Elemente

Elemente

30. Januar 2017


Elemente

Die Elemente sind… 
…die gütigen wie gerechten Quellen unserer Energien, die Kinder der Natur welche das Werden und Wirken zieren. – Sie wissen zu geben und zu nehmen… zu spenden und zu zehren… zu keimen und zu enden… (Energie-)Trächtig erfüllen, nähren ihre Ströme, Wellen, Lichter und Flammen tosend knisternd unser aller Kosmos ergo unser ganzes sein im Überfluss!

Lassen wir uns (von ihnen) tragen, vertrauen wir uns ihnen – in uns an, beginnen wir uns zu wandeln, unweigerlich zu wachsen… und nehmen wir (dankbar) das Gedeihen wie das Welken an, als das was unser aller Kreislauf eben ist. DAS LEBEN!  

Sie sind frei von Wesen… ungreifbar bedingen sie jedes Leben. Unterscheiden und urteilen nicht, ergeben und ergänzen sich. Kennen weder Feind noch Freund – weder Hass noch Liebe, weder Frust noch Lust, weder Vergeltung noch Vergeben. Das Denken des freien Individuums hat verlernt mass- und achtvoll mit ihnen umzugehen. ZU LEBEN!

Dämmerung (in uns)

Dämmerung (in uns)

 17. Januar 2017

Dämmerung (in uns)



Viele werden sie irgendwann gesehen und am Ende in Erinnerung behalten haben.

Zeiten…

…in welchen die Dunkelheit ihre (Ruhe-) Schleier ausgebreitet lässt…

…in welchen die Sonne vom (Gedanken-) Nebel vertrieben scheint…  

…in welchen wir am rauen (Da-) Sein zu branden drohen…

…in welchen wir glauben vor unseren eigenen Augen zu fallen… 

…wenn die Stunde der Aufruhr in unserem (freien) Wesen anbricht und zum Aufstand empor wächst. Dieses Auflehnen richtet sich gegen nichts als gegen unser eigenes Erstarren! Um für uns einzustehen bevor wir uns gänzlich verlieren. Um in den Spiegel zu sehen, ohne uns zu verleugnen. 

Es ist der Moment in welchem wir uns (endlich) nach dem Leben recken…

Vor der Dämmerung ist die Nacht am dunkelsten 

u.A. Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf

Der Moment ist zum Leben da… und darin haben wir alle Zeit der Welt… Lassen wir ihn bewusst verstreichen haben wir ihn doch gelebt… und so haben wir ihn auch anzunehmen…! 

Die Dämmerung (in uns) sind wir selbst – also bricht sie immer an… JETZT! 


Da sind zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen… 


Dalai Lama

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde…

16. Dezember 2016

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde…

Weil das loslassen so allgegenwärtig wie unabwendbar ist – ergänze ich den Beitrag Worum das Leben sich dreht… …gerne um mein liebstes Gedicht…

Stufen

 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein 

und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

http://www.suhrkamp.de/mediathek/hermann_hesse_liest_sein_gedicht_stufen_490.html

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Worum das Leben sich dreht… 

Foto by lonsm.cwboy

14. Dezember 2016

Worum das Leben sich dreht…

Dem weinenden Philosophen Heraklitos Ephesius (Ἡράκλειτος ὁ Ἐφέσιος) wird das Zitat zugeschrieben;

Die einzige Konstante im Universum ist der Wandel (...)

panta rhei

Hērákleitos ho Ephésios

Das gilt auch für mein Leben…

„Kommen und (Ver-)Gehen…“ – oder auf das Sein übertragen – eben Annehmen und Loslassen… DAS sind die Tiden einer jeden Existenz!

(Ver-)Ändern heisst für mich loslassen! Nichts was leicht fällt… nichts was man einfach mal so kann – hat man es einmal „gelernt“… Sondern etwas was immer aufs Neue „geübt“, ja geübt und überwunden werden muss – und nur um auch gleich wieder verlernt zu werden… .
Einzig die Bereitschaft „anzunehmen“, glaube ich, ist mit dem „Vertrauen in das Leben“ lernbar. Damit öffne ich mich dem was vor mir liegt und gebe Frei was war.

DANKBAR es erlebt, erfahren, gesehen, gefühlt, gegeben oder bekommen zu haben… lass ich gerne los und wachse stets daran.
Loslassen… ist für mich ein sehr bewusster Akt der FREIgabe geworden. Bisweilen ein Trauern, ja, ein Erkennen… ein Einsehen… auf jeden Fall. So macht es auch betroffen und kann (darf) gewiss auch sehr schmerzhaft sein! Ob die Kinder, (nahestehende) Menschen, Ziele, Pläne, Werte, Träume, Illusionen oder auch „Glauben“ los zu lassen – ist immer auch ein „Abschied“ in seiner einzigartigen einmaligen Konstellation! Es stellt stets eine eigene Herausforderung dar… der ich mich weder mit negativem Denken stellen noch mit „Klammern“ beikommen kann… Loslassen ist kein Aufgeben.

Eine Frage der Sichtweise!

wie ich begann das Loslassen anzunehmen… habe ich aufgehört etwas aufzugeben…
Der Autor©

Was heisst das für mich und mein Leben…?

Diese Gewissheit ist befreiend, entlastend. Lässt mich ruhiger, leichter und bewusster leben. Sie lässt mich im Moment verweilen – mich dem Leben dankbar hingeben und mich in seinen und meinen Schwingungen aufgehen oder getrost treiben… um mich auf das Wesentliche in mir und um mich blicken zu lassen. Mein freies Sein anzunehmen im Anklang an seine Endlichkeit – wissend dass nichts Ewig (so) bleibt… So auch ich nicht.
Das Leben wird mich bis zum Ende noch einige Male geändert haben… und DAS, ja DAS möchte (werde) ich GELEBT – nicht erduldet – haben.

So werde ich mich erfüllt und auch mir tief dankbar dem Letzten annehmen was mir dereinst zu tun bleibt…

dem Loslassen meines Lebens…

Lieber Lehrer Leben
DANKE!

Foto by lonsm.cwboy

Selbstliebe

Selbstliebe

16. April 2016

Selbstliebe #1/3 

Ein grosses Wort.

…beim Schreiben bemerkte ich, wie mir dieser Beitrag ausufert… 

Eine kleine Zeitreise…

Als Teenager lag ich in warmen klaren Mittsommernächten gerne in den Reben oberhalb der Rheinpromenade im hohen Gras… tauchte ein, in die Weiten des Äthers über mir und sinnierte… hing Fragen über (meinen) Sinn, das kommen – werden – sein und vergehen nach… manchmal stundenlang (!) – Erinnere mich, zu jener Zeit auf faszinierende Zeilen gestossen zu sein…. „Selbstliebe…!“ Ein Gedicht… mehr Gedanken in Prosa… Kannte aber weder Autor noch Ursprung der Zeilen. Sie beschäftigten mich eine ganze Weile. Worte deren Tragweite ich rückblickend ahnen aber nicht wirklich ermessen konnte. Einige Passagen konnte ich gar nicht erst nachvollziehen. Ich weiss aber noch, sie waren mir Zuspruch, Bestätigung an mein Denken und hatten mir deshalb gut getan. Ich verstand, dass ich an mich glauben soll…“ – für mich einstehen und mich eben lieben „darf“…  

Der Text ging mir in der Zeit verloren und geriet gar in Vergessenheit. Für eine sehr lange Zeit. Inzwischen lebte ich. 

Und an eben genau diesem „Selbstverständnis“ – …dass ich mich lieben „darf“ stand ich immer wieder an… .

Es ist nicht einfach zu beschreiben. 

Meine Umwelt tat (tut!) sich damit immer schwer… prinzipiell (!) wenn Verwandte oder Bekannte eine Entscheidung ganz allein „für sich“ trafen – (später dann „ich allein für mich“) ohne die Sippe zu Rate zu ziehen… Es war in deren Wahrnehmung unverzeihlich egoistisch – verwerflich!

Ihre Reaktion? 

Alles haben sie dran gesetzt, dass man scheitere… Unterstützung blieb verwehrt dafür aber reichlich und fiese Steine in den Weg gelegt…  

Die Konsequenz?

Ein Vakuum dehnte sich aus in welchem Selbstvertrauen, Eigensinn, Kreativität, Mut und jegliche Visionen erstickten. 

Der Regelfall; 

Die „Alleingänger“ reihten sich wieder ein, haben sich ihre „Flausen“ abgewöhnt und mutierten. 

Die Ausnahme;

Die Alleingänger blieben sich treu, waren immer Strom aufwärts zu finden und wurden dafür als schwarze Schafe geächtet. 

Ich wusste sehr bald, dass ich da nicht hineinpasste, dass ich da wohl anders bin als all „die Anderen“… „die Anderen“ empfand ich als „Rädelsführer und ihr Gefolge“ – einen Mob welcher auf der Suche ist nach den „Ungleichen“ – um ihnen Ecken und Kanten zu schleifen…. 

Deshalb hatten mich jene Zeilen wohl so fasziniert…  

Genau darin erwuchs dann meine eigene kleine (noch stille) Aufruhr… Eckte beharrlich an… provozierte, polarisierte, reagierte über, wurde genauso intolerant… Aber halt von der anderen Seite… und verrannte mich auch regelmässig. Das hat sich bis Heute genau genommen alles nicht ein Stück geändert. 

„…sich selbst lieben darf… – „darf…?“  

Ich würde sagen,

„…sich selbst lieben muss…!“

Vor einigen Monaten dann hat mir „meine Gastgeberin“, in einem für uns wegweisenden Augenblick, Charlie Chaplin’s Rede „…als ich mich selbst zu lieben begann…“ gesendet… 

Ich hielt inne… las sie immer und immer wieder… Dieser Text…(!) Es waren noch immer die selben Worte… welche mir aus der Vergangenheit vertraut waren. Sie kamen an einer Weggabelung in meinem Leben… denn ich hatte soeben – eine Vielzahl Entscheidungen getroffen… Just da lese ich diese Zeilen erstmals seit 30 Jahren wieder… Sie fühlten sich genau so bestärkend an wie einst… aber sie klangen anders! Mir ward klar, dass ich (wieder) zu mir gefunden hatte… und inzwischen gelernt hatte, achtsam und sorgsam mit mir zu sein… 
Meiner Verantwortung bewusst Entscheidungen für mich selbst zu treffen… weil…

…die Konsequenzen dafür ich auch wirklich und letztendlich ganz allein zu tragen habe… 

…kann ich ohne Zweifel sagen, dass für sich und seine Entscheidungen einzustehen nicht rücksichtslos „egoistisch“ ist… 

sondern aufrichtige Selbstliebe… 

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Selbstliebe

Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass Seelenschmerz und emotionales Leiden nur Warnzeichen sind dafür, dass ich entgegen meiner eigenen Wahrheit lebe. Heute weiss ich, das ist “AUTHENTISCH SEIN”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, wie sehr es jemanden beeinträchtigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzuzwingen, auch wenn ich eigentlich weiss, dass der Zeitpunkt nicht stimmt und dieser Mensch nicht dazu bereit ist – und das gilt auch, wenn dieser Mensch ich selber bin. Heute nenne ich das “RESPEKT”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und ich konnte sehen, dass alles, was mich umgibt, mich einlädt zu wachsen. Heute nenne ich dies “REIFE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, dass ich mich in allen Umständen stets zur rechten Zeit am richtigen Ort befinde und alles genau zum richtigen Zeitpunkt geschieht. Von da konnte ich gelassen sein. Heute nenne ich dies “SELBST-VERTRAUEN”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich es sein lassen, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und ich hörte auf, grosse Zukunftsprojekte zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Freude bereitet und mich glücklich macht, Dinge, die ich gerne tue und die mein Herz zum Lachen bringen – und ich tue sie auf meine Weise und in meinem Rhythmus. Heute nenne ich das “EINFACHHEIT”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem, was nicht gesund ist für mich – Nahrung, Menschen, Dinge, Situationen – und von allem, was mich herunterzieht und mich von mir wegzieht. Erst nannte ich diese Haltung einen “GESUNDEN EGOISMUS”. Heute weiss ich, das ist “SELBSTLIEBE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, liess ich es sein, immer Recht haben zu wollen, und seitdem habe ich mich viel weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist MÄSSIGUNG (wahre BESCHEIDENHEIT).

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiterhin in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für diesen Augenblick, wo ALLES stattfindet. Heute lebe ich jeden Tag einfach nur Tag für Tag, und ich nenne es ERFÜLLUNG.

Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass mein Denken mich verstören, unruhig und krank machen kann. Doch als ich es mit meinem Herzen verbunden hatte, wurde mein Verstand ein wertvoller Verbündeter. Diese Verbindung nenne ich heute WEISHEIT DES HERZENS.

Wir brauchen uns nicht länger fürchten vor Argumenten, Konfrontationen oder vor jeglicher Art von Problemen mit uns selbst oder mit anderen. Selbst Sterne stossen zusammen, und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren. Heute weiss ich, das ist “Leben”!

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 Charlie Chaplin würde Heute 127 Jahre alt