(Wasser auf die) Gedanken-Mühlen

(Wasser auf die) Gedanken-Mühlen

24. April 2019

(Wasser auf die) Gedanken-Mühlen

Es war kein Morgen wie jeder Andere. Ich wachte mit den Vögeln auf und als stäche mich der Hafer schien mich etwas ungeduldig nach Draussen zu zerren. Ohne zu zögern folgte ich diesem Ziehen. So brach ich noch in der Dämmerung in jenen nebligen März-Morgen auf. Stieg planlos in den Bergweg vor meiner Tür ein. Einfach mal der Sonne entgegen aufwärts treiben lassen.

Kaum unterwegs, der Weg vor mir nur wage gezeichnet, ward mir seltsam klar; …was mich da Nebulöses in mir treibt, wird sich mir Heute erschliessen. Nicht „nur“ Zuversicht, Gewissheit irgendwie.

So früh im Jahr lagen auf den Matten noch Schneefelder in welche ich einsame Spuren stapfte. Wenig überraschend verweigerten mir dann Lawinenkegel ein direktes Aufsteigen. Etwas tiefer zu queren gelang mir ebensowenig. Murgänge und Geröll hatten Bergwegen und Pfaden zugesetzt. Jeder Schritt verlangte meine volle Konzentration und die Vernunft wog jede Entscheidung gegen meinen Drang aufzusteigen ab. Kräfteraubend wie dieses „Anlaufen“ gegen die Natur mit der Zeit in den Beinen war, so anstrengend empfand ich bis dahin das Raunen der Gedanken. Schliesslich lehnte ich mich nicht mehr gegen den Berg auf und fügte mich ihm, um auf „Umwegen“ sicher in den Bannwald unter mir zurück abzusteigen. Allmählich durchdrang die Morgensonne die Nebelschleier und brach sich im Geäst der alten Lärchen als märchenhaftes Zwielicht. Ich hielt inne. Liess diese wärmende Flut an mir branden… Dankbar dieses Schauspiel erleben zu dürfen.

Hier folgte ich uralten Wässer-Wasserrinnen welche sich den steilen Hängen entlang schlängeln. Weiterhin liess sich keine „sichere“ Aufstiegsmöglichkeit finden. Winterschäden im Gehölz wiesen mich stattdessen wiederum in die Schranken. Sie „zwangen“ mich auf einen schmalen vergessenen Saumpfad auszuweichen welche man auf Karten vergeblich sucht und der sich bald auch in einem Dickicht zu verlieren schien. Meinte ich, mein Gedankenknäuel lichten zu können, lehrte mich mein lieber Lehrer Leben Heute erstmal eine Lektion Demut an der Natur und irgendwie auch an mir selbst.

Sackgasse? Ab drehen? Zurückkehren? Ein paar weitere Schritte wollte ich noch wagen um vielleicht in einer Felsstufe zu einer eingezeichneten Kapelle an einem Bächlein abzusteigen und rasten zu können. Duckte mich unter tiefliegenden Ästen durch und tauchte in einen längst verlassenen lichten Hain ein. Sein abschüssiger Grund war wohl rauh, wild, von dichten Wachholder und Heidelbeersträuchern bedeckt. Doch es herrschte eine eigenartige Ordnung in ihm. Diskrete Wegspuren liessen mich da mühelos das Felsplatteau und schliesslich den Einstieg in die Stufen finden. Da kündete mir das Plätschern im tiefen Tobel meine nahende Rast an. Es fühlte sich wie ein Geschenk, eine Belohnung an. Nur noch geduldig diese letzte Klippe überwinden. Da schimmert auch schon das Weiss der winzigen Kapelle inmitten dieser steilen Abgeschiedenheit. Sie liegt direkt unter mir, noch von wenig altem Schnee umgeben im Schatten dieser Senke und ruht da gepflegt in den Fels eingebettet. Der Bach kommt wild über Stufen fallend und bleibt hier wie kurz seicht liegen. Unter einem kleinen Holzsteg der ihn zur Kapelle hin überspannt geht er leise weiter um gleich danach in die klamme Schlucht abzustürzen. Dieser Steg weist zurück in die Zivilisation. Noch ist es aber nicht Zeit für mich. Hatte zu Beginn dieses Tages jeder Schritt spürbar meine Gedankenmühlen in Gang gesetzt, war ich längst im Moment angekommen. Das Ächzen zwischen meinen Ohren war dem Staunen und Lauschen gewichen.

Geniessen.

So bleib ich dem „Unwegsamen“ treu und suchte am Fusse dieser Fluh aufwärts verwilderte Trittspuren. Ich gelangte auf einen schmalen Saum welcher mit einem dichten rötlichen Lärchennadelteppich weich ausgelegt war. Nur wenige Schritte später, auf der lichten Anhöhe weitet sich die Enge. Da stiess ich auf einen seltsamen grossen flachen kreisrunden und verwitterten Stein, welcher an der Böschung in Grasbüscheln halb überwuchert lag. Um ihn freizulegen strich ich die trockenen Halme der Gräser und Seggen von seinen beschaffenen und zerfurchten Rändern. Ich fragte mich nach seiner Herkunft und Bedeutung. Mein Blick durchstreift die Lichtung um mich herum. Zu meiner Verwunderung lagen gleich mehrere solcher „Monoliten“ beidseits der Bachufer eingebettet in diesem Kleinod rund um eine alte stillgelegte Mühle und eine zerfallene Walke. Wie absichtlich dargeboten. Ich verstand, da fand ich mich inmitten einer Ruhestätte für abgewetzte Mühlsteine wieder. All diese Steine… sie erzählen schweigend irgendwie, jeder für sich, ihre eigene Geschichte. Ich sehe und höre das bewegte Treiben ihrer vergangenen Zeiten. Den Ersten legte ich frei, setzte mich auf das Auge in seiner Mitte und liess mich überrascht und umarmt vom Leben treiben. Meine Gedanken schweifen befreit aus.

Ergriffenheit.

Ihre Anwesenheit entfaltete symbolische Bedeutung in mir. Heute liegen sie nun also da. Liegen da für mein Gedankenkreisen und für jeden meiner Schritte an diesem Tag. Wie sie einst Korn fürs Leben, zerrieben meine Schritte während den vergangenen Stunden, schier unbemerkt, mein Gedankendickicht. Legten damit frei was mich jüngst umtrieb und mir die Sicht auf das Wesentliche zu versperren begann. Sie traten eine Welle von tiefgreifenden Fragen in mir los.

„Würde ich wirklich bereit sein, meine Freiheit all das Wundersame hier erleben zu dürfen, wieder aufzugeben…?“

„Kann es sein, dass ein paar lobende, schmeichelhafte Worte schon reichen um mich wieder von mir, von meinem (geglaubten) Kern wegzutreiben…?“

„Kann ich zulassen, dass die Bestätigung gewisser Attribute, die Wahl in ein Amt, an seine Stelle tritt…? Brauche ich eine solche Berufung um Bedeutung zu haben…?“

Unlängst hatte ich behauptet, bei mir angekommen zu sein und mich nie wieder los zu lassen. Hatte mich losgesagt davon, mich an Leistung und Erfolg zu messen. Meine Quelle sprudelte fortan über vor Energie. War leicht und wirklich frei! Nun hatten eine einfache Anfrage und eine Bitte, mich unversehens (wieder) dazu veranlasst meine Prioritäten erneut abzuwägen und mich dabei komplett in mir selbst zu verfangen. Bin ich also doch noch nicht annähernd genug „bei mir“, dass ich zulassen kann mich in eine solche innere Enge zu manövrieren… und mir zu drohen, meinen Schulterschluss mit mir zu brechen…? Nein!

Einsehen.

So trampten all diese Schritte Heute unaufhörlich heilsam Wasser auf meine Gedanken-Mühlen. Ich wandelte noch eine Weile hier zwischen den Steinen, rastete ausgiebig an ein morsches Mühlrad angelehnt. Erleichterung über diese Klarheit umfing mich. Meiner bewusst geworden machte ich mich auf den Heimweg mit der Gewissheit, dass ich es fliessen lassen kann… ohne mir untreu zu werden! Was auch immer noch kommen mag, ich entscheide mich für Mich.

Ich hielt Wort und so blieb stets Wasser auf meinen Gedanken-Mühlen…

Danke Dir lieber Lehrer Leben

Das Geheimnis der Unendlichkeit?

Das Geheimnis der Unendlichkeit?

29. April 2017

Das Geheimnis der Unendlichkeit?

KEIN Erklährungsversuch! Nur eine kleine Reise nach Utopia.

War ich früher, in seinem Alter, (oft) in Gedanken allein dahin unterwegs, zog mich Gestern mein Jüngster energisch fragend exakt dort hin… „In die unbegreiflichen Weiten unserer Existenz“ mit der Frage…

„…nach der Unendlichkeit der Möglichkeiten…“ Das führte in ein stundenlanges schwindelerregendes (unwissenschaftliches) Gedankenkreisen um Schwarze Löcher und „Parallelwelten“. Um unzählige alte neue, eher philosophische, Fragen zu Logik oder Zufall unserer Existenz in Raum und Zeit. Um die (Un-)Wahrscheinlichkeit unserer Einzigartigkeit… und das Geheimnis der Unendlichkeit…

Fazit – keine Antworten nur ein paar (naive) Behauptungen.

Nichts ist, so ähnlich es auch scheinen mag, je wirklich präzis gleich…

Wiederholungen bleiben doch nur so exakte Kopien wie „ungefähr“…

Selbst die Reflexion ist noch Spiegelverkehrt…

Weil manches (alles?), so wie wir selbst, dereinst endet – (ver)ändert sich und wächst das grosse Ganze doch nur…

Eben Dieses entwickelt sich nie zurück sondern stets immer weiter…

Was mir blieb nach dieser wirren Exkursion war dieser eine Gedanke als Notiz;

„Die Wahrscheinlichkeit der Unendlichkeit (des grossen Ganzen)…

liegt wohl begründet in der Einzigartigkeit (des endlichen Einzelnen)…“

Der Autor

Nachsatz…

Wurde Euch schwindlig oder runzelte sich Eure Stirn beim Lesen? Wunderbar.
Aus so manch naiver Reise nach Utopia – aus Wissensdurst und Erklärungsnot (wie jene Gestern ?), mögen einst Erkenntnisse gewonnen worden sein welche, zu Ende gedacht, geglaubte Grenzen sprengten.

Visionäre Astronomen und Philosophen endeten einst haufenweise als Ketzer in den Fängen der Inquisitoren (Giordano Bruno)… ,
…Fantasten beschrieben das Fliegen, Tiefseetauchen und Mondfahren (Jules Verne) …

So geniesse ich dieses Abheben in die Tiefen und Danke meinem Sohn, dass er seine Fragen nicht für sich behält.

Wünsche Euch, dass ihr Euch dann und wann Zeit nehmt auch über vermeindlich unerklärliches – „Utopisches“ – mehr oder weniger ernsthaft nachzudenken…

Dany

(mitten ins) Herzklopfen

(mitten ins) Herzklopfen

03. Februar 2017

(mitten ins) Herzklopfen


Flimmern die Glitter der Verzückung durch meine Gedanken…

…steigen Schmetterlinge flatternd auf in meinem Bauch…

…reibe ich mir die Augen… atme ich tief die Emotionen ein…  

Lass ich sie sich alle mit mir setzen und lausche ich der Stille da in mir, so weicht das Sehnen…

…erklingt sie und strömt diese ungeahnt tiefe Erfüllung durch meine Venen…

…in ihrem eigenen sanften Rhythmus 

(mitten ins) Herzklopfen

Elemente

Elemente

30. Januar 2017


Elemente

Die Elemente sind… 
…die gütigen wie gerechten Quellen unserer Energien, die Kinder der Natur welche das Werden und Wirken zieren. – Sie wissen zu geben und zu nehmen… zu spenden und zu zehren… zu keimen und zu enden… (Energie-)Trächtig erfüllen, nähren ihre Ströme, Wellen, Lichter und Flammen tosend knisternd unser aller Kosmos ergo unser ganzes sein im Überfluss!

Lassen wir uns (von ihnen) tragen, vertrauen wir uns ihnen – in uns an, beginnen wir uns zu wandeln, unweigerlich zu wachsen… und nehmen wir (dankbar) das Gedeihen wie das Welken an, als das was unser aller Kreislauf eben ist. DAS LEBEN!  

Sie sind frei von Wesen… ungreifbar bedingen sie jedes Leben. Unterscheiden und urteilen nicht, ergeben und ergänzen sich. Kennen weder Feind noch Freund – weder Hass noch Liebe, weder Frust noch Lust, weder Vergeltung noch Vergeben. Das Denken des freien Individuums hat verlernt mass- und achtvoll mit ihnen umzugehen. ZU LEBEN!

Danke (…)

Danke (…)

11. Januar 2017

DANKE (…)



(…) ? DANKE (dass es DICH gibt) 

Wann hast DU das zu DIR zuletzt gesagt?

Gedanken für die Freiheit, die ich Heute lesen durfte, haben mich tief berührt und sehr bewegt. 

…alles schreit nach MIR…

…Schritt für Schritt

gehe ich mutig den Weg

zurück zu MIR

„…zurück zu MIR…“

Der Weg der niemals enden wird… ist wahrlich alles andere denn leicht(!) vielmehr beschwerlich, mühsam, anstrengend gar schwer… .

Mal hab ich MICH an der Hand… mal schieb ICH mich an… mal nimm ich MICH zurück… mal vergess ICH mich… mal verliere ich MICH… mal erkenn ICH mich (nicht) wieder… mal suche ich MICH… und umgekehrt! 

Mal geh ICH mir auch zu weit… nie aber komm ich MIR zu nah… . ICH bin MEINE Grenze. MEINE grösste Herausforderung im MIR Danken und mir vergeben… im für MICH einzustehn. 

Solange ICH mir bewusst bin, bin ich auf dem Weg … der mit MIR enden wird. 

„…in Freiheit bei MIR…“

Und damit kann ich mir Danke sagen… jeden Tag aufs Neue… 

DANKE (dass es DICH gibt)

(Dieser Weg liegt vor jedem – ihn zu gehen wünsch ich allen…)


DIR gewidmet

(Freundschaft in) Vollendung

(Freundschaft in) Vollendung

30. Dezember 2016

(Freundschaft in) Vollendung 



…es gibt sie!

Zum Ende dieses Jahres könnte ich mich einfach, mit der Rechten auf dem Herzen, in einem Hofknix vor meinem Lieben Lehrer Leben verneigen und herzlich DANKE sagen. 

.

Da gibt es aber noch etwas…! 

Rückblende; Lange war ich unterwegs bis ich da ankam… Da, wo ich zuvor sehr lange nicht mehr gewesen war… Da, wo ich eigentlich auch nie wirklich lange bleiben konnte. Da, entschied ich, mich ein für alle mal hier nieder zulassen und zu bleiben… Bei MIR! Es kehrte Ruhe ein! Da war ich also, und bin geblieben. Richtete ich mich allmählich gemütlich zu Hause IN MIR ein. Geniesse seither das Leben mit all meinen Sinnen… Exakt da hat mich das Leben überrascht…  Mitteninsherz – Mittenausdemherzen! Unerwartet, so unverhofft wie unfassbar.

…wie ich im Beitrag Schritte festhielt…

…Dann erfasst Du mich mit voller Wucht, reisst Du mich mit, rüttelst mich auf, lässt mich und alles um mich herum beben… öffnest Du mich, erschreckst mich vor mir selbst… 

Der Autor©

Eine Begegnung – nicht gesucht aber gefunden! Wird erst möglich wenn Herz wie Geist sperrangelweit offen bleibt…

Eine Begegnung welche eine neue  Dimension in Tiefe, Vertrauen und Nähe – eine neue Stufe beschreibt…

Eine Begegnung welche uns Spiegel und Erkenntnis ist, dass wir, achtsam an uns selbst, wachsend bleiben… 

Eine Begegnung an welcher unser Lieber Lehrer Leben uns lehrt, dass wir längst mit der Feder unserer Selbstliebe schreiben…

Dieses Geschenk 

(machen wir uns selbst)

Ein Gegenüber – bleibt ganz und gar bei sich… …umarmt verliebt das Leben… 

…weicht nicht von ihrer Seite…

…fordert sich selbst heraus immerzu… 

…nimmt mich mit in jede ihrer Tiefen…

…lässt mich sie herausfordern immerzu…

Sind da bei uns und lehnen uns jederzeit ruhig aneinander an… 

…dieses Geschenk… machten wir uns selbst… in unserer Begegnung

Ein Gegenüber – lässt mich ganz und gar bei mir… …mich umarmen vom Leben… 

…mich nicht von meiner Seite weichen…

…mich selbst herausfordern immerzu… 

…begleitet mich in jede meiner Tiefen… 

…fordert mich heraus immerzu…

Sind da bei uns und laden uns jederzeit ruhig aneinander auf … 

…dieses Geschenk… , es gibt sie… die (Freundschaft in) Vollendung… 

Der Autor©

 

…Feder unserer Selbstliebe
 

Randnotiz #19   „Stille“

Randnotiz #19   „Stille“

21. Dezember 2016

Randnotiz #19   „Stille“

übergeben wir das Wort der  Stille
Es bräuchte keine Worte!
Berlin 20.12.2016 20:02

Mit dieser Nachricht entrückte mir ein Schrei nach Stille… schon wieder!
Das erschütternde Déjà-vu in welchem ich mich gestern Abend wiederfand, lag nicht etwa in der Duplizität der Anschläge Nizza/Berlin.

Es ist diese darauf folgende sozial-mediale Welle… auf welcher die rationale Trauer in irrationalen „Ruf nach Vergeltung!“ umschlägt … und welche innerhalb dreier Minuten Echtzeit – Tsunamigleich – den gesamten Globus überschwemmt und in sich jegliche Vernunft ertränkt.

Schweigen… zurücktreten… gedenken… aufrichtig trauern… und versuchen zu erfassen welche Dramatik sich im Ereigneten lesen lässt. Welche Irreführung! Eine fehlgeleitete Ideologie gebärt Rachesoldaten – Das Heer welches dem „Ruf nach Vergeltung“ folgt… sich berufen fühlt, in wessen Namen auch immer, diesen Trauer-Schmerz zu mehren… Sühne zu erzwingen! Statt in sich zu gehen, zu schweigen, zu weinen und sich zu besinnen… den Hass zu durchbrechen!
Auf diesem Boden, den ich „Ruf nach Vergeltung“ nenn, wächst dieser Hass. Gedeiht all das, was der Terror an sich eben ist! Eben der Ruf nach Vergeltung.

Darin erkennt, worin der Ursprung eines jeden Aktes liegt… selbst wenn mir jegliches Verständnis dafür fehlt… glaube ich Verstanden zu haben, dass jeder von uns ihn verstummen lassen kann…

Kehre/n ich/wir ein zur Stille… Wäre das Epizentrum die Liebe… mein/eines jeden „Selbst“! So würde wohl jeder nur noch tun was ihm Selbst widerfahren soll…


…würden nur die Liebe in die Wellen legen die sie mit sich tragen sollen …

samu

…es fielen keine Bomben mehr auf Gaza…

„…halten wir doch einfach den Mund und übergeben wir das Wort der Stille…!“

In echtem Gedenken an alle Betroffenen

SARASTRO / Zauberflöte 

 

 In diesen heil’gen Hallen 

Kennt man die Rache nicht, 

Und ist ein Mensch gefallen, 

Führt Liebe ihn zur Pflicht. 

Dann wandelt er an Freundes Hand 

Vergnügt und froh ins bess’re Land. 

 


In diesen heil’gen Mauern, 

Wo Mensch den Menschen liebt, 

Kann kein Verräter lauern, 

Weil man dem Feind vergibt. 

Wen solche Lehren nicht erfreun, 

Verdienet nicht, ein Mensch zu sein.

 

Wolfgang Amadeus Mozart


Tipp:

Dem Gedanken „warum können wir nicht einfach still sein…“ nahm sich Silvia in ihrem bewegten Beitrag im vergangenen Sommer an.

https://wiedaslebenklingt.wordpress.com/2016/07/23/warum-koennen-wir-nicht-einfach-still-sein/

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde…

16. Dezember 2016

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde…

Weil das loslassen so allgegenwärtig wie unabwendbar ist – ergänze ich den Beitrag Worum das Leben sich dreht… …gerne um mein liebstes Gedicht…

Stufen

 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein 

und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen,

Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf‘ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Hermann Hesse

http://www.suhrkamp.de/mediathek/hermann_hesse_liest_sein_gedicht_stufen_490.html

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Randnotiz #17 „Eric Carr – the Fox“

Randnotiz #17 „Eric Carr – the Fox“

24. November 2016

Randnotiz #17 „Eric Carr – the Fox“

*1950 – †1991

Heute vor 25 Jahren
Wuchtig, unbändig energiegeladen! Mit Lärm und Dröhnen zog er spielend eine opulente Aura um sich hoch… erfüllte er scheinbar mit Leichtigkeit die Umwelt mit kraftvoll betörenden Beats. Daneben komponierte und sang er auch viel leisere gar seichte Klänge wie Tiara. Er verkörperte die Rhythmen und Tempiwechsel als Lebensgefühl! Einer der – für mich – begnadetsten Drummer aller Zeiten. Eric Carr „the Fox“ rührte während 11 Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen die KIϟϟ-Küche.

Im Schatten eines Champions, ganz still und leise, fast unbemerkt, erlosch sein Licht – kreuzte er für immer seine Sticks… Mit Würde verliess der Fuchs geschmeidig und stolz seine Lebensbühne…

Eric Carr – starb Heute vor 25 Jahren – am selben Tag wie Freddy Mercury

Tribute to a „Good Guy“ – KIϟϟ erzählen die letzten Monate…

Eric Carr

Tale of the Fox

Schritte

Schritte

17. Oktober 2016

Schritte

Lieber Lehrer Leben…

…Du BIST! Du bist in jedem meiner Schritte! Du lässt mich sie alle gehen… die Kleinen, die Grossen, die Bedächtigen, die Hastigen, die Bewussten, die Gedankenlosen,

Du lässt mich immer wieder die Selben wiederholen – mich meinen Ritualen und Mustern frönen. Lässt mich zögerlich zaghaft mir fremden Grund abtasten, lässt mich stehen bleiben, innehalten… lässt mich mich umdrehen, zurück oder in die andere Richtung gehen. Meist bist Du einfach… still und unsichtbar lässt mich gewähren, mich stramm oder genüsslich MEINEN Weg bahnen. Bringst mich weiter, lässt mich bei mir ankommen…! Lässt mich nie vergessen, dass Du bist. Und wenn die Zeit kommt…
…wie in diesen Tagen! Dann wenn ich ganz bei mir bin… (!) Dann erfasst Du mich mit voller Wucht, reisst Du mich mit, rüttelst mich auf, lässt mich und alles um mich herum beben… öffnest Du mich, erschreckst mich vor mir selbst… lässt mich im Vertrauen in Dich blind rücklings ins Leere oder mir Unbekannte springen… mich mit Anlauf Türen rammen… und gewährst mir so Einlass in die Hallen meiner unbefragten Antworten… Da wird es wieder Still, da kehrt die Ruhe wieder ein… da bleibe und verharre ich nun für eine Weile. Geniesse, lasse wirken was Du mir zeigst, mich auf meinem Weg erfahren, empfinden und eben annehmen lässt…
Da lausche ich meiner Schritte… der Bewegung in mir…

 

Die Ruhe ist die Bewegung in sich Selbst

Laotse