Coron-Arie

Coron-Arie

17. März 2020

Coron-Arie

Das Leben ist zum leben da… (…enden wird‘s von ganz allein) 1/3

Entschleunigung bedeutet, inne zu halten um zur Besinnung zu kommen… sich endlich auf das Wesentliche zu berufen und ernsthaft in sich zu gehen.

Achtsam den Moment zu leben.

In den Ohren, im Verstand, im Leben Vieler mag das nur esoterisch weltfremde Plattitüde sein.

In Zeiten wie diesen, in welchen die Welt sich gegenläufig zudrehen… sich keinen Deut um den Menschen, seinen Stand und Dünkel zu scheren scheint.

Wacht er konsterniert im Vakuum auf.

Rechen schieben, Schuld zuweisen, Kaffeesatz lesen, Prophetie, sind auch nur menschlich weltfremde Attitüden.

Wie rasant sich doch Angst, Panik und Verzweiflung ausdehnen mag… jüngst die dunkelsten Tage der Neuzeit beschworen werden und alles zum Erliegen kommt.

Dürfte es uns nicht allmählich dämmern?

Mit welchen „Eigentümern“, besser Irrtümern, wir unsere Existenzen auf Abhängigkeiten und Treibsand erbauen.

Geschichtsbücher also aufschlagen, eine weitere spektakuläre Katastrophe notieren… statt aufmerksam zwischen den Zeilen zu lesen um zu versuchen daraus etwas zu lernen.

Ein Weckruf mit dem Zaunpfahl!

Es ächzen nicht allein Natur und dritte Welt unter unserer „Herrschaft“, vielmehr erschlagen wir uns damit gleich selbst.

Die Xte-Zweite Chance lehrt uns das Social-Distancing als Verhaltenskodex… NEIN (!) sie wirft uns auf uns zurück und offenbart uns unsere Masslosigkeit und Zwietracht.

Dieser Druck lässt, hoff’ ich, Herzen tauen.

Deren Schmelzwasser könnte, Friede, Selbstverantwortung und Solidarität tränken und uns befreit in Zurückhaltung zusammenrücken lassen.

Zum Xten-Mal findet der Mensch sich nun einer „neuen“ Seuche gegenüber… während die Natur unter seiner Notlage erstmals etwas aufzuatmen und zu jauchzen beginnt.

Die Gretchenfrage sei deshalb erlaubt;

Sind all diese „Keime“ nicht der Erde eigene Impfstoffe gegen ihren eigenen pandemischen Parasiten „Homo sapiens“?

Wir Menschen sind am Zug um diese Chance nicht erneut zu vertun… vielleicht um uns unser Dasein zu verdienen, mag sein, sicher aber um das Steuer rum zu reissen.

Illusionen sind sicherlich fehl am Platz.

Gelingt uns das Manöver, wird es doch kein Virus abschütteln, keinesfalls die Wandelbarkeit der Keime durchbrechen können und, vor allen Dingen, wird kein Sterben jemals abzuwenden sein.

Wir können aber daraus lernen das Leben als endlich anzunehmen, zu leben und loszulassen… achtsam, sorgsam, verantwortungsvoll, ohne Missbrauch und Ausbeutung von Wesen und Ressourcen.

Mit der Essenz unserer Existenz.

Dankbar, mit der Liebe zu uns selbst und All dem was uns da umgibt… Danke mein lieber Lehrer Leben!

„Das Leben ist zum leben da… (…enden wird’s von ganz allein)“

Der Autor©

Genügen

Genügen

07. April 2019

Genügen

Selbstliebe #3/3

…vor einiger Zeit begann ich diesen Artikel, gleich zu Beginn mit der Feststellung, dass mir dieser Beitrag ausufert (Selbstliebe #1/3). So zieht er sich nun also schon viele Monate hin…

Und genau genommen soll er wohl auch nie enden.

Blieb ich lange Zeit „stumm“ hier im Blog, war es in mir und um mich herum alles Andere als still. Derweil durchstreifte ich in tiefen Gesprächen mit bereichernden Begegnungen weiterhin mich. Im Zulesen, Zuhören und Nachfragen (lassen) wurde ich nicht nur bestärkt, sondern erkannte ich Grenzen der Selbstreflexion und lernte über mich mehr als all die Zeit davor. Bin ich dabei sehr weit gereist in mir, dort hin wo ich seit geraumer Zeit wirklich zu Hause bin… gelangte ich eben auch weit über mich und meinen Horizont hinaus.

„Bei Dir bist Du zu jeder Zeit präzis am richtigen Ort

Der Autor©

Wie ich mir dessen bewusst wurde, rückte ich fortan nicht mehr davon ab. Das gälte eben nicht nur für mich allein. Eigentlich bin ich mir sicher, dass es Jedem genau so ginge. Der Kern dieses Gedankens ist die Überzeugung, dass ein jedes Wesen nur ganz allein sich selbst gehört.

Diese Zeile ist also keine Plattitüde, keine leere Floskel, keine naive Illusion. Sie ist (m)eine innere (Werte-)Haltung aus Achtung vor der Selbstbestimmung welche die unvermeidliche Konsequenz nach sich zieht, dass ein Jedes auch für sich allein verantwortlich ist. Selbstverantwortung? Es geht um unser aller Würde (!) Das eine bedingt nicht einfach das andere, es ergäbe sich naturgegeben. Lass ich mich mir nicht mehr nehmen… lass ich auch jedes Gegenüber (bei) sich selbst sein und werde es auch tunlichst unterlassen das Andere je zu meinem Objekt zu machen.

Da können wir nun sehr gerne eintauchen und in tiefe Grundsatzdiskussionen verfallen. Ich geh gar noch einige Schritte weiter. So liessen sich sozialisierte unsägliche Reflexe der Leistungsgesellschaft genauso abbauen, wie jeder Rechtfertigung von (weltweiten) Konflikten – alten wie neuen „Glaubens-Kriegen“, Phänomenen wie Genozide, Vertreibung, Vergeltung, Angstregimen, Gewalt und Mobbing die Energie entzogen würde.

Das Fundament der Macht würde unweigerlich in sich zusammenbrechen. Geltungsdrang, Hass, Nötigung wie alle anderen Gesichter der Niedertracht würden nicht wieder keimen können.

Das ist kein Ruf nach Anarchie, sondern der Glaube an die Reformation der Würde, der Liebe, des Anstandes, meinetwegen des gesunden Menschenverstandes. Selbstverständlichkeiten welche in uns allen schlummernd, verkümmert wohnen. Im Schmerz der Poesie aller Zeitalter und Kulturen beschrieben, in Ozeanen von Tränen beweint und in Beifallsstürmen gefeiert, fanden sie ironischer weise weder über die Philosophie, Lyrik noch die Musik je wirklich einen Weg ins Leben. Mir ist bewusst, dass ich hier die Vision beschreibe, es könnte den Menschen gelingen sich von fundamentalsten, gar prähistorischen Prägungen zu verabschieden. Den möglichen Anfang wage ich zu erdenken… den Ausgang muss ich leider offen lassen.

Damit komme ich endlich zurück auf die Fragen welche ich abschliessend in Selbstliebe #2/3 stellte.

„Wo beginnt die Achtsamkeit, wo endet der Selbstrespekt…

Wo gedeiht das Selbstvertrauen, wo wuchert die Niedertracht…?“

Das alles mag sich vielleicht illusorisch gar vermessen lesen. Doch im Grunde gäbe es aus diesem Dilemma, glaube ich, eine fast schon verwegen einfache Lösung.

In einem einzigen Wort.

Genügen

„Sei selbst die Veränderung welche Du in der Welt zu sehen wünschst…“

Mahatma Gandhi

Lasst mich deshalb ein Bild zeichnen.

Oft darf ich werdende Eltern bei der Geburt ihrer Kleinen begleiten. Diese bewegenden Momente sind in sich alle einzigartig. Etwas aber war, bislang, auf seltsame Art und Weise sehr oft gleich. Die so sorgsam aufgebaute Anspannung entweicht mit dem Abnabeln in winzigen Bruchteilen der Zeit! Einem Vakuum gleich… Dahinter reisst in Mutter wie Vater ein Raum der Faszination auf – dieser wird in selber Zeit mit ergreifenden Emotionen geflutet – Dämme brechen. Stramme Männer werden überwältigt, weich… leisten keine Gegenwehr. Auch die Mütter erliegen nicht nur ihrer Erschöpfung… Umspült von Hormonwellen bricht ihre Selbstbeherrschung.

Da halten sie ES in ihren Händen, ertasten, und riechen dieses unfassbar kleine Leben. Die Zeit scheint still zu stehen – gerade lange genug um in diesem Gefühlschaos ein unzerreissbares Band zwischen diesen drei Seelen zu knüpfen. Dieses kleine Menschlein ist perfekt! Es hat den Weg ins Leben geschafft und braucht in diesem Augenblick nichts zu leisten… es genügt! Eben ganz allein nur weil es ist…

Da scheinen sie alle es (kurz) begriffen zu haben. Ich wünschte mir dann jeweils, ich könnte die Eltern in diesem Zustand einfrieren… Dass sie diese Haltung nie mehr verlieren. Dass sie dieses Geschöpf für alle Zeit so wahr und ernst nehmen würden.

Dass sie es nicht für ihre, guten wie schlechten, Gefühle verantwortlich machen, es nie für ihren Geltungsdrang missbrauchen. Ihm nie ihre liegen gelassenen Möglichkeiten und ungenutzten Chancen aufladen. Dass sie nicht seine Selbstachtung und seinen Willen dereinst an ihren eigenen Erwartungen (zer)brechen lassen.

Dass es ihnen stattdessen gelänge ihm den Halt, das Vertrauen in Sich selbst, die (Selbst-)Liebe und die (Selbst-)Achtung mit auf den Weg zu geben… um im Leben bestehen zu können. Die Sicherheit dass es stets genügt, gut ist so wie es ist und eben sich ganz allein gehört. Würde eben. Die Würde, welche es sich seiner Selbst bewusst werden liesse. Dass sie ihm das (Selbst-)Vertrauen gäben, dass ES werden, SICH gestalten und frei entfalten kann, was auch immer aus ihm keimt… Es wird diese Liebe, diese Werte, diese Würde leben und weitergeben.

Das wäre ein Anfang… !

Die Achtsamkeit beginnt wo ein jedes sich selbst sein, bleiben, erfahren und geniessen kann…

Der Selbstrespekt endet gegenüber… da wo der Selbstwert keine Bedeutung findet…

Das Selbstvertrauen gedeiht im Gefühl „genug“ und richtig zu sein… sich Selbst entwickeln und entfalten zu dürfen… mit dem Wagnis Fehler zu begehen, der Stärke Schwächen zu haben und dem Mut zurückhaltend zaghaft zu sein.

Die Niedertracht wuchert gegenüber wo das Selbst unterdrückt, bedrängt, verletzt, gehemmt, verunglimpft und missbraucht wird… in mitten allen Selbstzweifels.

DU genügst weil DU BIST!

 

(Freundschaft in) Vollendung

(Freundschaft in) Vollendung

30. Dezember 2016

(Freundschaft in) Vollendung 



…es gibt sie!

Zum Ende dieses Jahres könnte ich mich einfach, mit der Rechten auf dem Herzen, in einem Hofknix vor meinem Lieben Lehrer Leben verneigen und herzlich DANKE sagen. 

.

Da gibt es aber noch etwas…! 

Rückblende; Lange war ich unterwegs bis ich da ankam… Da, wo ich zuvor sehr lange nicht mehr gewesen war… Da, wo ich eigentlich auch nie wirklich lange bleiben konnte. Da, entschied ich, mich ein für alle mal hier nieder zulassen und zu bleiben… Bei MIR! Es kehrte Ruhe ein! Da war ich also, und bin geblieben. Richtete ich mich allmählich gemütlich zu Hause IN MIR ein. Geniesse seither das Leben mit all meinen Sinnen… Exakt da hat mich das Leben überrascht…  Mitteninsherz – Mittenausdemherzen! Unerwartet, so unverhofft wie unfassbar.

…wie ich im Beitrag Schritte festhielt…

…Dann erfasst Du mich mit voller Wucht, reisst Du mich mit, rüttelst mich auf, lässt mich und alles um mich herum beben… öffnest Du mich, erschreckst mich vor mir selbst… 

Der Autor©

Eine Begegnung – nicht gesucht aber gefunden! Wird erst möglich wenn Herz wie Geist sperrangelweit offen bleibt…

Eine Begegnung welche eine neue  Dimension in Tiefe, Vertrauen und Nähe – eine neue Stufe beschreibt…

Eine Begegnung welche uns Spiegel und Erkenntnis ist, dass wir, achtsam an uns selbst, wachsend bleiben… 

Eine Begegnung an welcher unser Lieber Lehrer Leben uns lehrt, dass wir längst mit der Feder unserer Selbstliebe schreiben…

Dieses Geschenk 

(machen wir uns selbst)

Ein Gegenüber – bleibt ganz und gar bei sich… …umarmt verliebt das Leben… 

…weicht nicht von ihrer Seite…

…fordert sich selbst heraus immerzu… 

…nimmt mich mit in jede ihrer Tiefen…

…lässt mich sie herausfordern immerzu…

Sind da bei uns und lehnen uns jederzeit ruhig aneinander an… 

…dieses Geschenk… machten wir uns selbst… in unserer Begegnung

Ein Gegenüber – lässt mich ganz und gar bei mir… …mich umarmen vom Leben… 

…mich nicht von meiner Seite weichen…

…mich selbst herausfordern immerzu… 

…begleitet mich in jede meiner Tiefen… 

…fordert mich heraus immerzu…

Sind da bei uns und laden uns jederzeit ruhig aneinander auf … 

…dieses Geschenk… , es gibt sie… die (Freundschaft in) Vollendung… 

Der Autor©

 

…Feder unserer Selbstliebe
 

Selbstliebe

Selbstliebe

16. April 2016

Selbstliebe #1/3 

Ein grosses Wort.

…beim Schreiben bemerkte ich, wie mir dieser Beitrag ausufert… 

Eine kleine Zeitreise…

Als Teenager lag ich in warmen klaren Mittsommernächten gerne in den Reben oberhalb der Rheinpromenade im hohen Gras… tauchte ein, in die Weiten des Äthers über mir und sinnierte… hing Fragen über (meinen) Sinn, das kommen – werden – sein und vergehen nach… manchmal stundenlang (!) – Erinnere mich, zu jener Zeit auf faszinierende Zeilen gestossen zu sein…. „Selbstliebe…!“ Ein Gedicht… mehr Gedanken in Prosa… Kannte aber weder Autor noch Ursprung der Zeilen. Sie beschäftigten mich eine ganze Weile. Worte deren Tragweite ich rückblickend ahnen aber nicht wirklich ermessen konnte. Einige Passagen konnte ich gar nicht erst nachvollziehen. Ich weiss aber noch, sie waren mir Zuspruch, Bestätigung an mein Denken und hatten mir deshalb gut getan. Ich verstand, dass ich an mich glauben soll…“ – für mich einstehen und mich eben lieben „darf“…  

Der Text ging mir in der Zeit verloren und geriet gar in Vergessenheit. Für eine sehr lange Zeit. Inzwischen lebte ich. 

Und an eben genau diesem „Selbstverständnis“ – …dass ich mich lieben „darf“ stand ich immer wieder an… .

Es ist nicht einfach zu beschreiben. 

Meine Umwelt tat (tut!) sich damit immer schwer… prinzipiell (!) wenn Verwandte oder Bekannte eine Entscheidung ganz allein „für sich“ trafen – (später dann „ich allein für mich“) ohne die Sippe zu Rate zu ziehen… Es war in deren Wahrnehmung unverzeihlich egoistisch – verwerflich!

Ihre Reaktion? 

Alles haben sie dran gesetzt, dass man scheitere… Unterstützung blieb verwehrt dafür aber reichlich und fiese Steine in den Weg gelegt…  

Die Konsequenz?

Ein Vakuum dehnte sich aus in welchem Selbstvertrauen, Eigensinn, Kreativität, Mut und jegliche Visionen erstickten. 

Der Regelfall; 

Die „Alleingänger“ reihten sich wieder ein, haben sich ihre „Flausen“ abgewöhnt und mutierten. 

Die Ausnahme;

Die Alleingänger blieben sich treu, waren immer Strom aufwärts zu finden und wurden dafür als schwarze Schafe geächtet. 

Ich wusste sehr bald, dass ich da nicht hineinpasste, dass ich da wohl anders bin als all „die Anderen“… „die Anderen“ empfand ich als „Rädelsführer und ihr Gefolge“ – einen Mob welcher auf der Suche ist nach den „Ungleichen“ – um ihnen Ecken und Kanten zu schleifen…. 

Deshalb hatten mich jene Zeilen wohl so fasziniert…  

Genau darin erwuchs dann meine eigene kleine (noch stille) Aufruhr… Eckte beharrlich an… provozierte, polarisierte, reagierte über, wurde genauso intolerant… Aber halt von der anderen Seite… und verrannte mich auch regelmässig. Das hat sich bis Heute genau genommen alles nicht ein Stück geändert. 

„…sich selbst lieben darf… – „darf…?“  

Ich würde sagen,

„…sich selbst lieben muss…!“

Vor einigen Monaten dann hat mir „meine Gastgeberin“, in einem für uns wegweisenden Augenblick, Charlie Chaplin’s Rede „…als ich mich selbst zu lieben begann…“ gesendet… 

Ich hielt inne… las sie immer und immer wieder… Dieser Text…(!) Es waren noch immer die selben Worte… welche mir aus der Vergangenheit vertraut waren. Sie kamen an einer Weggabelung in meinem Leben… denn ich hatte soeben – eine Vielzahl Entscheidungen getroffen… Just da lese ich diese Zeilen erstmals seit 30 Jahren wieder… Sie fühlten sich genau so bestärkend an wie einst… aber sie klangen anders! Mir ward klar, dass ich (wieder) zu mir gefunden hatte… und inzwischen gelernt hatte, achtsam und sorgsam mit mir zu sein… 
Meiner Verantwortung bewusst Entscheidungen für mich selbst zu treffen… weil…

…die Konsequenzen dafür ich auch wirklich und letztendlich ganz allein zu tragen habe… 

…kann ich ohne Zweifel sagen, dass für sich und seine Entscheidungen einzustehen nicht rücksichtslos „egoistisch“ ist… 

sondern aufrichtige Selbstliebe… 

happy-birthday-charlie-chaplin

Selbstliebe

Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass Seelenschmerz und emotionales Leiden nur Warnzeichen sind dafür, dass ich entgegen meiner eigenen Wahrheit lebe. Heute weiss ich, das ist “AUTHENTISCH SEIN”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, wie sehr es jemanden beeinträchtigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzuzwingen, auch wenn ich eigentlich weiss, dass der Zeitpunkt nicht stimmt und dieser Mensch nicht dazu bereit ist – und das gilt auch, wenn dieser Mensch ich selber bin. Heute nenne ich das “RESPEKT”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und ich konnte sehen, dass alles, was mich umgibt, mich einlädt zu wachsen. Heute nenne ich dies “REIFE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, dass ich mich in allen Umständen stets zur rechten Zeit am richtigen Ort befinde und alles genau zum richtigen Zeitpunkt geschieht. Von da konnte ich gelassen sein. Heute nenne ich dies “SELBST-VERTRAUEN”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich es sein lassen, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und ich hörte auf, grosse Zukunftsprojekte zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Freude bereitet und mich glücklich macht, Dinge, die ich gerne tue und die mein Herz zum Lachen bringen – und ich tue sie auf meine Weise und in meinem Rhythmus. Heute nenne ich das “EINFACHHEIT”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem, was nicht gesund ist für mich – Nahrung, Menschen, Dinge, Situationen – und von allem, was mich herunterzieht und mich von mir wegzieht. Erst nannte ich diese Haltung einen “GESUNDEN EGOISMUS”. Heute weiss ich, das ist “SELBSTLIEBE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, liess ich es sein, immer Recht haben zu wollen, und seitdem habe ich mich viel weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist MÄSSIGUNG (wahre BESCHEIDENHEIT).

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiterhin in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für diesen Augenblick, wo ALLES stattfindet. Heute lebe ich jeden Tag einfach nur Tag für Tag, und ich nenne es ERFÜLLUNG.

Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass mein Denken mich verstören, unruhig und krank machen kann. Doch als ich es mit meinem Herzen verbunden hatte, wurde mein Verstand ein wertvoller Verbündeter. Diese Verbindung nenne ich heute WEISHEIT DES HERZENS.

Wir brauchen uns nicht länger fürchten vor Argumenten, Konfrontationen oder vor jeglicher Art von Problemen mit uns selbst oder mit anderen. Selbst Sterne stossen zusammen, und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren. Heute weiss ich, das ist “Leben”!

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 Charlie Chaplin würde Heute 127 Jahre alt