(Wasser auf die) Gedanken-Mühlen

(Wasser auf die) Gedanken-Mühlen

24. April 2019

(Wasser auf die) Gedanken-Mühlen

Es war kein Morgen wie jeder Andere. Ich wachte mit den Vögeln auf und als stäche mich der Hafer schien mich etwas ungeduldig nach Draussen zu zerren. Ohne zu zögern folgte ich diesem Ziehen. So brach ich noch in der Dämmerung in jenen nebligen März-Morgen auf. Stieg planlos in den Bergweg vor meiner Tür ein. Einfach mal der Sonne entgegen aufwärts treiben lassen.

Kaum unterwegs, der Weg vor mir nur wage gezeichnet, ward mir seltsam klar; …was mich da Nebulöses in mir treibt, wird sich mir Heute erschliessen. Nicht „nur“ Zuversicht, Gewissheit irgendwie.

So früh im Jahr lagen auf den Matten noch Schneefelder in welche ich einsame Spuren stapfte. Wenig überraschend verweigerten mir dann Lawinenkegel ein direktes Aufsteigen. Etwas tiefer zu queren gelang mir ebensowenig. Murgänge und Geröll hatten Bergwegen und Pfaden zugesetzt. Jeder Schritt verlangte meine volle Konzentration und die Vernunft wog jede Entscheidung gegen meinen Drang aufzusteigen ab. Kräfteraubend wie dieses „Anlaufen“ gegen die Natur mit der Zeit in den Beinen war, so anstrengend empfand ich bis dahin das Raunen der Gedanken. Schliesslich lehnte ich mich nicht mehr gegen den Berg auf und fügte mich ihm, um auf „Umwegen“ sicher in den Bannwald unter mir zurück abzusteigen. Allmählich durchdrang die Morgensonne die Nebelschleier und brach sich im Geäst der alten Lärchen als märchenhaftes Zwielicht. Ich hielt inne. Liess diese wärmende Flut an mir branden… Dankbar dieses Schauspiel erleben zu dürfen.

Hier folgte ich uralten Wässer-Wasserrinnen welche sich den steilen Hängen entlang schlängeln. Weiterhin liess sich keine „sichere“ Aufstiegsmöglichkeit finden. Winterschäden im Gehölz wiesen mich stattdessen wiederum in die Schranken. Sie „zwangen“ mich auf einen schmalen vergessenen Saumpfad auszuweichen welche man auf Karten vergeblich sucht und der sich bald auch in einem Dickicht zu verlieren schien. Meinte ich, mein Gedankenknäuel lichten zu können, lehrte mich mein lieber Lehrer Leben Heute erstmal eine Lektion Demut an der Natur und irgendwie auch an mir selbst.

Sackgasse? Ab drehen? Zurückkehren? Ein paar weitere Schritte wollte ich noch wagen um vielleicht in einer Felsstufe zu einer eingezeichneten Kapelle an einem Bächlein abzusteigen und rasten zu können. Duckte mich unter tiefliegenden Ästen durch und tauchte in einen längst verlassenen lichten Hain ein. Sein abschüssiger Grund war wohl rauh, wild, von dichten Wachholder und Heidelbeersträuchern bedeckt. Doch es herrschte eine eigenartige Ordnung in ihm. Diskrete Wegspuren liessen mich da mühelos das Felsplatteau und schliesslich den Einstieg in die Stufen finden. Da kündete mir das Plätschern im tiefen Tobel meine nahende Rast an. Es fühlte sich wie ein Geschenk, eine Belohnung an. Nur noch geduldig diese letzte Klippe überwinden. Da schimmert auch schon das Weiss der winzigen Kapelle inmitten dieser steilen Abgeschiedenheit. Sie liegt direkt unter mir, noch von wenig altem Schnee umgeben im Schatten dieser Senke und ruht da gepflegt in den Fels eingebettet. Der Bach kommt wild über Stufen fallend und bleibt hier wie kurz seicht liegen. Unter einem kleinen Holzsteg der ihn zur Kapelle hin überspannt geht er leise weiter um gleich danach in die klamme Schlucht abzustürzen. Dieser Steg weist zurück in die Zivilisation. Noch ist es aber nicht Zeit für mich. Hatte zu Beginn dieses Tages jeder Schritt spürbar meine Gedankenmühlen in Gang gesetzt, war ich längst im Moment angekommen. Das Ächzen zwischen meinen Ohren war dem Staunen und Lauschen gewichen.

Geniessen.

So bleib ich dem „Unwegsamen“ treu und suchte am Fusse dieser Fluh aufwärts verwilderte Trittspuren. Ich gelangte auf einen schmalen Saum welcher mit einem dichten rötlichen Lärchennadelteppich weich ausgelegt war. Nur wenige Schritte später, auf der lichten Anhöhe weitet sich die Enge. Da stiess ich auf einen seltsamen grossen flachen kreisrunden und verwitterten Stein, welcher an der Böschung in Grasbüscheln halb überwuchert lag. Um ihn freizulegen strich ich die trockenen Halme der Gräser und Seggen von seinen beschaffenen und zerfurchten Rändern. Ich fragte mich nach seiner Herkunft und Bedeutung. Mein Blick durchstreift die Lichtung um mich herum. Zu meiner Verwunderung lagen gleich mehrere solcher „Monoliten“ beidseits der Bachufer eingebettet in diesem Kleinod rund um eine alte stillgelegte Mühle und eine zerfallene Walke. Wie absichtlich dargeboten. Ich verstand, da fand ich mich inmitten einer Ruhestätte für abgewetzte Mühlsteine wieder. All diese Steine… sie erzählen schweigend irgendwie, jeder für sich, ihre eigene Geschichte. Ich sehe und höre das bewegte Treiben ihrer vergangenen Zeiten. Den Ersten legte ich frei, setzte mich auf das Auge in seiner Mitte und liess mich überrascht und umarmt vom Leben treiben. Meine Gedanken schweifen befreit aus.

Ergriffenheit.

Ihre Anwesenheit entfaltete symbolische Bedeutung in mir. Heute liegen sie nun also da. Liegen da für mein Gedankenkreisen und für jeden meiner Schritte an diesem Tag. Wie sie einst Korn fürs Leben, zerrieben meine Schritte während den vergangenen Stunden, schier unbemerkt, mein Gedankendickicht. Legten damit frei was mich jüngst umtrieb und mir die Sicht auf das Wesentliche zu versperren begann. Sie traten eine Welle von tiefgreifenden Fragen in mir los.

„Würde ich wirklich bereit sein, meine Freiheit all das Wundersame hier erleben zu dürfen, wieder aufzugeben…?“

„Kann es sein, dass ein paar lobende, schmeichelhafte Worte schon reichen um mich wieder von mir, von meinem (geglaubten) Kern wegzutreiben…?“

„Kann ich zulassen, dass die Bestätigung gewisser Attribute, die Wahl in ein Amt, an seine Stelle tritt…? Brauche ich eine solche Berufung um Bedeutung zu haben…?“

Unlängst hatte ich behauptet, bei mir angekommen zu sein und mich nie wieder los zu lassen. Hatte mich losgesagt davon, mich an Leistung und Erfolg zu messen. Meine Quelle sprudelte fortan über vor Energie. War leicht und wirklich frei! Nun hatten eine einfache Anfrage und eine Bitte, mich unversehens (wieder) dazu veranlasst meine Prioritäten erneut abzuwägen und mich dabei komplett in mir selbst zu verfangen. Bin ich also doch noch nicht annähernd genug „bei mir“, dass ich zulassen kann mich in eine solche innere Enge zu manövrieren… und mir zu drohen, meinen Schulterschluss mit mir zu brechen…? Nein!

Einsehen.

So trampten all diese Schritte Heute unaufhörlich heilsam Wasser auf meine Gedanken-Mühlen. Ich wandelte noch eine Weile hier zwischen den Steinen, rastete ausgiebig an ein morsches Mühlrad angelehnt. Erleichterung über diese Klarheit umfing mich. Meiner bewusst geworden machte ich mich auf den Heimweg mit der Gewissheit, dass ich es fliessen lassen kann… ohne mir untreu zu werden! Was auch immer noch kommen mag, ich entscheide mich für Mich.

Ich hielt Wort und so blieb stets Wasser auf meinen Gedanken-Mühlen…

Danke Dir lieber Lehrer Leben

Danke (…)

Danke (…)

11. Januar 2017

DANKE (…)



(…) ? DANKE (dass es DICH gibt) 

Wann hast DU das zu DIR zuletzt gesagt?

Gedanken für die Freiheit, die ich Heute lesen durfte, haben mich tief berührt und sehr bewegt. 

…alles schreit nach MIR…

…Schritt für Schritt

gehe ich mutig den Weg

zurück zu MIR

„…zurück zu MIR…“

Der Weg der niemals enden wird… ist wahrlich alles andere denn leicht(!) vielmehr beschwerlich, mühsam, anstrengend gar schwer… .

Mal hab ich MICH an der Hand… mal schieb ICH mich an… mal nimm ich MICH zurück… mal vergess ICH mich… mal verliere ich MICH… mal erkenn ICH mich (nicht) wieder… mal suche ich MICH… und umgekehrt! 

Mal geh ICH mir auch zu weit… nie aber komm ich MIR zu nah… . ICH bin MEINE Grenze. MEINE grösste Herausforderung im MIR Danken und mir vergeben… im für MICH einzustehn. 

Solange ICH mir bewusst bin, bin ich auf dem Weg … der mit MIR enden wird. 

„…in Freiheit bei MIR…“

Und damit kann ich mir Danke sagen… jeden Tag aufs Neue… 

DANKE (dass es DICH gibt)

(Dieser Weg liegt vor jedem – ihn zu gehen wünsch ich allen…)


DIR gewidmet

(Freundschaft in) Vollendung

(Freundschaft in) Vollendung

30. Dezember 2016

(Freundschaft in) Vollendung 



…es gibt sie!

Zum Ende dieses Jahres könnte ich mich einfach, mit der Rechten auf dem Herzen, in einem Hofknix vor meinem Lieben Lehrer Leben verneigen und herzlich DANKE sagen. 

.

Da gibt es aber noch etwas…! 

Rückblende; Lange war ich unterwegs bis ich da ankam… Da, wo ich zuvor sehr lange nicht mehr gewesen war… Da, wo ich eigentlich auch nie wirklich lange bleiben konnte. Da, entschied ich, mich ein für alle mal hier nieder zulassen und zu bleiben… Bei MIR! Es kehrte Ruhe ein! Da war ich also, und bin geblieben. Richtete ich mich allmählich gemütlich zu Hause IN MIR ein. Geniesse seither das Leben mit all meinen Sinnen… Exakt da hat mich das Leben überrascht…  Mitteninsherz – Mittenausdemherzen! Unerwartet, so unverhofft wie unfassbar.

…wie ich im Beitrag Schritte festhielt…

…Dann erfasst Du mich mit voller Wucht, reisst Du mich mit, rüttelst mich auf, lässt mich und alles um mich herum beben… öffnest Du mich, erschreckst mich vor mir selbst… 

Der Autor©

Eine Begegnung – nicht gesucht aber gefunden! Wird erst möglich wenn Herz wie Geist sperrangelweit offen bleibt…

Eine Begegnung welche eine neue  Dimension in Tiefe, Vertrauen und Nähe – eine neue Stufe beschreibt…

Eine Begegnung welche uns Spiegel und Erkenntnis ist, dass wir, achtsam an uns selbst, wachsend bleiben… 

Eine Begegnung an welcher unser Lieber Lehrer Leben uns lehrt, dass wir längst mit der Feder unserer Selbstliebe schreiben…

Dieses Geschenk 

(machen wir uns selbst)

Ein Gegenüber – bleibt ganz und gar bei sich… …umarmt verliebt das Leben… 

…weicht nicht von ihrer Seite…

…fordert sich selbst heraus immerzu… 

…nimmt mich mit in jede ihrer Tiefen…

…lässt mich sie herausfordern immerzu…

Sind da bei uns und lehnen uns jederzeit ruhig aneinander an… 

…dieses Geschenk… machten wir uns selbst… in unserer Begegnung

Ein Gegenüber – lässt mich ganz und gar bei mir… …mich umarmen vom Leben… 

…mich nicht von meiner Seite weichen…

…mich selbst herausfordern immerzu… 

…begleitet mich in jede meiner Tiefen… 

…fordert mich heraus immerzu…

Sind da bei uns und laden uns jederzeit ruhig aneinander auf … 

…dieses Geschenk… , es gibt sie… die (Freundschaft in) Vollendung… 

Der Autor©

 

…Feder unserer Selbstliebe
 

Weitsicht

Weitsicht

02. Oktober 2016

Weitsicht

…die Nebel haben sich längst gelichtet  –  mein Sein in jedem Herzschlag ein Segen

…den Blick auf meinen Weg gerichtet  –  kann getrost mich hart dem Wind entgegen legen

…umarmt mich die warme Brise Offenheit  –  das Vertrauen lässt mich treiben im Leben ‚was‘ da fliesst

…welch Geschenk (!) dann diese Begegnung  –  die sie mir die Weitsicht in und um mich erschliesst…

Lieber Lehrer Leben…

…fasziniert und tief dankbar

 …den Moment „nicht aufzugeben…“

…die Begegnung „anzunehmen…“

…Achtsam sein heist „LEBEN…“

Der Autor©

Randnotiz #16 „Die Erfüllung…“

Randnotiz #16 „Die Erfüllung…“

04. Juli 2016

Randnotiz #16 „Die Erfüllung…“

Unscheinbar scheint was kaum Beachtung findet…

Wert zu haben glaubt was üppig opulent mächtig sich präsentiert…

Welch Irrtum.

Die Kleinigkeit ist es welche den Unterschied macht… eine Geste des Vertrauens, ein Wort der Zuneigung, ein Silberstreifen in der Dämmerung, ein kleines Zeichen des Lebens mitten auf dem Weg…

Der süsse Augenblick… der Dich verzaubern mag… er liegt vor Dir immerdar… ist das einzige was wirklich von Bedeutung ist… er wird nicht wiederkehren.

Halte Augen, Ohren und Herz offen… nimm ihn an – lass ihn Dir nicht entgehen… gönn ihn Dir… erfülle Dich…

(Danke für jeden Mitteninsherzmoment)

Peter Pan – (vom erwachsen werden)

Peter Pan – (vom erwachsen werden)

25. Juni 2016 – 16:23

Peter Pan – (vom erwachsen werden)

Jener magische Augenblick; als ich Dich, nach Deinem „Marathon“ auf die Erde, erstmals in den Armen, nein eigentlich in meinen Händen halten durfte… – gerade mal etwas mehr als 3000 Gramm schwer, 47 cm gross…

 Er veränderte meine ganze Welt!

Legte ich mein Ohr auf Deinen wehrlosen kleinen Körper… lauschte dem alles ergreifenden Pochen Deines Herzchens… dem Rhythmus des Lebens und atmete ich diesen Deinen Duft ein… In diesem einen Augenblick ward mir der Sinn meines Lebens – spürbar – auf alle Zeit in mein Herz gebrannt. 

Ich staunte, schwieg, jauchzte, lachte und weinte zeitgleich mit jeder Faser meiner Existenz. Nie dagewesen – unvergleichlich – absolut unbeschreiblich! Das fühlte sich an wie alle besten Dinge des Lebens auf einmal. Was kann es grösseres, mächtigeres geben als Deine Geburt? 

In mir dehnte sich eine Energie aus welche mich unbändig stark werden liess… – als würde ich fliegen können. Und wahrhaftig, für Dich werde ich jeden Bären besiegen und werde ich gar abheben um Dich zu beschützen! Für Dich werde ich alle Hürden überwinden, jeden unmöglichen Umweg gangbar machen, jede Schlacht für Dich und mit Dir schlagen… mich nicht nur hinter Dich stellen sondern mich vor Dich werfen. Für Dich würde ich sterben wenn Dein Überleben danach verlangte…

Es durchfuhr mich diese Gewissheit, „dieses Band würde nie zerreissen“ – ganz egal welchen Wirrungen unsere beiden Leben sich beugen werden müssen.

Dieses Versprechen gilt für alle Zeit. 

Ich möchte Dich tragen… und Dich halten, Dich „loslassen“… und Dich wieder hochheben… Dich leiten und Dich begleiten… Dir Sicherheit geben und mit grossen Ohren (an)hören… Dir erlauben aber auch verbieten… mit Strenge stets aufrichtig und fair Dir Grenzen geben und Wege zeigen… Dich Fehler machen und daraus lernen lassen… Dir Mut, Stärke und den Glauben an Dich selber geben… Dich stolz machen und Dich Werte erkennen lassen… 

Mit der Einkehr dieses stolzen Vatergefühls hielten nicht nur bedingungslose Liebe, beschützende Strenge und grenzenloses Verantwortungsgefühl, sondern auch Verlust- und Versagensängste Einzug. 

Ich werde Dich vielleicht enttäuschen, verletzen…  meine Wünsche und Ziele vielleicht verfehlen… werde Dich um Verzeihung bitten müssen, mich dankbar (gar ehrfürchtig) vor Dir verneigen… Auch das will ich Dich lehren …!

Mein stiller Wunsch ist es, Dein Peter Pan – Dein Held – mit Stärken und Schwächen zu sein… Dir ein „Nimmerland“ bieten, welches Dir Zuflucht ist, Dich schützend umhüllt, Dich erwachsen werden lässt und Dich vorbereitet auf das Leben ohne das Kind in Dir je aufzugeben..

Deine Geburt ist mein „erwachsen werden“.  

Vaterglück!

Das schrieb ich Dir einst – in einer ruhigen Minute – einer damals häufigen kurzen Nacht… im Wissen, das Leben wird Dein strengster Lehrer sein und bleiben. Auf den will ich Dich vorbereiten…

Und es tat was es musste! Es hat (uns) die eine oder andere Lektion erteilt…  Es hat gezeigt, dass es als überschwänglich Schlaraffenland alles geben und als unerbittlich Kargland alles abverlangen kann… !  

… und Heute, Heute ist es also soweit… Ich lass Dich nun los – ohne Dich fallen zu lassen… Stolz auf Dich und tief bewegt… Du bist bereit!

„Mach Dich nun auf…!“

Und wenn Du Dich mal verirrst… hast Du die Gewissheit, dass Du immer weist wo Du mich finden kannst… 

Für immer…

Dein Vater

„…DU“

„…DU“

03. Juni 2016

„…DU“

Diese Tage bin ich oft berührt und angetan…  darf an vielen Gedanken und Fragen Teil haben… 

Ich schätze diese Wort-Begegnungen sehr… Der Austausch lässt anderswo vielleicht Energien frei und Ideen keimen… bewegt und beruhigt… Es entstehen Gespräche fast so als sässe man sich unmittelbar vis à vis…

Damit schliessen sich hier kleine und grosse Kreise in mir. Denn, neulich hat jemand mich mit ihren Fragen dazu „eingeladen“ in meiner WP-Zeit weit zurück zu blättern – …

2013…Ein Weilchen nach meinem „Aufbruch“ – stieg ich unerfahren mit einem Blog ein… ohne Erwartungen daran, aber getrieben hinter Antworten auf meine Fragen her. Bald geschah für mich Unwirkliches… es entstand Raum der ganz persönlichen Begegnung… Begleitet und gehalten von einer schreibenden Stimme aus der Ferne, wurde ich angelesen, gehalten ja aufgefangen… war ich nicht allein. Unendlich Dankbar, weiss ich um den unschätzbaren Wert dieser „kleinen virtuellen Bühne“…

Nun also, viele Zeilen, Pausen, Reisen in und um mich herum später, sitze ich da unterhalte mich weiter… die Fragen und Gedanken welche mich damals umtrieben bewegen Heute Andere, in gleicher Intension und mit dem selben Verlangen nach Licht… wie mich damals. Haben meine Stürme sich längst gelegt, nehm ich mich der wogenden Fragen an das Leben – mit anderer Voraussetzung – sehr gerne weiter an… 

Habe ich zu mir zurück gefunden und konnte ich seither meinen Weg konsequent gehen, ohne je wieder aus der Ruhe zu geraten. Stelle ich mich doch immer den mir im Spiegelbild begegnenden Fragezeichen… Da gibt es keine Illusion, mich bewusst gemahnt „kann mich wieder verlieren…!“ Halte ich Heute fest… 

„es gibt nur eine einzige Person welche Dein Leben ändern kann – …DU

Achtsamkeit ist „Sein…“

darin verweilen ist „bei sich ankommen…“

das Erkennen ist „Aufbruch… !“

Der Autor©

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

27. April 2016

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #10

Er ist vollbracht! Mein 7. Umzug.

Mein „Abenteuer-Umsiedlung“. Dazu lose Gedanken aneinandergereiht.

Wer kennt sie nicht, die Umtriebe rund um einen Umzug… ? Manchmal gleicht so ein Umzug logistisch ja einem wahren Herkules-Akt. Je nachdem wie gross der Haushalt ist, wie lange man an einem Ort lebte, wieviel Anteil „Messi“ in einem wohnt, über welch engen zeitlichen Horizont man verfügt, wird er zu einer echten Herausforderung… Aber was erzähl ich euch… (?) Je nach dem, von wo nach wo der Domizilwechsel geht… ist er gar abenteuerlich…

Aus der nördlichsten Provinz des Landes… von knapp 500 M.ü.M. …

über alle Berge… – 271 Kilometer weiter Südwestlich – ins Bergdorf auf 1350 M.ü.M.


Frühe Vorbereitung verschafft Übersicht, verleiht Ruhe, spart Zeit und schränkt „Väterchen Zufall“ den Raum ein. Wenn auch (oder eben genau weil…) böse Überraschungen und Pannen nicht auszuschliessen sind. Diese verträgt es dann wenigstens ohne dass das Chaos ausbricht. Deshalb lebte ich lange schon im „brauchich-brauchichnicht…-Modus“ zwischen Umzugskartons und Entsorgungsboxen. Zelebrierte diese „Zeit des Ausmistens“. Blieb dabei an so manchem Müsterchen in Erinnerungen hängen…, wie gut, dass ich so lange Zeit hatte. Wollte mich damit auch soweit wie irgend möglich „reduzieren“! Das heisst – wie ich schon einmal erwähnt hatte… „alles was nicht auf meinen Rücken passt“ bleibt wo es ist… oder wird entsorgt.

Der Umzug sollte ja keine grosse Sache werden. Soweit der Vorsatz und meine Einschätzung vor wenigen Monaten.
Nun geht es ja auf den Berg… (!). Bin nicht motorisiert – auf ÖVM (Gondel und Bahn) angewiesen. Einkäufe (gerade Lieferung für Einrichtung und Möbel) sind da erschwert, die Preise gewisser Dinge fast höher als die Berge welche das Dorf umstellen und der Winter wird hart. Der Weiler in welchem ich mich niederlasse, kann ausserdem durch drohenden Lawinenniedergang von der „Aussenwelt“ abgeschnitten werden… Ergo hab ich mir im Vorfeld noch reichlich „Vorräte“ aus benachbartem Grenzraum zugelegt welche mir das entspannte Ausharren hier oben möglich machen sollen. Nein, Keine Panik (!) – akkurate Vorbereitung eben. (by the way – 3 Ster (=ca. 3 m³) Brennholz in 1 Meter Spalten für den kommenden Winter sind bereits bestellt… )

Bald einmal war mir klar,

„Mein Rücken“… muss fast dem Volumen eines Mercedes Benz Sprinters mit Superhochdach entsprechen. Daaas gibt doch mehr zu tun… Soviel also zum Vorsatz… 😂

„Möbelpacker“ mögen einen vom buckeln des Haushaltes erlösen… dafür müsste aber das Portemonnaie die Auslagen stemmen… Mehr spasseshalber liess ich mir eine Offerte für das „Zügeln“ (CH für Umziehen) erstellen mit diesen Angaben;

  • 2 1/2 Zimmer Whg. 
  • 271km Fahrtkilometer ein Weg  = mindestens 4 Stunden
  • auf dem Berg 80 Meter zu Fuss in steilem Terrain z.T. ohne Weg… bis zum Chalet
  • Chalet mit 3 Etagen – Möbel zum Teil über Fassade einbringen…

erhielt ich, nicht überraschend, eine (unverbindliche!) Richtofferte über einen dreifach vierstelligen Betrag…

Ich sah meine „Jung-Mannschaft“ schon Zähne knirrschend am Berg stehen… Meine Söhnemänner (und mein „BF“) haben jedoch keine Sekunde gezögert. Die „Umsiedlung“ geht nicht in fremde Hände – bleibt unter uns. Derweil konnte ich uns noch einen modernen Maulesel als „Zügelhilfe“ am Berg organisieren…

Freitag 18:00 traf also ein wer konnte und wir luden den Wagen… Zu unser aller „Freude“ goss es bald wie aus Eimern… und der Tag erlosch rasend schnell unter diesem tief verhangenen Himmel. Im dunkeln Nass wurde „das Tetris im Transporter“ dann natürlich zu einem reinen Kompromiss. Egal. 22:40 Ladung gesichert… Mannschaft zwischenzeitlich komplett.
Die kurze Nacht schlugen wir uns, in der bis auf das rote Sofa leergeräumten Wohnung, im Schlafsacklager um die Ohren… Schattenspiele und „ich seh ich seh -was Du nicht siehst…“ inklusive…

Die Abfahrt 06:00 wurde dann durch nicht weckbare Kizz und eine kurze Suche nach dem Wagenschlüssel knapp vereitelt… Wir schalten also einen Gang höher, drehen den Sound voll auf! damit er unsere Schlafminen entknittere… scheren bei der ersten Tanke noch einmal raus um fett „Frühstück-ungesund“ – Heisse Schockolade, Croissant’s, Espressi und Überaschungseier zu laden. Ab gehts!

Vernunft über Geschwindigkeit… ! Der Dauer-Regen sorgt für heftiges Aquaplaning im Alsphalt-Wasserpark der Schweizer N1. Bei diesen doch schwierigen Bedingungen kommen wir überraschend gut voran. Keine Unfälle oder andere Hindernisse… Die Ladung hält. Nach Bern beruhigt sich die Wetterlage allmählich und der Zeitverlust bleibt bis zum Autoverlad – nach 4/5 der Strecke – unter einer Stunde. Und wir haben Glück, es gibt da auch kaum Wartezeit. Unser Benz-Sprinter, ein monströses Vehikel verglichen mit dem Renault Clio vor uns, passt spielend auf die Bahnwagons welche gar Reisebusse schlucken mögen. Der Himmel ist tief verhangen, grau und nass – Lötschberg wirkt fast gespenstisch als wir anrollen… ein unwirkliches kindliches Gefühl von Spannung und Abenteuer umfängt mich… neben mir meine Jungs… Diesen Moment der Ergriffenheit behalt ich für mich… und lass in wirken für die Zeit in der wir durch den rabenschwarzen Lötschbergtunnel donnern…

46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O

Ein knappe Stunde später ist der Weg fast geschafft… Der Himmel über meinem neuen zu Hause ist noch unentschlossen – es reisst zwar stark auf, aber seltsames fast schon gewittriges Licht flutet das Panorama… Der nächste Wolkenbruch scheint nicht weit… Es „schont“ noch bei Ankunft auf dem Berg… das Terrain ist zwar feucht aber fest… Also bloss keine Zeit verlieren…


Die schweren Kisten braucht niemand den Berg hinunter zu tragen. Dafür ist der erwähnte Maulesel „Rocky“ – ein Raupen-Transporter – die hier oben unverzichtbare motorisierte Hilfe für alles zuständig.


Die Einrichtungsteile müssen aber doch mit Manneskraft eingebracht werden. Die drohenden Regengüsse sind uns im Nacken… weshalb erstmal alles ins Wohnzimmer verstaut wird… Hektik kommt dabei aber keine auf. Ausser kurzen Schauern gleich zu Beginn des Abladens bleiben wir und die Habseligkeiten sogar trocken… uuund werden mit wärmenden Sonnenstrahlen belohnt. Daas ist eben auch das Wallis… – die Sonnenstube der Schweiz.


Und so endet ein superlanger Tag – erfolgreich ganz ohne Pannen… Bei einem leckeren Abendessen beim Italiener lassen wir es uns schliesslich noch einmal verdient gut gehen…

Hier bin ich also…

DANKE DANKE – ❤️ HERZLICHEN DANK JUNGS 😘 und  „BF – Mac“ -GHETTO👊🏻

FÜR EURE RIESIGE UNTRSTÜTZUNG – IHR SEID UNGLAUBLICHE KLASSE !

HOFKNIX UND VERNEIG☺️

„…Verwöhnmomente…“ 

„…Verwöhnmomente…“ 

21. April 2016

„Verwöhnmomente“ 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #9

Alles ist erledigt! Das Abenteuer Umsiedlung abgeschlossen. Die alte Wohnung hab ich blitzblank sauber abgegeben… Nach Bohrlöcher stopfen, Küche in Einzelteile zerlegen, Parkett bonern… und einer anschliessenden 2 Stündigen Bahnfahrt…

…fühlte ich mich verbraucht und schmutzig… stinkend nach Reinigungsmittel, Parkettpflege, Lavendel und (männlichem!) Schweiss. 

So trat ich vorhin durch ihre Tür… und wurde von meinem „Ellixier“ mit „Du duftest toll (!)“, einer doppelten Portion Pasta all Tonno und einem herrlich heissen Bad bei Kerzenschein und einem Glas schönem schwerem Rotwein empfangen… Diese Stimmung (!) knisterte noch mehr (erotischer) als sonst schon (;

Unfassbar entspannende „Verwöhnmomente“ bevor ich morgen Abend definitiv ins Wallis übersiedelt bin…

Diese Stunden vergess ich nie… 

DANKE 😍

Apéro riche

Apéro riche

01. April 2016

Apéro riche

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #6

Was ist angemessen dieses lange Kapitel zu schliessen…?

Habe einige Zeit über dieser Frage gebrütet.

Eine betäubende Anästhesiesause… (?). Clubing ist doch nicht meins, die steifen Betriebsessen mit starrer Sitzordnung sind mir immer schon zu wider gewesen… und sowas würde mein Budget regelrecht pulverisieren…

Noch was; Timing ist ja alles… Es ist zwar soweit täglich irgend Jemandem Adieu sagen zu „müssen“, aber ich mochte nicht meinen „Abschied“ mit der Belegschaft begehen, sondern wollte mich für die lange Zusammenarbeit bei Allen bedanken. 

So lud ich Heute Nachmittag (also Gestern), noch schlaftrunken (bin im Nachtdienst-Modus) zum gemütlichen Stelldichein… 10 Tage vor meinem Abgang. Ein gemütliches Beisammensein in ungezwungenem Rahmen bei herzhaften kleinen Häppchen und Walliser Weisswein (was sonst?), um einige Worte zu tauschen, Anekdoten zu teilen, „Interviews“zu geben,  herzliche Drücker zu verschenken und Handy-Nummern zu tauschen… Daaaas passt!

  

  
Nach 2 Stunden war das bereichernde Intermezzo schon Geschichte… ich noch müder aber zufrieden und happy mich dafür entschieden zu haben… 
Apéro riche