Kunst sich selbst zu sein, zu sich, seinen Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen zu…

Ursprünglichen Post anzeigen 50 weitere Wörter

Mirror Mirror…

Mirror Mirror…

16. Mai 2016

Selbstliebe #2/3

Mirror Mirror

**Mich zu sehen wie ich bin – Potential…

Zu lieben was ich da seh‘ – BeiMirSein

Mir vorszustellen was ich gerne sehen würde – Ansporn

Mich zu sehn wie ich mich sehen will – Stillstand…

Mein Spiegelbild ist das ehrlichste was es gibt.**

Der Autor©

Selbstliebe… Ein grosses Wort…
…als „Egoismus“ verkannt – vielleicht eines der grössten Missverständnisse unserer Gesellschaft…

Es geht um Achtsamkeit nicht um Hochmut, um Selbstrespekt nicht um Narzismus, eben um Selbstliebe nicht um Egoismus.

Wo beginnt die Achtsamkeit, wo endet der Selbstrespekt…? Wo gedeiht das Selbstvertrauen, wo wuchert die Niedertracht… ?

(Darauf komme ich in Selbstliebe #3/3 zurück)

Mantrazirkel wie mein „Mirror Mirror“ sind Zuspruch – manchmal – wenn nötig an jedem neuen Tag… Meine Schulterschlüsse mit mir selbst! Sie lassen mich aufrecht gehen und dabei die Bodenhaftung nicht verlieren. Und sie mahnen mich zugleich, mich stets so zu verhalten, dass ich Anderntags wiederum ungeniert in den Spiegel hineinblicken und ein ungetrübtes (wenn auch nicht zwingend vertrautes !) Bild antreffen darf…

Exkurs;

Damit, dass ich täglich im Angesicht meiner geliebten übermächtigen Bergwelt aufwachen darf schliesst sich für mich mehr als nur ein Kreis. Die Erkenntnis, dass ich bedürftig war, mir dann Zeit für mich nahm um mir Fragen zu stellen und irgendwann „verstand“ weshalb ich mich aufmachte, was und wohin ich will… 

Sie führt mir tagtäglich meine Bedeutungslosigkeit vor Augen… erdet mich. Wie für viele Menschen ihr Glaube an Gott, steht diese für mich für Bescheidenheit und Mässigung… Nimmt sie mir die Last von den Schultern…  

„Für mich wäre das Nichts“ 

schrieb mir eine Bekannte vor wenigen Tagen per WhatsApp Message… Genau darum geht es. Zu wissen was ich will, begann damit mich erstmal zu öffnen um heraus zu finden was ich nicht (mehr) will! Was mich erdet und ruhig sein lässt, kann für andere anstrengend sein oder beengend wirken… 

So wie ich nicht von mir auf andere schliessen kann, können andere auch nicht von sich auf mich schliessen! Für unser Wohlbefinden sind wir alle selbst verantwortlich…

Und damit zurück zur Selbstliebe;

„fabrum esse suae quemque fortunae“

Appius Claudius Caecus 

Jeder schmiedet selbst sein Glück / jeder ist seinens Glückes Schmied…

Das heisst, die Quelle meiner Energie kann allein ich nur sein…(!)

***…Der Glaube an sich selbst ist nicht delegierbar!…***

Der Autor©

Wenn diese Verantwortung also ganz bei mir allein liegt, auferlege ich mir damit nicht eine untragbare Last? Kann ich mir selbst denn Last (lästig) sein?. Solche und andere Fragen trieben mich um. Ich nenne es achtsam im Umgang mit mir sein! Das in mich horchen, meiner Gefühle lauschen und sie alle, wirklich alle auch ehrlich zulassen! Hemmung? Oooh ja die war da… Unbehagen? Ja auch das tritt immer mal in Vorschein wenn ich schürfe in den bald zerfurchten Ebenen meiner Gedanken. Seit ich wieder zulassen kann mich zu hinterfragen, mich täglich neu zu entdecken kann ich mir fremde (auch unangenehme) Seiten eher annehmen.

Zweifellos erfordert das (schonungslose schmerzhafte) Ehrlichkeit mit mir. Die Bereitschaft aufzubringen meine Schwächen als Teil von mir zu akzeptieren und an meinen Fehlern zu arbeiten. Mich auszusetzen, etwas zu wagen, hinzufallen und wieder aufzustehen, mich zu verirren, fehlbar zu sein und mir selbst zu verzeih’n, über mich zu lachen…

Das (Ur-)Vertrauen daran wachsen zu können… Das Selbstvertrauen… unbeirrt meinen (Um-)Weg zu gehen!

Die Selbstliebe macht uns ganz und gar zu dem, was wir sind! 

Claude-Adrien Helvetius, (1715 – 1771)

Selbstvertrauen bedeutet nicht, Rücksichtslos mich über alles und jeden hinweg zusetzen und mir zu nehmen was ich kriegen kann… !

Selbstvertrauen heisst, an mich zu Glauben! Meine Selbstachtung, meinen  Selbstrespekt nie zu verlieren. Heisst, für mich einzustehen, mir die Würde zu bewahren und mir in allen Dingen selbst treu zu bleiben. Mich weder von wiedrigen Zeitgeistern verunsichern noch vor fremde Karren spannen zu lassen. Mich niemals weder von Wiederlichkeit beeindrucken noch von Niedertracht einschüchtern – geschweigedenn unterdrücken zu lassen…  Achtsamkeit. Bei mir sein. Selbstliebe…!

**in der Achtsamkeit gedeiht das Selbstvertrauen…

…im fehlenden Selbstvertrauen wuchert die Niedertracht**

Der Autor©

Randnotiz #11 „Du, ich, wir, uns…“

Randnotiz #11 „Du, ich, wir, uns…“

15. Mai 2016

Randnotiz #11 „Du, ich, wir, uns…“

Du, ich, wir, uns…
An so manchen Tagen… Sturmfrei, Kinder weg, Handy aus, herrscht der Dresscode… „Partnerlook“= eine einzelne Decke für uns Zwei…

Zeit um hemmungslos einfach alles rundherum zu vergessen, die Welt ganz sich selbst zu überlassen…

Momente für welche es sich zu sterben löhnte – für einmal Stunden lang… von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang… zu leben. Bei diesen schwindelerregenden Flügen zu den Sternen in atemberaubender Leidenschaft badend die elektrisierenden Energien aufsaugen… Mit diesen Düften aus Glückshormonen vollgetankt schier aus der Trance zu erwachen, mit vibrierendem Körper, Bärenhunger und Muskelkater in einen neuen Tag starten zu dürfen…

.. da gibt es Nix als das

Du, ich, wir, uns…


(Das wünsch ich Euch allen von Herzen…)

…endgeil !

…endgeil !
Heute 06:07 Morgenpanorama zwischen Heiligkreuz bis St.Peter & Paul

 06. Mai 2016

…endgeil !

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #12

Manches im Leben ist „gegeben“…, scheint vorgezeichnet und/oder ergibt sich zwangsläufig als eine Unabwendbarkeit, eine Gesetzmässigkeit, ein „notweniges Übel“…  naturgegeben oder nicht.

Schweife hier kurz ab – werfe einen kurzen Blick in die Antike auf eine Notiz die mich oft schon schmunzeln liess…  

„Heiraten ist, wenn man’s bei Licht besieht, ein Übel, ein notwendiges Übel.“ 

Ménandros (Menander)

Dieser – eher mit einem antiken Augenzwinkern – denn ernst gemeinten Seitenhieb an die Frau – unterschreibt noch Heute so Mancher und er zeigt eben auf, Übel hin oder her, man lässt/liess sich doch (sehr gerne) darauf ein. 

Damit aber zurück zu einem (meinem) alltäglichen Mühsal, notwendigen Übel, welches am Ende  doch Jeder – Tag für Tag – (und im Grunde sehr gerne) auf sich nimmt… Das frühmorgendliche „raus und auf Arbeit müssen (dürfen)…“ Ohne Arbeit kein Arbeitsweg. Dem (dürfen)… gehört also die Beachtung! 

Hier oben im Oberwallis darf ich bereits seit einigen Tagen arbeiten. Tag für Tag nehme ich diesen Arbeitsweg in Angriff. Der Winter wird mir hier gnadenlos seine harsche Seite zeigen – dessen bin ich mir bewusst. Werde ich als Neuzugezogener, als „Üsserschwiizer“ gefragt „…und wo wohnst Du…?“ schreckt meine Antwort oft selbst die Hiesigen und Einheimischen Oberwalliser! Ein ungläubiges Staunen 😳 durchfährt so manches Gesicht. „wie…?“ „Nein… ist nicht wahr oder…?“ „…wer tut sich das an…?“ „Du verarscheisserst mich jetzt…?“ oder „…allein der zehrende Arbeitsweg… sich den antun zu müssen… undenkbar!“

Doch! Eben allein mein Arbeitsweg… sich diesen antun zu dürfen ist unfassbar…! Ein Segen, eine Belohnung das erleben und geniessen zu dürfen. Einfach nur Befreiend. 

Mag sein, vielleicht habe ich eine ganze Wand draussen. 

Aber ich suchte bewusst dieses Extrem… Wer hier oben Leben will, muss (nicht nur) diesen Arbeitsweg in Kauf nehmen… Will mich „klein“ fühlen – nicht so wichtig nehmen dürfen. Dafür werd ich mich auf den Berg einlassen, an ihm wachsen… 

Das „bequeme Leben“ hatte mich ausgezehrt… nicht glücklicher gemacht. 

Was ich im Leben auf mich zu nehmen –  an grossen Entscheidungen zu treffen bereit bin, das entscheide ich mit Herz und Seele… Was daraus erwächst ist ganz allein, meinem Kopf meinem positiven Denken überlassen.  
Wie gesagt, allein mir dieses alltägliche Mühsal, dieses notwendige Übel, diesen „Arbeitsweg“ antun zu dürfen ist unfassbar…! Unvergleichlich, einfach nur… 

…endgeil… !


Die letzten 60 Sekunden meines spektakulär schwindelerregenden  Arbeits- / Heimweges

Die Gondel zieht mich auf die „Flüo“ (Flüh) wo ich zu Hause bin. Oben auf der Flüo – auf der Klippe, sind die Häuschen (Hiischji) – mein zu Hause – und Stadel sichtbar…