Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

27. April 2016

Here I am… „Abenteuer-Umsiedlung“

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #10

Er ist vollbracht! Mein 7. Umzug.

Mein „Abenteuer-Umsiedlung“. Dazu lose Gedanken aneinandergereiht.

Wer kennt sie nicht, die Umtriebe rund um einen Umzug… ? Manchmal gleicht so ein Umzug logistisch ja einem wahren Herkules-Akt. Je nachdem wie gross der Haushalt ist, wie lange man an einem Ort lebte, wieviel Anteil „Messi“ in einem wohnt, über welch engen zeitlichen Horizont man verfügt, wird er zu einer echten Herausforderung… Aber was erzähl ich euch… (?) Je nach dem, von wo nach wo der Domizilwechsel geht… ist er gar abenteuerlich…

Aus der nördlichsten Provinz des Landes… von knapp 500 M.ü.M. …

über alle Berge… – 271 Kilometer weiter Südwestlich – ins Bergdorf auf 1350 M.ü.M.


Frühe Vorbereitung verschafft Übersicht, verleiht Ruhe, spart Zeit und schränkt „Väterchen Zufall“ den Raum ein. Wenn auch (oder eben genau weil…) böse Überraschungen und Pannen nicht auszuschliessen sind. Diese verträgt es dann wenigstens ohne dass das Chaos ausbricht. Deshalb lebte ich lange schon im „brauchich-brauchichnicht…-Modus“ zwischen Umzugskartons und Entsorgungsboxen. Zelebrierte diese „Zeit des Ausmistens“. Blieb dabei an so manchem Müsterchen in Erinnerungen hängen…, wie gut, dass ich so lange Zeit hatte. Wollte mich damit auch soweit wie irgend möglich „reduzieren“! Das heisst – wie ich schon einmal erwähnt hatte… „alles was nicht auf meinen Rücken passt“ bleibt wo es ist… oder wird entsorgt.

Der Umzug sollte ja keine grosse Sache werden. Soweit der Vorsatz und meine Einschätzung vor wenigen Monaten.
Nun geht es ja auf den Berg… (!). Bin nicht motorisiert – auf ÖVM (Gondel und Bahn) angewiesen. Einkäufe (gerade Lieferung für Einrichtung und Möbel) sind da erschwert, die Preise gewisser Dinge fast höher als die Berge welche das Dorf umstellen und der Winter wird hart. Der Weiler in welchem ich mich niederlasse, kann ausserdem durch drohenden Lawinenniedergang von der „Aussenwelt“ abgeschnitten werden… Ergo hab ich mir im Vorfeld noch reichlich „Vorräte“ aus benachbartem Grenzraum zugelegt welche mir das entspannte Ausharren hier oben möglich machen sollen. Nein, Keine Panik (!) – akkurate Vorbereitung eben. (by the way – 3 Ster (=ca. 3 m³) Brennholz in 1 Meter Spalten für den kommenden Winter sind bereits bestellt… )

Bald einmal war mir klar,

„Mein Rücken“… muss fast dem Volumen eines Mercedes Benz Sprinters mit Superhochdach entsprechen. Daaas gibt doch mehr zu tun… Soviel also zum Vorsatz… 😂

„Möbelpacker“ mögen einen vom buckeln des Haushaltes erlösen… dafür müsste aber das Portemonnaie die Auslagen stemmen… Mehr spasseshalber liess ich mir eine Offerte für das „Zügeln“ (CH für Umziehen) erstellen mit diesen Angaben;

  • 2 1/2 Zimmer Whg. 
  • 271km Fahrtkilometer ein Weg  = mindestens 4 Stunden
  • auf dem Berg 80 Meter zu Fuss in steilem Terrain z.T. ohne Weg… bis zum Chalet
  • Chalet mit 3 Etagen – Möbel zum Teil über Fassade einbringen…

erhielt ich, nicht überraschend, eine (unverbindliche!) Richtofferte über einen dreifach vierstelligen Betrag…

Ich sah meine „Jung-Mannschaft“ schon Zähne knirrschend am Berg stehen… Meine Söhnemänner (und mein „BF“) haben jedoch keine Sekunde gezögert. Die „Umsiedlung“ geht nicht in fremde Hände – bleibt unter uns. Derweil konnte ich uns noch einen modernen Maulesel als „Zügelhilfe“ am Berg organisieren…

Freitag 18:00 traf also ein wer konnte und wir luden den Wagen… Zu unser aller „Freude“ goss es bald wie aus Eimern… und der Tag erlosch rasend schnell unter diesem tief verhangenen Himmel. Im dunkeln Nass wurde „das Tetris im Transporter“ dann natürlich zu einem reinen Kompromiss. Egal. 22:40 Ladung gesichert… Mannschaft zwischenzeitlich komplett.
Die kurze Nacht schlugen wir uns, in der bis auf das rote Sofa leergeräumten Wohnung, im Schlafsacklager um die Ohren… Schattenspiele und „ich seh ich seh -was Du nicht siehst…“ inklusive…

Die Abfahrt 06:00 wurde dann durch nicht weckbare Kizz und eine kurze Suche nach dem Wagenschlüssel knapp vereitelt… Wir schalten also einen Gang höher, drehen den Sound voll auf! damit er unsere Schlafminen entknittere… scheren bei der ersten Tanke noch einmal raus um fett „Frühstück-ungesund“ – Heisse Schockolade, Croissant’s, Espressi und Überaschungseier zu laden. Ab gehts!

Vernunft über Geschwindigkeit… ! Der Dauer-Regen sorgt für heftiges Aquaplaning im Alsphalt-Wasserpark der Schweizer N1. Bei diesen doch schwierigen Bedingungen kommen wir überraschend gut voran. Keine Unfälle oder andere Hindernisse… Die Ladung hält. Nach Bern beruhigt sich die Wetterlage allmählich und der Zeitverlust bleibt bis zum Autoverlad – nach 4/5 der Strecke – unter einer Stunde. Und wir haben Glück, es gibt da auch kaum Wartezeit. Unser Benz-Sprinter, ein monströses Vehikel verglichen mit dem Renault Clio vor uns, passt spielend auf die Bahnwagons welche gar Reisebusse schlucken mögen. Der Himmel ist tief verhangen, grau und nass – Lötschberg wirkt fast gespenstisch als wir anrollen… ein unwirkliches kindliches Gefühl von Spannung und Abenteuer umfängt mich… neben mir meine Jungs… Diesen Moment der Ergriffenheit behalt ich für mich… und lass in wirken für die Zeit in der wir durch den rabenschwarzen Lötschbergtunnel donnern…

46° 12′ 48.613″ N / 7° 49′ 40.329″ O

Ein knappe Stunde später ist der Weg fast geschafft… Der Himmel über meinem neuen zu Hause ist noch unentschlossen – es reisst zwar stark auf, aber seltsames fast schon gewittriges Licht flutet das Panorama… Der nächste Wolkenbruch scheint nicht weit… Es „schont“ noch bei Ankunft auf dem Berg… das Terrain ist zwar feucht aber fest… Also bloss keine Zeit verlieren…


Die schweren Kisten braucht niemand den Berg hinunter zu tragen. Dafür ist der erwähnte Maulesel „Rocky“ – ein Raupen-Transporter – die hier oben unverzichtbare motorisierte Hilfe für alles zuständig.


Die Einrichtungsteile müssen aber doch mit Manneskraft eingebracht werden. Die drohenden Regengüsse sind uns im Nacken… weshalb erstmal alles ins Wohnzimmer verstaut wird… Hektik kommt dabei aber keine auf. Ausser kurzen Schauern gleich zu Beginn des Abladens bleiben wir und die Habseligkeiten sogar trocken… uuund werden mit wärmenden Sonnenstrahlen belohnt. Daas ist eben auch das Wallis… – die Sonnenstube der Schweiz.


Und so endet ein superlanger Tag – erfolgreich ganz ohne Pannen… Bei einem leckeren Abendessen beim Italiener lassen wir es uns schliesslich noch einmal verdient gut gehen…

Hier bin ich also…

DANKE DANKE – ❤️ HERZLICHEN DANK JUNGS 😘 und  „BF – Mac“ -GHETTO👊🏻

FÜR EURE RIESIGE UNTRSTÜTZUNG – IHR SEID UNGLAUBLICHE KLASSE !

HOFKNIX UND VERNEIG☺️

Quidquid agis….

Quidquid agis….

Liebe Jan Jan

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

„Was auch immer du tust, tu es klug und bedenke die Folgen.“

Dieser „Blickpunkt“ ist es Wert inne zu halten… „mit Bedacht leben…“ deshalb gebe ich ihn sehr gerne weiter!  

Vielen Dank

…und NICHTS bleibt ohne Folgen…!

Ich höre und vergesse, ich sehe und behalte, ich handle… 

Konfuzius

Blickpunkt - Die Freiheit des Denkens

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem.

„Was auch immer du tust, tu es klug und bedenke die Folgen.“

Dieser kluge und zeitlose Ausspruch stammt bereits aus der spätmittelalterlichen Exempelsammlung Gesta Romanorum (deutsch: „Taten der Römer“) und könnte zurückgehen auf Äsops Fabel 45. In den pseudo-pythagoräischen Goldenen Sprüchen heißt es „Βουλεύου δὲ πρὸ ἔργου, ὅπως μὴ μῶρα πέληται.“ – „Überlege vor der Tat, damit nichts Törichtes daraus entstehe.“

Vielleicht sollte man auch heute so ab und zu mal wieder über diesen Ausspruch nachdenken.

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„…Verwöhnmomente…“ 

„…Verwöhnmomente…“ 

21. April 2016

„Verwöhnmomente“ 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #9

Alles ist erledigt! Das Abenteuer Umsiedlung abgeschlossen. Die alte Wohnung hab ich blitzblank sauber abgegeben… Nach Bohrlöcher stopfen, Küche in Einzelteile zerlegen, Parkett bonern… und einer anschliessenden 2 Stündigen Bahnfahrt…

…fühlte ich mich verbraucht und schmutzig… stinkend nach Reinigungsmittel, Parkettpflege, Lavendel und (männlichem!) Schweiss. 

So trat ich vorhin durch ihre Tür… und wurde von meinem „Ellixier“ mit „Du duftest toll (!)“, einer doppelten Portion Pasta all Tonno und einem herrlich heissen Bad bei Kerzenschein und einem Glas schönem schwerem Rotwein empfangen… Diese Stimmung (!) knisterte noch mehr (erotischer) als sonst schon (;

Unfassbar entspannende „Verwöhnmomente“ bevor ich morgen Abend definitiv ins Wallis übersiedelt bin…

Diese Stunden vergess ich nie… 

DANKE 😍

Randnotitz #10 „purpurner Regen fällt“

Randnotitz #10 „purpurner Regen fällt“

22. April 2016

Randnotiz #10 „purpurner Regen fällt“

Es gibt nicht viel zu sagen an diesem Abend. Mit Prince ist das „glamouröse Symbol“ unserer Jugend verstummt. 

Erotik und Sexapeal der Klänge waren mit ihm salonfähig geworden… 

Leichtfüssig, extravagant, schrill und (zwanghaft!) zwanglos schlängelte sich der Instrumentalvirtuose quer durch alle Genres, mixte Soul, Rock und Popkultur… wie es ihm grad passte, scheute kaum eine Farbe, kaum ein Schnittmuster… er spiegelt die Revolution der (unsrer) 80er und legt für mich auch einen Grundstein für die Kostümliebhaber-Bewegungen wie heute Steampunk und Cosplay …

Heute fällt purpurner Regen …

Danke Prince Rogers Nelson
http://de.musicplayon.com/play-touch?v=603996

Randnotiz #9 „my bad global foodprint“

Randnotiz #9 „my bad global foodprint“

18. April 2016

Randnotiz #9  „my bad global foodprint…“

Wieder eine Randnotiz für die Headline!

Am vergangenen Samstag haben mein Sohn und ich über unser jeder CO2 Bilanz – ja eigentlich über unseren – aus der Sicht der Erde – bedenklich lasterhaften Lebenswandel diskutiert… Über den Boomerang unserer tagtäglichen Spuren – welche wir (zum Teil gar fast genötigt sind zu) hinterlassen. 

Er hat mir per WhatsApp einen Clip gesendet… 

Macht man sich bewusst, dass kein Wimpernschlag, kein Atemzug ohne Konsequenz bleibt… müsste einem ja nur schon übel dabei werden einen Espresso aus Styropor-Becher zu trinken… das schlechte Gewissen müsste uns die Laune verderben und halstief in den Schnee hinein drücken wenn wir uns wieder über die neuen Liftanlagen und die toll beschneiten Pisten freuen…

Massvoll leben…!     

Das wird uns ausgerechnet Heute um die Ohren geschmettert…! Denn soeben – wir donnerten zum dritten Mal in zwei Tagen 270 km quer durch die Schweiz… wurde vom WWF Schweiz diese erschütternde Mitteilung über den Äther geblasen… 

Sein wir sorgsam mit unseren ökologischen Fussabdrücken!

 

Randnotiz #8 „Echte Blüten“

Randnotiz #8 „Echte Blüten“

17. April 2016

Randnotiz #8 „Echte Blüten“ 

Es scheint ganz alltäglich und eigentlich ist es unbedeutend… 
(wenn man sich nicht im kriminalistischen Sinne als Fälscher (Blütenzüchter) oder Fahnder (Blütenjäger) damit befasst oder in freier Wildbahn an einer Kasse mitten in der Notenschwemme sitzt.)
Das Aussehen der Banknoten. 
Sicherheitsmerkmale sind für Hersteller wie für Nachahmer die wahre Herausforderung. Für den Normalo höchstens Spielerei. Aber trotzdem könnte es helfen mehr zu wissen. Immer dann wenn eine neue Notenserie die Presse verlässt und in die Hände jedermanns gerät… wird es spannend. Denn eigentlich weiss nun niemand mehr mit Sicherheit um die Echtheit seines Zahlungsmittels

1980 war ich in Rumänien im Urlaub und damals war ich verwundert darüber dass 1 Leu, 3 und 5 Lei Noten sich anfühlten wie Tempotaschentücher – der Druck war nicht einmal mehr leserlich… Ist das möglich? Daas war wie Spielgeld. Eben wie Blüten. 
Nun, weshalb dieser Beitrag? 

Seit Dienstag darf man hier zu Lande (Confoederatio Helvetica) ganz offiziell mit „Echten Blüten“ zahlen… 

  
Ein Zahlungsmittel welches weder wächst noch welkt und wegen dessen Sicherheitsstandard nahezu „unzüchtbar“ sein soll. Es sei denn man printet sie auf Marzipan … was absolut ok und jedem erlaubt ist
Die neuen CH-50er zieren nun also offiziell Pusteblumen… die Blüte! Eine wahrlich witzige Ergänzung der schier endlos scheinenden Vielzahl von Schweizerdeutschen Löwenzahnnahmen… wie Chettelästöck… Söitätsch… Chrottäpöschä… nun also auch 50er Note… 

Im „Fälscherzusammenhang“ stiess ich vorhin noch auf diese PDF des BKA von 1954

So wünsch ich Euch allen ganz herzlich viel Spass beim Blütenstreuen und beim lesen… von vielleicht unnützem aber nicht minder spannendem Wissen…

Selbstliebe

Selbstliebe

16. April 2016

Selbstliebe #1/3 

Ein grosses Wort.

…beim Schreiben bemerkte ich, wie mir dieser Beitrag ausufert… 

Eine kleine Zeitreise…

Als Teenager lag ich in warmen klaren Mittsommernächten gerne in den Reben oberhalb der Rheinpromenade im hohen Gras… tauchte ein, in die Weiten des Äthers über mir und sinnierte… hing Fragen über (meinen) Sinn, das kommen – werden – sein und vergehen nach… manchmal stundenlang (!) – Erinnere mich, zu jener Zeit auf faszinierende Zeilen gestossen zu sein…. „Selbstliebe…!“ Ein Gedicht… mehr Gedanken in Prosa… Kannte aber weder Autor noch Ursprung der Zeilen. Sie beschäftigten mich eine ganze Weile. Worte deren Tragweite ich rückblickend ahnen aber nicht wirklich ermessen konnte. Einige Passagen konnte ich gar nicht erst nachvollziehen. Ich weiss aber noch, sie waren mir Zuspruch, Bestätigung an mein Denken und hatten mir deshalb gut getan. Ich verstand, dass ich an mich glauben soll…“ – für mich einstehen und mich eben lieben „darf“…  

Der Text ging mir in der Zeit verloren und geriet gar in Vergessenheit. Für eine sehr lange Zeit. Inzwischen lebte ich. 

Und an eben genau diesem „Selbstverständnis“ – …dass ich mich lieben „darf“ stand ich immer wieder an… .

Es ist nicht einfach zu beschreiben. 

Meine Umwelt tat (tut!) sich damit immer schwer… prinzipiell (!) wenn Verwandte oder Bekannte eine Entscheidung ganz allein „für sich“ trafen – (später dann „ich allein für mich“) ohne die Sippe zu Rate zu ziehen… Es war in deren Wahrnehmung unverzeihlich egoistisch – verwerflich!

Ihre Reaktion? 

Alles haben sie dran gesetzt, dass man scheitere… Unterstützung blieb verwehrt dafür aber reichlich und fiese Steine in den Weg gelegt…  

Die Konsequenz?

Ein Vakuum dehnte sich aus in welchem Selbstvertrauen, Eigensinn, Kreativität, Mut und jegliche Visionen erstickten. 

Der Regelfall; 

Die „Alleingänger“ reihten sich wieder ein, haben sich ihre „Flausen“ abgewöhnt und mutierten. 

Die Ausnahme;

Die Alleingänger blieben sich treu, waren immer Strom aufwärts zu finden und wurden dafür als schwarze Schafe geächtet. 

Ich wusste sehr bald, dass ich da nicht hineinpasste, dass ich da wohl anders bin als all „die Anderen“… „die Anderen“ empfand ich als „Rädelsführer und ihr Gefolge“ – einen Mob welcher auf der Suche ist nach den „Ungleichen“ – um ihnen Ecken und Kanten zu schleifen…. 

Deshalb hatten mich jene Zeilen wohl so fasziniert…  

Genau darin erwuchs dann meine eigene kleine (noch stille) Aufruhr… Eckte beharrlich an… provozierte, polarisierte, reagierte über, wurde genauso intolerant… Aber halt von der anderen Seite… und verrannte mich auch regelmässig. Das hat sich bis Heute genau genommen alles nicht ein Stück geändert. 

„…sich selbst lieben darf… – „darf…?“  

Ich würde sagen,

„…sich selbst lieben muss…!“

Vor einigen Monaten dann hat mir „meine Gastgeberin“, in einem für uns wegweisenden Augenblick, Charlie Chaplin’s Rede „…als ich mich selbst zu lieben begann…“ gesendet… 

Ich hielt inne… las sie immer und immer wieder… Dieser Text…(!) Es waren noch immer die selben Worte… welche mir aus der Vergangenheit vertraut waren. Sie kamen an einer Weggabelung in meinem Leben… denn ich hatte soeben – eine Vielzahl Entscheidungen getroffen… Just da lese ich diese Zeilen erstmals seit 30 Jahren wieder… Sie fühlten sich genau so bestärkend an wie einst… aber sie klangen anders! Mir ward klar, dass ich (wieder) zu mir gefunden hatte… und inzwischen gelernt hatte, achtsam und sorgsam mit mir zu sein… 
Meiner Verantwortung bewusst Entscheidungen für mich selbst zu treffen… weil…

…die Konsequenzen dafür ich auch wirklich und letztendlich ganz allein zu tragen habe… 

…kann ich ohne Zweifel sagen, dass für sich und seine Entscheidungen einzustehen nicht rücksichtslos „egoistisch“ ist… 

sondern aufrichtige Selbstliebe… 

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Selbstliebe

Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass Seelenschmerz und emotionales Leiden nur Warnzeichen sind dafür, dass ich entgegen meiner eigenen Wahrheit lebe. Heute weiss ich, das ist “AUTHENTISCH SEIN”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, wie sehr es jemanden beeinträchtigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzuzwingen, auch wenn ich eigentlich weiss, dass der Zeitpunkt nicht stimmt und dieser Mensch nicht dazu bereit ist – und das gilt auch, wenn dieser Mensch ich selber bin. Heute nenne ich das “RESPEKT”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, mich nach einem anderen Leben zu sehnen, und ich konnte sehen, dass alles, was mich umgibt, mich einlädt zu wachsen. Heute nenne ich dies “REIFE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, verstand ich, dass ich mich in allen Umständen stets zur rechten Zeit am richtigen Ort befinde und alles genau zum richtigen Zeitpunkt geschieht. Von da konnte ich gelassen sein. Heute nenne ich dies “SELBST-VERTRAUEN”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich es sein lassen, mir meine eigene Zeit zu stehlen, und ich hörte auf, grosse Zukunftsprojekte zu entwerfen. Heute mache ich nur das, was mir Freude bereitet und mich glücklich macht, Dinge, die ich gerne tue und die mein Herz zum Lachen bringen – und ich tue sie auf meine Weise und in meinem Rhythmus. Heute nenne ich das “EINFACHHEIT”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, befreite ich mich von allem, was nicht gesund ist für mich – Nahrung, Menschen, Dinge, Situationen – und von allem, was mich herunterzieht und mich von mir wegzieht. Erst nannte ich diese Haltung einen “GESUNDEN EGOISMUS”. Heute weiss ich, das ist “SELBSTLIEBE”.

Als ich mich selbst zu lieben begann, liess ich es sein, immer Recht haben zu wollen, und seitdem habe ich mich viel weniger geirrt. Heute habe ich entdeckt, das ist MÄSSIGUNG (wahre BESCHEIDENHEIT).

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiterhin in der Vergangenheit zu leben und mich um die Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur für diesen Augenblick, wo ALLES stattfindet. Heute lebe ich jeden Tag einfach nur Tag für Tag, und ich nenne es ERFÜLLUNG.

Als ich mich selbst zu lieben begann, erkannte ich, dass mein Denken mich verstören, unruhig und krank machen kann. Doch als ich es mit meinem Herzen verbunden hatte, wurde mein Verstand ein wertvoller Verbündeter. Diese Verbindung nenne ich heute WEISHEIT DES HERZENS.

Wir brauchen uns nicht länger fürchten vor Argumenten, Konfrontationen oder vor jeglicher Art von Problemen mit uns selbst oder mit anderen. Selbst Sterne stossen zusammen, und aus ihrem Zusammenprall werden neue Welten geboren. Heute weiss ich, das ist “Leben”!

ccsignature

 Charlie Chaplin würde Heute 127 Jahre alt

 

 

 

Randnotiz #7 „die Red’s beKloppen den BVB“

Randnotiz #7 „die Red’s beKloppen den BVB“

15. April 2016

Randnotiz #7 „die Red’s beKloppen den BVB“

Was für eine fourios irre Geschichte… 

Randnotiz über eine Titel-Story

Klammer auf – Ist das jetzt mein CommingOut als 0815 Typen… (Fussball… Frauen… Autos…) ? Nicht ganz. Es schreibt hier das Kind im Manne welches ich mir bewahrte. Klammer zu –

Der Fussball ist tatsächlich nur noch Randnotiz in meinem Leben… und das obwohl ich selbst lange Jahre intensiv leidenschaftlich gerne Junioren trainierte. 

Wenn nun aber eine Schlagzeile wie diese die Toplines im Blätterwald ziert, dann schlägt mein Herz wieder im ach so vertrauten Fussballmodus… Und mir wird dann immer bewusst, dass in wirklich jeder grossen Liga Europas (selbst in der 2. Bundesliga), nach wie vor, einem Team meine ungebrochenen Sympathien gehören. Früher hätte ich mich „Fan“ getitelt. Ironischerweise schlägt mein Bundesliga-Herz eben für GelbSchwarz… also den BVB… Aber auf der Insel…?

…Jaa da sind die Red’s halt eben so eine fast innige Jugend-Fussball-Liebe… Ironischer weise in nur sechs Monaten auf die Erfolgspur zurück dirigiert – ausgerechnet vom grandiosen ex.BVB Kult-Kloppo.

Die Anfieldroad wäre eine der letzten „musthavebeen Destinations“ welche ganz oben auf meiner „Bucket-List“ steht. beKloppt schafft es Liverpool „spektakulär“ eine Runde weiter, auch dank eben dem gepflegt bekloppt dirigierenden Schwaben an der Linie, und schickten seine verflossene Gelb-schwarze Liebe nach Hause. Sie bewiesen Eier, Witz und Siegeswille… Die Zutaten welche selbst einen Grottenkick zu einem Happening verwandeln können. 

Wäre echt gern dabei gewesen… 

You’ll never walk alone… 

…Schlüssel auf der Hand

…Schlüssel auf der Hand

 

14. April 2016

Schlüssel auf der Hand

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #8

Auf den Tag genau, 2 Jahre nachdem ich diesen Ort erstmals betrat, um mich Hals über Kopf in ihn zu verlieben, komm ich hier an… diesmal um zu bleiben.

Ein Winter liegt zwischen dem letzten mal und Heute. Unfassbare Vorfreude, ergreifende Emotionen, steter Wandel (was sonst), Pläne, Kompromisse, gewisse Anspannung, manchmal das puure Erstaunen… aber keine Unruhe, keine Angst, keine Zweifel.

Damals hat „meine Gastgeberin“ mir die Schlüssel auf die Hand gelegt… Diese gab ich ihr / nahm sie längst zurück. Was blieb ist diese Überzeugung, dieses Sehnen.

Heute liegen wieder Schlüssel auf meiner Hand… Sie haben zwar andere Voraussetzungen… aber sie fühlen sich in ihrer Bedeutung frei, erst wirklich vollendet an…

Hatte sie mir dieses Tor damals aufgestossen… Habe ich mir damit meinen Traum erfüllt…

⌛EXP.  12.04.16  

⌛EXP.  12.04.16  

12. April 2016

⌛EXP.  12.04.16 

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #8

Die letzten Jahre ging ich öfter fremd… gönnte mir tiefe Einblicke… flirtete jüngst mit vielen anderen Ideen und prüfte Engagements, „freelance’te“ nebenbei um anderen Philosophien zu begegnen. Wollte inspiriert werden. Wusste immer, dass es da draussen noch die Eine oder Andere gibt mit der ich intensive Erfahrungen sammeln und meinen Horizont erweitern kann. So wie einst, (es ist schon ein ganzes Weilchen her), als mich alle 2 – 3 Jahre nichts mehr hielt und es mich einfach weiterzog…
Nach dem ich mich mehr als 10 Jahre lang kreuzundquer durch viele Disziplinen hindurch ausbilden, studieren und weiterbilden liess – kam ich schliesslich hier an – und hier blieb ich. 

Die Zeit war also gekommen jetzt meine Erfahrungen einzubringen und mich auch um längerfristige Projekte zu kümmern.  
Davor war ich nicht etwa unstet, rast- oder gar planlos. Meine Entwicklung war ein Mix aus „Rucksack vollpacken“ wollen und Geduld haben müssen. Dass ich dann einem Haus mehr als 15 Jahre lang treu bleiben würde…(!), ohne diesem „Ziehen“ – welches ich gelegentlich verspürte – nachzugeben, das hätte ich selbst nicht gedacht. Die Bedingungen waren rundum einfach geradezu ideal –  es gab (noch) keinen Grund um weiterzuziehen. Kommt hinzu, dass ich mir damals „7 ruhige Jahre“ verordnete… ooookeeey… eigentlich meinem nächsten Umfeld „versprach“. Es ist wirklich ein gutes Haus in welchem ich Mentoren begegnete, die mich Wurzeln schlagen liessen. Sie bereiteten mir Möglichkeiten mich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Weiss ganz genau an wen sich meine grosse Dankbarkeit Heute richtet. Begann mich mit meiner Aufgabe – meinem Steckenpferd und dem Betrieb zu identifizieren und verwob schliesslich interdisziplinär… Derweil nahm ich mir weiterhin Zeit für das Schulzimmer – wenn auch mehr vor, als hinter der Schulbank… 

Der absolute „Durchbruch“ wollte dann nicht gelingen und die vielen Jahre Engagement zollten allmählich ihren Tribut… Der Spirit mutierte, lange unbemerkt, zu Pflichtgefühl… ich war längst über den Zenit… kam dem Ablaufdatum immer näher. Vor präzis einem Jahr stand ich dann noch vor den beiden Fragen;

„…nocheinmal einen Karrierekick suchen….und durch starten (?!?)“

„…das Ungewisse, die neue Herausforderung suchen (?!?)“

Ich entschied; mir gutes zu tun! 

Das heisst, das Streben nach (fachlich) immer höherem, wich dem Verlangen nach mehr Ausgeglichenheit. Achtsamkeit. Das besagte „Ziehen“ ist Heute ein Verlangen nach „Traum erfüllen“… um das zu tun… dem zu fröhnen… wonach mir der Sinn steht. Meinem Dasein – Lebensqualität zu geben! „Hoch hinaus“ gehen heisst Höhenmeter erklimmen… „Die Herausforderung – das Ungewisse“ wird sein, das kargere Leben in der Abgeschiedenheit zu meistern. So gesehen strebe ich (im Leben) unaufhaltsam weiter nach Höherem…  

⌛EXP. 12.04.16