Dämmerung (in uns)

Dämmerung (in uns)

 17. Januar 2017

Dämmerung (in uns)



Viele werden sie irgendwann gesehen und am Ende in Erinnerung behalten haben.

Zeiten…

…in welchen die Dunkelheit ihre (Ruhe-) Schleier ausgebreitet lässt…

…in welchen die Sonne vom (Gedanken-) Nebel vertrieben scheint…  

…in welchen wir am rauen (Da-) Sein zu branden drohen…

…in welchen wir glauben vor unseren eigenen Augen zu fallen… 

…wenn die Stunde der Aufruhr in unserem (freien) Wesen anbricht und zum Aufstand empor wächst. Dieses Auflehnen richtet sich gegen nichts als gegen unser eigenes Erstarren! Um für uns einzustehen bevor wir uns gänzlich verlieren. Um in den Spiegel zu sehen, ohne uns zu verleugnen. 

Es ist der Moment in welchem wir uns (endlich) nach dem Leben recken…

Vor der Dämmerung ist die Nacht am dunkelsten 

u.A. Selma Ottilia Lovisa Lagerlöf

Der Moment ist zum Leben da… und darin haben wir alle Zeit der Welt… Lassen wir ihn bewusst verstreichen haben wir ihn doch gelebt… und so haben wir ihn auch anzunehmen…! 

Die Dämmerung (in uns) sind wir selbst – also bricht sie immer an… JETZT! 


Da sind zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen… 


Dalai Lama

Randnotiz #17 „Eric Carr – the Fox“

Randnotiz #17 „Eric Carr – the Fox“

24. November 2016

Randnotiz #17 „Eric Carr – the Fox“

*1950 – †1991

Heute vor 25 Jahren
Wuchtig, unbändig energiegeladen! Mit Lärm und Dröhnen zog er spielend eine opulente Aura um sich hoch… erfüllte er scheinbar mit Leichtigkeit die Umwelt mit kraftvoll betörenden Beats. Daneben komponierte und sang er auch viel leisere gar seichte Klänge wie Tiara. Er verkörperte die Rhythmen und Tempiwechsel als Lebensgefühl! Einer der – für mich – begnadetsten Drummer aller Zeiten. Eric Carr „the Fox“ rührte während 11 Jahren bis zu seinem Tod ununterbrochen die KIϟϟ-Küche.

Im Schatten eines Champions, ganz still und leise, fast unbemerkt, erlosch sein Licht – kreuzte er für immer seine Sticks… Mit Würde verliess der Fuchs geschmeidig und stolz seine Lebensbühne…

Eric Carr – starb Heute vor 25 Jahren – am selben Tag wie Freddy Mercury

Tribute to a „Good Guy“ – KIϟϟ erzählen die letzten Monate…

Eric Carr

Tale of the Fox

Randnotiz #15 „Lindensüss“

Randnotiz #15 „Lindensüss“

06. Juni 2016

Randnotiz #15 „Lindensüss“

So ahnungslos ich durchstreife…

…den schwül warmen Juniabend

fast schon gedankenverloren…

…entlastend‘ Wolkenbruch ahnend

durch uralt historisch Gemäuer…

…auf steiler Gass‘ mein Heimweg beginnt

die tiefe Turmglocke eben verhallt…

…welch himmlisch‘ Note mich durchdringt

ein einz’ger Stamm…

…nichtmal gross aber unerhört betörend

prall üppig so oppulent…

…nicht nur der Biene Sinn verwöhnend

ja schwanger ist die feuchte Luft…

…von zauberhaft Lindensüssem Duft

Als ich ein kleiner Junge war, stand vor meinem Zimmerfenster eine haushohe Linde mit zwei Seilschaukeln an den mächtigen Ästen…

Heut Abend fühlte es sich für einen Augenblick so an… als würde ich auf dieser Schaukel sitzen… der Duft dieser jungen Linde mitten im alten Visp, trug mich unvermittelt dorthin zurück in der Zeit…

Was blos wären wir ohne unsere Erinnerungen…?

Regentanz

Regentanz

07. Oktober 2013

Regentanz

Gerade eben direkt vor mir die Gasse hoch…;

Die Sonne drückt kräftig zwischen dem schweren blauschwarzen Gewölk und wirft ihr gelbstes Herbstlicht zwischen die Altstadtfassaden… zeitgleich begiesst ein erneuter ergiebiger Wolkenbruch diese Kulisse…

Zwei Dreikäsehochs – kaum älter als
3 Jahre – springen mit gekringelten Strümpfen in transparenten Gummistiefelchen um die eigene Achse sich drehend jauchzend über die blitzartig mit anschwellenden Bächlein überspülten “B’setzisteine” (Kopfsteinpflaster) …
Die Arme weit von sich weg gestreckt, die Kapuzen ihrer süssen roten, weiss gepunkteten Regenponchos im Nacken fliegend … gerät der Regentanz eines der Kleinen ausser Kontrolle. Vollends in Schieflage über seine kreuzenden Beinchen stolpernd, biegt es, sich noch immer drehend, abrupt ab…
Ich sehe dieses pitschnasse Propellerchen auf mich zu düsen und fange es sanft auf, noch bevor es rücklings in meine Beine prallt. “Uuuups…” sag ich leise. Leicht erschrocken nur blickt es blinzelnd zu mir hoch, kann bei so vielen Regentropfen kaum seine Augen offen halten, lächelt mich kurz an und segelt fröhlich kreisen weiter. Die Gasse runter, Mamis “langsam…!” überhörend… .

…für einen flüchtigen Augenblick nur schau ich den beiden noch nach…
…denke an die Kindertage meiner Kizz… …glaube gar, mich an meine eigenen zu erinnern…

So wuschen dieser Regentanz und dieses Kinderlächeln meine Sorgen runter…

Was doch Glück allein schon ist…