07. Dezember 2015

Don’t close the Book, just turn the Page…

Juli 2014… Seit Wochen war ich fasziniert, ergriffen und tief berührt von der fesselnden Offenheit und grenzenlosen Güte „meiner Gastgeberin“ – ihrem vielschichtigen, energiegeladenen, visionären Wesen, mit faszinierend widersprüchlichen wie einnehmenden Zügen… beflügelnd und herausfordernd zugleich… Und wie es passte! Unsere Gegensätze hätten nicht deutlicher – nicht deckungsgleicher, unsere Seelen nicht verwandter sein können. Wir hätten kein Wort sagen brauchen, die Nächte waren zu kurz, verräterisch unsere zusammenhängenden Augenringe.

Mit ihrer Einladung damals, stiess sie mir gleich Tür und Tor auf und liess mich direkt in der Mitte ihrer Welt eintauchen. Damit legte sie meine Hand (ungefragt) zurück an den Puls des Lebens. Plötzlich hatte ich das Gefühl „nach Hause“ gekommen zu sein. Das konnte nicht real sein, mein Zweifeln hielt mich zurück.

Wir brachen wir in den Bergen Richtung Süden auf, um uns etwas Zeit allein für uns zu nehmen… zwei Nächte in bescheidener Unterkunft mitten in Florenz… Hielt ich mein Herz bislang noch bedeckt, war dies ihre Reise zu mir – in mein Innerstes… Wir fingen aneinander Feuer. Unfassbar dieses Licht in meinem Leben. Wir legten uns die Schlüssel in die Hand. Nähe und Vertrauen – blindes Verstehen dehnte sich aus. Blieben Zweifel an der Wirklichkeit?

Was so hell erstrahlt wirft grosse Schatten… (weckt) Erwartungen. Der September kam, mit ihm dieses Dilemma einer einzigen Entscheidung. Gezwungen… genötigt… unmöglich…! Sie wurde gefällt, schlug eine tiefe Wunde, warf Fragen und löste Illusionen auf. Irrtümer und Verletzung offenbart, fielen Fassaden vor eben dieser Wirklichkeit. Die Realität hatte uns eingeholt. Wir sind zwei menschliche fehlbare emotionale Wesen… Nichts überirdisches, doch nicht – nicht Seelenverwandt. Ahnend dass dieser September nicht verheilen wird, war die Lebensader des Lichtes durchtrennt. Die Magie entzauberte so schnell wie sie sich über uns gelegt, uns entführt und geblendet hatte. Nach letztem aufbäumen fehlten Kraft und Wille – das Feuer war noch vor dem nächsten Sommer erloschen und ich in meine Richtung aufgebrochen… .

An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser.

Charlie Chaplin

Als Prägung in meinem Leben bleiben sie und diese Zeit mir irgendwo erhalten… „Das Buch werde ich nicht schliessen… wende nur Seite um Seite“…, gespannt und voller Vorfreude auf meine neuen Kapitel…

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