Jahrring…

Jahrring…

31. Dezember 2016

Jahrring…



Ein Jahrring schliesst allmählich… still wachsend im Heute vollendet…

Ein Jahrring spriesst gemächlich… leise treibend dem Heute zugewendet… 

Ein Jahrring… 

…ein Neubeginn der stets von Innen keimt. In seinem vollen Umfang liegt er dem Vergangenen an – Prägt ihm exakt dieser Moment, das was das Leben ihn nennt – was sich dann künftig in ihm lesen lässt… 

Ein Jahrring…

…ein Zeuge der sich auf das Leben reimt. Schliesst er sich zu gegebener Zeit für das – dass er untrennbar Teil des grossen Ganzen bleibt, als Kreis in seiner Mitte sich gen Aussen dehnt – stetig immer weiter wächst… 

Von Herzen ein achtsames 2017

 

Worum das Leben sich dreht… 

Foto by lonsm.cwboy

14. Dezember 2016

Worum das Leben sich dreht…

Dem weinenden Philosophen Heraklitos Ephesius (Ἡράκλειτος ὁ Ἐφέσιος) wird das Zitat zugeschrieben;

Die einzige Konstante im Universum ist der Wandel (...)

panta rhei

Hērákleitos ho Ephésios

Das gilt auch für mein Leben…

„Kommen und (Ver-)Gehen…“ – oder auf das Sein übertragen – eben Annehmen und Loslassen… DAS sind die Tiden einer jeden Existenz!

(Ver-)Ändern heisst für mich loslassen! Nichts was leicht fällt… nichts was man einfach mal so kann – hat man es einmal „gelernt“… Sondern etwas was immer aufs Neue „geübt“, ja geübt und überwunden werden muss – und nur um auch gleich wieder verlernt zu werden… .
Einzig die Bereitschaft „anzunehmen“, glaube ich, ist mit dem „Vertrauen in das Leben“ lernbar. Damit öffne ich mich dem was vor mir liegt und gebe Frei was war.

DANKBAR es erlebt, erfahren, gesehen, gefühlt, gegeben oder bekommen zu haben… lass ich gerne los und wachse stets daran.
Loslassen… ist für mich ein sehr bewusster Akt der FREIgabe geworden. Bisweilen ein Trauern, ja, ein Erkennen… ein Einsehen… auf jeden Fall. So macht es auch betroffen und kann (darf) gewiss auch sehr schmerzhaft sein! Ob die Kinder, (nahestehende) Menschen, Ziele, Pläne, Werte, Träume, Illusionen oder auch „Glauben“ los zu lassen – ist immer auch ein „Abschied“ in seiner einzigartigen einmaligen Konstellation! Es stellt stets eine eigene Herausforderung dar… der ich mich weder mit negativem Denken stellen noch mit „Klammern“ beikommen kann… Loslassen ist kein Aufgeben.

Eine Frage der Sichtweise!

wie ich begann das Loslassen anzunehmen… habe ich aufgehört etwas aufzugeben…
Der Autor©

Was heisst das für mich und mein Leben…?

Diese Gewissheit ist befreiend, entlastend. Lässt mich ruhiger, leichter und bewusster leben. Sie lässt mich im Moment verweilen – mich dem Leben dankbar hingeben und mich in seinen Schwingungen aufgehen oder getrost treiben… um mich auf das Wesentliche blicken zu lassen. Achtsam!
Das Leben wird mich bis zum Ende noch einige Male geändert haben… und DAS möchte ich GELEBT nicht erduldet haben.

So werde ich mich erfüllt und dankbar dem Letzten annehmen was mir dereinst zu tun bleibt…

dem Loslassen meines Lebens…

Lieber Lehrer Leben
DANKE!

Foto by lonsm.cwboy

Hüttennacht

Hüttennacht

16. August 2016

Hüttennacht



Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #16

Ein glühend heisser Tag stürzt mit zauberhaftem Lichtspiel in die glasklare kalte Nacht. Bald ist er Geschichte, bleibt als ein Hauch von wundersamer Erinnerung mit der Gewissheit… Habe ihn gesehen, gefühlt, gelebt. Meine etwas schmerzenden Füsse geben mir Zeit ihn wahr zuhaben… tiefe Zufriedenheit legt sich um mich…

Sitze noch einen Augenblick auf dem Scheiterhaufen vor der Hütte – bis die Sonne das Heute vollends nach Westen neigt. Der Bergbach raunt steil zu Tal, selbst hier über der Baumgrenze zirpen die „Hewwstraffil“ pausenlos, Steinwild äst gar unbeirrt und quert direkt über dem Hüttendach… (Denke mir; Der Wolf scheint weit zu sein). Bald legt der Mond mit seinem Silber weiche Schatten in die schroffen Felsen… 

Es ist Zeit ihm die Szene zu überlassen… Die Kerzen auszupusten und in den Schlafsack zu kriechen… Der wartende Morgen hält viel bereit. Ein letzter Blick aus der Kammer, verliere ich mich in Gedanken… Ein Geschenk! Gleichwohl ich diesen Augenblick, diese Freiheit in der wilden unwegsamen „Abgeschiedenheit“ für mich geniesse, weiss ich um den Wert, das Glück, diesen Schatz teilen zu dürfen… so dringt dieser Moment tief Mitteninsherz… 

Diesem widme ich meine Hüttennacht.

Randnotiz #16 „Die Erfüllung…“

Randnotiz #16 „Die Erfüllung…“

04. Juli 2016

Randnotiz #16 „Die Erfüllung…“

Unscheinbar scheint was kaum Beachtung findet…

Wert zu haben glaubt was üppig opulent mächtig sich präsentiert…

Welch Irrtum.

Die Kleinigkeit ist es welche den Unterschied macht… eine Geste des Vertrauens, ein Wort der Zuneigung, ein Silberstreifen in der Dämmerung, ein kleines Zeichen des Lebens mitten auf dem Weg…

Der süsse Augenblick… der Dich verzaubern mag… er liegt vor Dir immerdar… ist das einzige was wirklich von Bedeutung ist… er wird nicht wiederkehren.

Halte Augen, Ohren und Herz offen… nimm ihn an – lass ihn Dir nicht entgehen… gönn ihn Dir… erfülle Dich…

(Danke für jeden Mitteninsherzmoment)

Randnotiz #15 „Lindensüss“

Randnotiz #15 „Lindensüss“

06. Juni 2016

Randnotiz #15 „Lindensüss“

So ahnungslos ich durchstreife…

…den schwül warmen Juniabend

fast schon gedankenverloren…

…entlastend‘ Wolkenbruch ahnend

durch uralt historisch Gemäuer…

…auf steiler Gass‘ mein Heimweg beginnt

die tiefe Turmglocke eben verhallt…

…welch himmlisch‘ Note mich durchdringt

ein einz’ger Stamm…

…nichtmal gross aber unerhört betörend

prall üppig so oppulent…

…nicht nur der Biene Sinn verwöhnend

ja schwanger ist die feuchte Luft…

…von zauberhaft Lindensüssem Duft

Als ich ein kleiner Junge war, stand vor meinem Zimmerfenster eine haushohe Linde mit zwei Seilschaukeln an den mächtigen Ästen…

Heut Abend fühlte es sich für einen Augenblick so an… als würde ich auf dieser Schaukel sitzen… der Duft dieser jungen Linde mitten im alten Visp, trug mich unvermittelt dorthin zurück in der Zeit…

Was blos wären wir ohne unsere Erinnerungen…?

Randnotiz #14 ☀️ Morgentau…

Randnotiz #14 ☀️ Morgentau…

28. Mai 2016

Randnotiz #14 „☀️ Morgentau…“

Lauschen den Grillen welche ihre morgendlichen Liebeslieder in den reifen Magerwiesen der Sonnengefluteten steilen Hänge zirrpen…

…und den Morgentau noch vor der Kraft der Sonnenglut von all den würzigen Halmen labten…

…wärend die vielartigen fleissigen Immen den Nektar emsig vor der „Hewet“ noch in ihr Gewahrsam sammelten…

Fern das treue tiefe zufriedene Rauschen der Gletschermilch welche in der Vispa zu Tale raunt und das Glockenbimmeln der Eringer von den rundum liegenden Weiden füllt die Szene mit Heimat aus…

…und wir …(?) wir nahmen entspannt unser Frühstücken – vor dieser üppig klangvoll pitoresken Kulisse welche all unsere Sinne verwöhnt…

Geniessen was der Moment ergibt…

Macht es genau so und lasst es Euch gut gehen!

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

23. Mai 2016

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

An dieser Stelle hätte mein Beitrag „17° Schnee – erster Augenschein auf 2400 Metern“ erscheinen wollen…

Was dieser Mai hier grad für Wetterkapriolen schlägt – runzelt den sonnenverwöhnten Wallisern die Stirn – und veranlasst mich Euch an Stelle dessen erstmal dieses wohlig wärmende Bild zu senden.

Mir verdirbt ja Wetter sogut wie nie die Laune – da ich den Tag meist nehme wie er kommt und mir für alle anderen Fälle einen Plan B zurecht lege. Mir ist pudelwohl bei diesem auf und ab (Gestern 17°  Heute 0° )

Mütze, Schal und Handschuhe sind noch nicht verstaut…  Das Kaminfeuer knistert leise und lässt es heimelig (im Mai) warm werden, weckt Lust auf Fondue, Punch… Zweisamkeit… – ok, auch auf Sex vor dem Kamin… …😇😈

… eine heimelig sinnliche Nacht im Mai  wünsch ich Euch allen😉

Achtsamkeit…

Achtsamkeit…

19. Mai 2016

☀️Guten Morgen zusammen.

Heute ist einer dieser seltenen mit dicksten Wolken tief verhangenen Regentage hier… Die Bergtäler liegen gespennstisch da… es ist Still… Dieses Kleid schluckt selbst das Rauschen der Vispa – welches diese Hänge eigentlich immer mit ihrem tiefen Rauschen berieselt 

Nur die Tropfen klopfen an das Dachfenster – und es gurgelt leise in der Dachrinne… Stehe vor der Tür mit meinem Espresso in der Hand und bin zufrieden dass ich habe was ich hab… 


Da erinnere ich mich an den kleinen Beitrag von Anfang Jahr…

In diesem Sinne

Habt einen wundervollen Tag ☺️

Achtsamkeit…
vom 01. Februar 2016

„Achtsamkeit……blick um Dich, halte inne, nimm Dir die Zeit für DIESEN Moment – mit allem was ihn umgibt, was in ihm wohnt und ihn bekleidet… 

Der Autor©

Randnotiz #11 „Du, ich, wir, uns…“

Randnotiz #11 „Du, ich, wir, uns…“

15. Mai 2016

Randnotiz #11 „Du, ich, wir, uns…“

Du, ich, wir, uns…
An so manchen Tagen… Sturmfrei, Kinder weg, Handy aus, herrscht der Dresscode… „Partnerlook“= eine einzelne Decke für uns Zwei…

Zeit um hemmungslos einfach alles rundherum zu vergessen, die Welt ganz sich selbst zu überlassen…

Momente für welche es sich zu sterben löhnte – für einmal Stunden lang… von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang… zu leben. Bei diesen schwindelerregenden Flügen zu den Sternen in atemberaubender Leidenschaft badend die elektrisierenden Energien aufsaugen… Mit diesen Düften aus Glückshormonen vollgetankt schier aus der Trance zu erwachen, mit vibrierendem Körper, Bärenhunger und Muskelkater in einen neuen Tag starten zu dürfen…

.. da gibt es Nix als das

Du, ich, wir, uns…


(Das wünsch ich Euch allen von Herzen…)

Quidquid agis….

Quidquid agis….

Liebe Jan Jan

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

„Was auch immer du tust, tu es klug und bedenke die Folgen.“

Dieser „Blickpunkt“ ist es Wert inne zu halten… „mit Bedacht leben…“ deshalb gebe ich ihn sehr gerne weiter!  

Vielen Dank

…und NICHTS bleibt ohne Folgen…!

Ich höre und vergesse, ich sehe und behalte, ich handle… 

Konfuzius

Blickpunkt - Die Freiheit des Denkens

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

„Was auch immer du tust, tu es klug und bedenke die Folgen.“

Dieser kluge und zeitlose Ausspruch stammt bereits aus der spätmittelalterlichen Exempelsammlung Gesta Romanorum (deutsch: „Taten der Römer“) und könnte zurückgehen auf Äsops Fabel 45. In den pseudo-pythagoräischen Goldenen Sprüchen heißt es „Βουλεύου δὲ πρὸ ἔργου, ὅπως μὴ μῶρα πέληται.“ – „Überlege vor der Tat, damit nichts Törichtes daraus entstehe.“

Vielleicht sollte man auch heute so ab und zu mal wieder über diesen Ausspruch nachdenken.

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