Randnotiz #14 ☀️ Morgentau…

Randnotiz #14 ☀️ Morgentau…

28. Mai 2016

Randnotiz #14 „☀️ Morgentau…“

Lauschen den Grillen welche ihre morgendlichen Liebeslieder in den reifen Magerwiesen der Sonnengefluteten steilen Hänge zirrpen…

…und den Morgentau noch vor der Kraft der Sonnenglut von all den würzigen Halmen labten…

…wärend die vielartigen fleissigen Immen den Nektar emsig vor der „Hewet“ noch in ihr Gewahrsam sammelten…

Fern das treue tiefe zufriedene Rauschen der Gletschermilch welche in der Vispa zu Tale raunt und das Glockenbimmeln der Eringer von den rundum liegenden Weiden füllt die Szene mit Heimat aus…

…und wir …(?) wir nahmen entspannt unser Frühstücken – vor dieser üppig klangvoll pitoresken Kulisse welche all unsere Sinne verwöhnt…

Geniessen was der Moment ergibt…

Macht es genau so und lasst es Euch gut gehen!

17° C Schnee (ein erster Augenschein)

17° C Schnee (ein erster Augenschein)

26. Mai 2016

17° C Schnee (ein erster Augenschein)

Neue Kapitel (mit 13 Sternen)#15 

Tourenbericht… #1

Seit ich vor 5 Wochen her gekommen bin, spüre ich ein Ziehen in den Füssen… eine gewisse Ungeduld… Die Vorfreude auf die kleinen und grossen Berg-Touren! Es ist herrlich motivierend dieses Kribbeln beim Anblick dieser unvergleichlichen Umgebung… Dieser muss ich aber noch tapfer wiederstehen. 

Meine Fitness lässt noch zu wünschen übrig. Für mehrtägiges alpines oder gar hochalpines Programm reicht sie nicht ohne weiteres aus. Heisst;

Step by Step! Erstmal ist geduldig akklimatisieren angesagt. So gut es halt geht Höhe gewinnen… sozusagen. Touren über die 4000er Grenze (T5 – T6) sind nicht damit zu vergleichen was ich bisher zwischen 2400 und 3300 Metern (T3 – T4) bewältigte. Kommt hinzu, dass ich auf diesen Höhen zu verweilen beabsichtige. Eine längerfristige Adaption an die grossen Höhen ist aufwändig und unumgänglich – aber absolut möglich. Eine vollständige Akklimatisierung fällt statistisch gesehen dem Betagteren (wie mir) leichter als Jungen… Um die selbe Leistung zu erbringen muss ich allerdings härter trainieren. Keine Illusionen: Selbst bei bestem Training ist nicht sicher, dass sich die 4000er von mir begehen, besteigen und überqueren lassen. Bedingt akurate Vorbereitung. Bedeutet langes und gezieltes Höhentraining… sehr viel Gedankenarbeit. Zum Einen das Studium von Kartenmaterial, Routen und Tourenprofilen, Erfahrungsberichten, Bulletins und Wetterdaten. Zum Andern von (Patho-)Physiologie, möglichen Prophylaxen und „Therapien“ / Verhalten im Fall von auftretenden Symptomen, Metheorologie, Gletscherkunde und Ernährungslehre… 

Die Theorie kann ich von überall bequem online erarbeiten oder repetieren. Die „Knochenarbeit“ werde ich, neben dem Training dann direkt am Berg leisten müssen. Denn nur in der Praxis werde ich, mein Verhalten an den (ungeahnten) Grenzen des eigenen Körpers und Geistes, mich als limitierenden (Risiko-)Faktor, kennen und akzeptieren lernen. Ich als Organismus. Meinen Methabolismus, Energiehaushalt, Kreislauf, meine Atemtechnik, meine Reserven, das Zusammenspiel von Physis und Psyche… Da kenn ich mich schlicht noch nicht ausreichend.

Ich muss mich als Anfänger bezeichnen. Beginne quasi bei Null. Und als eine solche Null bin ich dann vergangenen Samstag auch gestartet – um einen ersten Augenschein zu nehmen von den Bedingungen wie sie hier im Frühjahr sind. 


Der Aufstieg in den frühen Morgenstunden… Als erster Mensch seit Monaten auf der Route 

 „störe“ als erster die Steinböcke… 

…steige über und unter „Winterschäden“ durch die Lärchenwälder oberhalb der Schalb-Alp…

Raste an aperer Stelle wo der Embd-Bach erstmals zum Vorschein tritt – hier oben liegt er bis auf 2200 Meter hinunter noch meist unter einem Meter Schnee verborgen. 

…zeichne erste Menschenspuren auf den Lawinenniedergängen…

und in die Schneefelder unterhalb Augstbordstafel

Die steilen Hänge sind noch unwegbar bedeckt. An eine Begehung ist allein nicht zu denken. 

Also stosse ich auf dem Saum des Schneefeldes – in sicherem Abstand parallel zum bedeckten Bachbett noch einige Höhenmeter in Richtung Pass vor…


…schliesslich ist die Schneedecke geschlossen… 


Gegen Mittag herrschen an der Sonne 17° C auf etwas mehr als 2400 Metern… Das lädt zum verweilen ein… Einatmen, ausatmen… einstimmen auf was ich mir vornahm… Eh ich mich auf den herrlichen Rückweg begebe. 

Das war das Vorsondieren auf mir zwar sehr vertrautem Terrain, aaaber, mit komplett neuem Fokus. 

Das fühlt sich anders, Ja, ganz anders an… Aufregend und bereichernd zu gleich… 

17° C Schnee (ein erster Augenschein) 

Fortsetzung folgt…

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

23. Mai 2016

Randnotiz#13 „Kaminfeuer ende Mai“

An dieser Stelle hätte mein Beitrag „17° Schnee – erster Augenschein auf 2400 Metern“ erscheinen wollen…

Was dieser Mai hier grad für Wetterkapriolen schlägt – runzelt den sonnenverwöhnten Wallisern die Stirn – und veranlasst mich Euch an Stelle dessen erstmal dieses wohlig wärmende Bild zu senden.

Mir verdirbt ja Wetter sogut wie nie die Laune – da ich den Tag meist nehme wie er kommt und mir für alle anderen Fälle einen Plan B zurecht lege. Mir ist pudelwohl bei diesem auf und ab (Gestern 17°  Heute 0° )

Mütze, Schal und Handschuhe sind noch nicht verstaut…  Das Kaminfeuer knistert leise und lässt es heimelig (im Mai) warm werden, weckt Lust auf Fondue, Punch… Zweisamkeit… – ok, auch auf Sex vor dem Kamin… …😇😈

… eine heimelig sinnliche Nacht im Mai  wünsch ich Euch allen😉

❤️lich Willkommen

❤️lich Willkommen

22. Mai 2016 

❤️lich Willkommen

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #14

Es braucht manchmal ja echt nicht viel…

Heute Mittag chille ich vor meinem Chalet in der Sonne und verfasse relaxt den vorherigen Beitrag… 

Da kommt die kalte Schnauze von Bruno – dem Juralaufhund meiner Nachbarin ums Eck… – Hinter ihm, an der straffen Leine bringt er sein Frauchen mit…

Sie bringt mir spontan ein Stück Apfelkuchen mit… Sie habe sich von vergangenem Sommer daran erinnert, dass ich den so gerne mag… Sagt sie … ☺️ 

Sie blieb dann kurz zum Kaffee und wir plauderten einige Minuten eh sie mit dem Hund wieder aufbrach…

Was gibt es für ein schöneres Willkommen… als einen spontanen aufmerksamen Besuch der Nachbarin…?


Ich bin angekommen… 

Randnotiz #12 „iischi Sprach“

Randnotiz #12 „iischi Sprach“

22. Mai 2016

Randnotiz #12 „iischi Sprach“ 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #13

 Ein grosser Schritt Entgegenkommen mitten aus dem Oberwallis. Handreichung in Form einer App. Nachhilfe für jedwelchen Zuwanderer – wenn auch mit mehr als nur einem Augenzwinkern 😂

Facts! 

– „Üsserschwiizer“, Deutsche und andere Zugewanderte sind im Wallis (wie das überall sonst auf dem Erdball auch der Fall ist) angehalten sich an die neue Umgebung „anzupassen“. 

– Heisst, sich (uns) wissbegierig und interessiert auf die Menschen, deren Eigenheiten, ihr Denken, ihre Kultur, ihre Geschichte und die daraus erwachsenen Philosophien einzulassen.  … 

– Mit der Sprache beginnt das Verstehen und das Verständnis, die Verständigung und die Verständlichkeit… „iischi Sprach…“ ist unsere Sprache.

– Sie (Wir) werden nicht per se ausgegrenzt… 

Die App. ist nicht mehr die Jüngste – 

But Have Fun und sowieso, gönn Dir Heidadorf

„Wallisertiitsch“ von Heidadorf Visperterminen Tourismus https://appsto.re/ch/0GKWK.i

PS:

Klammerauf: Üüübrigens… Als Schaffhauser – bis kürzlich unmittelbar an der „Schweiz-Schwäb’schen Grenz“ dahoim… bin ich auch mit der Dialektik der Deutschen Nachbarn sehr vertraut. Ein Thema welches echt einen eigenen Blog verdient. – und von Schwaben wird auch Sprach-Hilfe-Unterricht angeboten 😉 Klammerzu!

…endgeil !

…endgeil !
Heute 06:07 Morgenpanorama zwischen Heiligkreuz bis St.Peter & Paul

 06. Mai 2016

…endgeil !

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #12

Manches im Leben ist „gegeben“…, scheint vorgezeichnet und/oder ergibt sich zwangsläufig als eine Unabwendbarkeit, eine Gesetzmässigkeit, ein „notweniges Übel“…  naturgegeben oder nicht.

Schweife hier kurz ab – werfe einen kurzen Blick in die Antike auf eine Notiz die mich oft schon schmunzeln liess…  

„Heiraten ist, wenn man’s bei Licht besieht, ein Übel, ein notwendiges Übel.“ 

Ménandros (Menander)

Dieser – eher mit einem antiken Augenzwinkern – denn ernst gemeinten Seitenhieb an die Frau – unterschreibt noch Heute so Mancher und er zeigt eben auf, Übel hin oder her, man lässt/liess sich doch (sehr gerne) darauf ein. 

Damit aber zurück zu einem (meinem) alltäglichen Mühsal, notwendigen Übel, welches am Ende  doch Jeder – Tag für Tag – (und im Grunde sehr gerne) auf sich nimmt… Das frühmorgendliche „raus und auf Arbeit müssen (dürfen)…“ Ohne Arbeit kein Arbeitsweg. Dem (dürfen)… gehört also die Beachtung! 

Hier oben im Oberwallis darf ich bereits seit einigen Tagen arbeiten. Tag für Tag nehme ich diesen Arbeitsweg in Angriff. Der Winter wird mir hier gnadenlos seine harsche Seite zeigen – dessen bin ich mir bewusst. Werde ich als Neuzugezogener, als „Üsserschwiizer“ gefragt „…und wo wohnst Du…?“ schreckt meine Antwort oft selbst die Hiesigen und Einheimischen Oberwalliser! Ein ungläubiges Staunen 😳 durchfährt so manches Gesicht. „wie…?“ „Nein… ist nicht wahr oder…?“ „…wer tut sich das an…?“ „Du verarscheisserst mich jetzt…?“ oder „…allein der zehrende Arbeitsweg… sich den antun zu müssen… undenkbar!“

Doch! Eben allein mein Arbeitsweg… sich diesen antun zu dürfen ist unfassbar…! Ein Segen, eine Belohnung das erleben und geniessen zu dürfen. Einfach nur Befreiend. 

Mag sein, vielleicht habe ich eine ganze Wand draussen. 

Aber ich suchte bewusst dieses Extrem… Wer hier oben Leben will, muss (nicht nur) diesen Arbeitsweg in Kauf nehmen… Will mich „klein“ fühlen – nicht so wichtig nehmen dürfen. Dafür werd ich mich auf den Berg einlassen, an ihm wachsen… 

Das „bequeme Leben“ hatte mich ausgezehrt… nicht glücklicher gemacht. 

Was ich im Leben auf mich zu nehmen –  an grossen Entscheidungen zu treffen bereit bin, das entscheide ich mit Herz und Seele… Was daraus erwächst ist ganz allein, meinem Kopf meinem positiven Denken überlassen.  
Wie gesagt, allein mir dieses alltägliche Mühsal, dieses notwendige Übel, diesen „Arbeitsweg“ antun zu dürfen ist unfassbar…! Unvergleichlich, einfach nur… 

…endgeil… !


Die letzten 60 Sekunden meines spektakulär schwindelerregenden  Arbeits- / Heimweges

Die Gondel zieht mich auf die „Flüo“ (Flüh) wo ich zu Hause bin. Oben auf der Flüo – auf der Klippe, sind die Häuschen (Hiischji) – mein zu Hause – und Stadel sichtbar…

Harte Kontraste

Harte Kontraste

01. Mai 2016

Harte Kontraste

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #11

Als ich vor 2 Wochen hier her gezogen bin, habe ich nach und nach auch jenen „fernen Freunden“ eine Adressänderung geschickt mit welchen ich zwar regelmässig aber halt nur einmal im Jahr kurz Kontakt pflege.

So mailte ich Nachts (Ortszeit) nach Buenos Aires… Ein alter Freund hatte Argentiniens Metropole vor vielen Jahren zu seiner Wahlheimat gemacht… Einmal im Jahr kann er für zwei Wochen in die Schweiz fliegen um hier Urlaub zu machen… Familie und Freunde zu treffen… Mehr Ferien stehen Ihm in Argentinien nicht zu.

Vergangenen Sommer dann verpassten wir uns jedoch. Gönnte mir da meine wegweisende Auszeit… 

So sandte ich ihm nun also meine „Grüsse aus der Schweiz“ nach vollendeten Tatsachen über das grosse Wasser. Mit dem ersten Foto welches ich am Morgen nach dem Umzug aus meinem Schlafzimmer gemacht hatte, kündete ich ihm „Meine Wahlheimat“ an.


Binnen weniger Stunden hat er sich aus dem Molloch der 2 Millionenstadt gemeldet und mir seine Liebe zum Wallis gestanden… und mir dann – per WhatsApp „seinen Blick aus dem Fenster“ geschickt…

„Die Aussicht kann ich leider nicht toppen…“

Als krasses Gegenteil widerspiegelt sein Foto aber den Reiz des Grosstadtsumpfes und ich verharre kurz in diesem endlos wirkenden spärlich begrünten Strassenzug… Welche Gegensätze!

Tatsächlich mag dieser SnapShot Buenos Aires und seines gleichen repräsentieren, nicht aber Argentinien als Ganzes! Ist es doch die Nation der Extreme – welche die unterschiedlichsten, ja gar  ALLE Klimazonen eint.

Zurück auf die Gemarkung  7° 49′ 40.329″ O … Die harten Kontraste liegen nicht etwa nur ennet dem Athlantik. Heute Morgen war das Erwachen hier auf dem Berg ein komplett Anderes!

Zeigte vor vier Tagen noch der frühe Sommer sein süsses warmes Antliz… dass ich im Shirt draussen beim Lesen sass…


Liessen die Wettergötter dem Winter alle Tore offen stehen. Dieser kehrte prompt ein liess das Termoneter deutlich unter den Gefrierpunkt sinken und brachte 10 cm Neuschnee mit…


und jetzt – jetzt schneit es bereits wieder…

Das sind die harten Kontraste welchen ich mich mit meinem ganz persönlichen Alpaufzug aussetze… und bereits in Woche zwei – der erste Härtetest folgte…

Diese Meldung sandte ich natürlich wiederum über den Athlantik…

Es ist sooo schön hier zu sein.

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

27. April 2016

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #10

Er ist vollbracht! Mein 7. Umzug.

Mein „Abenteuer-Umsiedlung“. Dazu lose Gedanken aneinandergereiht.

Wer kennt sie nicht, die Umtriebe rund um einen Umzug… ? Manchmal gleicht so ein Umzug logistisch ja einem wahren Herkules-Akt. Je nachdem wie gross der Haushalt ist, wie lange man an einem Ort lebte, wieviel Anteil „Messi“ in einem wohnt, über welch engen zeitlichen Horizont man verfügt, wird er zu einer echten Herausforderung… Aber was erzähl ich euch… (?) Je nach dem, von wo nach wo der Domizilwechsel geht… ist er gar abenteuerlich…

Aus der nördlichsten Provinz des Landes… von knapp 500 M.ü.M. …

über alle Berge… – 271 Kilometer weiter Südwestlich – ins Bergdorf auf 1350 M.ü.M.


Frühe Vorbereitung verschafft Übersicht, verleiht Ruhe, spart Zeit und schränkt „Väterchen Zufall“ den Raum ein. Wenn auch (oder eben genau weil…) böse Überraschungen und Pannen nicht auszuschliessen sind. Diese verträgt es dann wenigstens ohne dass das Chaos ausbricht. Deshalb lebte ich lange schon im „brauchich-brauchichnicht…-Modus“ zwischen Umzugskartons und Entsorgungsboxen. Zelebrierte diese „Zeit des Ausmistens“. Blieb dabei an so manchem Müsterchen in Erinnerungen hängen…, wie gut, dass ich so lange Zeit hatte. Wollte mich damit auch soweit wie irgend möglich „reduzieren“! Das heisst – wie ich schon einmal erwähnt hatte… „alles was nicht auf meinen Rücken passt“ bleibt wo es ist… oder wird entsorgt.

Der Umzug sollte ja keine grosse Sache werden. Soweit der Vorsatz und meine Einschätzung vor wenigen Monaten.
Nun geht es ja auf den Berg… (!). Bin nicht motorisiert – auf ÖVM (Gondel und Bahn) angewiesen. Einkäufe (gerade Lieferung für Einrichtung und Möbel) sind da erschwert, die Preise gewisser Dinge fast höher als die Berge welche das Dorf umstellen und der Winter wird hart. Der Weiler in welchem ich mich niederlasse, kann ausserdem durch drohenden Lawinenniedergang von der „Aussenwelt“ abgeschnitten werden… Ergo hab ich mir im Vorfeld noch reichlich „Vorräte“ aus benachbartem Grenzraum zugelegt welche mir das entspannte Ausharren hier oben möglich machen sollen. Nein, Keine Panik (!) – akkurate Vorbereitung eben. (by the way – 3 Ster (=ca. 3 m³) Brennholz in 1 Meter Spalten für den kommenden Winter sind bereits bestellt… )

Bald einmal war mir klar,

„Mein Rücken“… muss fast dem Volumen eines Mercedes Benz Sprinters mit Superhochdach entsprechen. Daaas gibt doch mehr zu tun… Soviel also zum Vorsatz… 😂

„Möbelpacker“ mögen einen vom buckeln des Haushaltes erlösen… dafür müsste aber das Portemonnaie die Auslagen stemmen… Mehr spasseshalber liess ich mir eine Offerte für das „Zügeln“ (CH für Umziehen) erstellen mit diesen Angaben;

  • 2 1/2 Zimmer Whg. 
  • 271km Fahrtkilometer ein Weg  = mindestens 4 Stunden
  • auf dem Berg 80 Meter zu Fuss in steilem Terrain z.T. ohne Weg… bis zum Chalet
  • Chalet mit 3 Etagen – Möbel zum Teil über Fassade einbringen…

erhielt ich, nicht überraschend, eine (unverbindliche!) Richtofferte über einen dreifach vierstelligen Betrag…

Ich sah meine „Jung-Mannschaft“ schon Zähne knirrschend am Berg stehen… Meine Söhnemänner (und mein „BF“) haben jedoch keine Sekunde gezögert. Die „Umsiedlung“ geht nicht in fremde Hände – bleibt unter uns. Derweil konnte ich uns noch einen modernen Maulesel als „Zügelhilfe“ am Berg organisieren…

Freitag 18:00 traf also ein wer konnte und wir luden den Wagen… Zu unser aller „Freude“ goss es bald wie aus Eimern… und der Tag erlosch rasend schnell unter diesem tief verhangenen Himmel. Im dunkeln Nass wurde „das Tetris im Transporter“ dann natürlich zu einem reinen Kompromiss. Egal. 22:40 Ladung gesichert… Mannschaft zwischenzeitlich komplett.
Die kurze Nacht schlugen wir uns, in der bis auf das rote Sofa leergeräumten Wohnung, im Schlafsacklager um die Ohren… Schattenspiele und „ich seh ich seh -was Du nicht siehst…“ inklusive…

Die Abfahrt 06:00 wurde dann durch nicht weckbare Kizz und eine kurze Suche nach dem Wagenschlüssel knapp vereitelt… Wir schalten also einen Gang höher, drehen den Sound voll auf! damit er unsere Schlafminen entknittere… scheren bei der ersten Tanke noch einmal raus um fett „Frühstück-ungesund“ – Heisse Schockolade, Croissant’s, Espressi und Überaschungseier zu laden. Ab gehts!

Vernunft über Geschwindigkeit… ! Der Dauer-Regen sorgt für heftiges Aquaplaning im Alsphalt-Wasserpark der Schweizer N1. Bei diesen doch schwierigen Bedingungen kommen wir überraschend gut voran. Keine Unfälle oder andere Hindernisse… Die Ladung hält. Nach Bern beruhigt sich die Wetterlage allmählich und der Zeitverlust bleibt bis zum Autoverlad – nach 4/5 der Strecke – unter einer Stunde. Und wir haben Glück, es gibt da auch kaum Wartezeit. Unser Benz-Sprinter, ein monströses Vehikel verglichen mit dem Renault Clio vor uns, passt spielend auf die Bahnwagons welche gar Reisebusse schlucken mögen. Der Himmel ist tief verhangen, grau und nass – Lötschberg wirkt fast gespenstisch als wir anrollen… ein unwirkliches kindliches Gefühl von Spannung und Abenteuer umfängt mich… neben mir meine Jungs… Diesen Moment der Ergriffenheit behalt ich für mich… und lass in wirken für die Zeit in der wir durch den rabenschwarzen Lötschbergtunnel donnern…

46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O

Ein knappe Stunde später ist der Weg fast geschafft… Der Himmel über meinem neuen zu Hause ist noch unentschlossen – es reisst zwar stark auf, aber seltsames fast schon gewittriges Licht flutet das Panorama… Der nächste Wolkenbruch scheint nicht weit… Es „schont“ noch bei Ankunft auf dem Berg… das Terrain ist zwar feucht aber fest… Also bloss keine Zeit verlieren…


Die schweren Kisten braucht niemand den Berg hinunter zu tragen. Dafür ist der erwähnte Maulesel „Rocky“ – ein Raupen-Transporter – die hier oben unverzichtbare motorisierte Hilfe für alles zuständig.


Die Einrichtungsteile müssen aber doch mit Manneskraft eingebracht werden. Die drohenden Regengüsse sind uns im Nacken… weshalb erstmal alles ins Wohnzimmer verstaut wird… Hektik kommt dabei aber keine auf. Ausser kurzen Schauern gleich zu Beginn des Abladens bleiben wir und die Habseligkeiten sogar trocken… uuund werden mit wärmenden Sonnenstrahlen belohnt. Daas ist eben auch das Wallis… – die Sonnenstube der Schweiz.


Und so endet ein superlanger Tag – erfolgreich ganz ohne Pannen… Bei einem leckeren Abendessen beim Italiener lassen wir es uns schliesslich noch einmal verdient gut gehen…

Hier bin ich also…

DANKE DANKE – ❤️ HERZLICHEN DANK JUNGS 😘 und  „BF – Mac“ -GHETTO👊🏻

FÜR EURE RIESIGE UNTRSTÜTZUNG – IHR SEID UNGLAUBLICHE KLASSE !

HOFKNIX UND VERNEIG☺️

„…Verwöhnmomente…“ 

„…Verwöhnmomente…“ 

21. April 2016

„Verwöhnmomente“ 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #9

Alles ist erledigt! Das Abenteuer Umsiedlung abgeschlossen. Die alte Wohnung hab ich blitzblank sauber abgegeben… Nach Bohrlöcher stopfen, Küche in Einzelteile zerlegen, Parkett bonern… und einer anschliessenden 2 Stündigen Bahnfahrt…

…fühlte ich mich verbraucht und schmutzig… stinkend nach Reinigungsmittel, Parkettpflege, Lavendel und (männlichem!) Schweiss. 

So trat ich vorhin durch ihre Tür… und wurde von meinem „Ellixier“ mit „Du duftest toll (!)“, einer doppelten Portion Pasta all Tonno und einem herrlich heissen Bad bei Kerzenschein und einem Glas schönem schwerem Rotwein empfangen… Diese Stimmung (!) knisterte noch mehr (erotischer) als sonst schon (;

Unfassbar entspannende „Verwöhnmomente“ bevor ich morgen Abend definitiv ins Wallis übersiedelt bin…

Diese Stunden vergess ich nie… 

DANKE 😍

…Schlüssel auf der Hand

…Schlüssel auf der Hand

 

14. April 2016

Schlüssel auf der Hand

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #8

Auf den Tag genau, 2 Jahre nachdem ich diesen Ort erstmals betrat, um mich Hals über Kopf in ihn zu verlieben, komm ich hier an… diesmal um zu bleiben.

Ein Winter liegt zwischen dem letzten mal und Heute. Unfassbare Vorfreude, ergreifende Emotionen, steter Wandel (was sonst), Pläne, Kompromisse, gewisse Anspannung, manchmal das puure Erstaunen… aber keine Unruhe, keine Angst, keine Zweifel.

Damals hat „meine Gastgeberin“ mir die Schlüssel auf die Hand gelegt… Diese gab ich ihr / nahm sie längst zurück. Was blieb ist diese Überzeugung, dieses Sehnen.

Heute liegen wieder Schlüssel auf meiner Hand… Sie haben zwar andere Voraussetzungen… aber sie fühlen sich in ihrer Bedeutung frei, erst wirklich vollendet an…

Hatte sie mir dieses Tor damals aufgestossen… Habe ich mir damit meinen Traum erfüllt…