„…Danke für die Einladung…“

„…Danke für die Einladung…“

 

07. November 2015

„…Danke für die Einladung!“

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #2

Es war einmal… wie alles begann…

Mit lediglich einem kleinen, handgezeichneten Croquis und dem Schlüssel zu ihrem Haus bewaffnet, bestieg ich an einem Montag Morgen in jenem April die winzig kleine Bergbahn-Gondel. Diese zog mich abenteuerlich über eine spektakulär schwindelerregende Klippe hoch. Da stand ich also nun… sprachlos, ich konnte mich kaum halten! Vor mir lag eine atemberaubende Bergwelt ausgebreitet. Ich musste mich erstmal setzen um das in mich aufzusaugen.

Noch lag auf den Nordhängen gegenüber weit hinunter Schnee, während diesseits des Tals die Sonne bereits die Kirschbäume blühen liess… Von hier oben stürzt sich das Gelände, in Halden, Matten, Wegen und Treppen mitten durch das Dorf  – mit über 30% Gefälle – bis hinunter auf die exponierte Flüo (Fluh) welche auf dem Felsvorsprung neben der erwähnten Klippe liegt. Auf dieser Matte – über dem steilen Abgrund findet sich ein Weiler, ein winziges Dörfchen – kaum zwei Hände voll Häuschen und schmucke uralte Stadel. Einzigartig sind ihre flachen mit hiesigem silbern-grünlich schimmernden „Quarzit“ belegten Dächer.

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Diese unvergleichlich malerische Szenerie… kitschig wie im Film… und ich mit einem mal mittendrin. Wie kann das sein? Nicht fragen… geniessen!
Ich folgte der Einladung der Gastgeberin, „komm hoch und schau’s Dir an…“. …ob dieses Fleckchen Erde… sich eignen würde um mit meinen Kizz ein paar Tage Urlaub zu verbringen… Dieses Fleckchen Erde… unwirklich, fast zu schön um wahr zu sein… Die Entscheidung war längst gefallen…!

Geleitet von der Handskizze nahm ich den Abstieg zur Fluh unter die Füsse – jeden einzelnen Schritt die Steilheit hinunter nahm ich bewusst wahr… Schliesslich fand ich an der Markierung „Fasstanne“ vorbei den Pfad in dieses „Häufchen von Häuschen“ – und stand plötzlich inmitten dieser, von der Sonne schwarz gebrannten, Holzbauten. Und da ist auch schon die Tür zum Chalet der Gastgeberin.
Etwas beschämt blickte ich um mich, den Berg hoch zum verwegen gebauten Kirchturm welcher mit hellem Klang die volle Stunde schlägt. Dieses Vertrauen welches sie mir in diesen beiden Dingen in meine Hand legte, hielt ich in einem tiefen dankbaren Atemzug fest!
Dieses „ihr“ Reich betreten zu dürfen… unbekannterweise… ein intimer Moment… macht mich verlegen. Dreh den Schlüssel und wie ich in diese zauberhaft wie alte Räumlichkeit eintrete – Atme ich diese tief ein… ich stehe in lichtgefluteter umwerfend „grün designter“ Wohnküche … da durchfährt mich seltsam ein mächtiges Gefühl von „Würde“ – mit voller Wucht erfasst es mich und ich… muss mich wiederum setzen.

Dann noch das… exakt da an diesem Platz liegt eine kleine Notiz vor mir auf dem Tisch… „Werter Gast…“ ich war geliefert. Ich kann mich nicht erinnern mich je so willkommen gefühlt zu haben… Herr Kloss hatte nun leichtes Spiel ich ergab mich, die Dämme brachen…

„Werte Gastgeberin…“

Mir fehlen eigentlich heute noch die Worte für diesen Augenblick welchem der Sog des puren Lebens folgte… dem ich mich bald mit jeder Faser zu ergeben bereit war. Es war der Beginn einer unfassbar schönen wie vergänglichen Zeit… Die Weggabelung in die neuen Kapitel…

Ich weiss um die Bedeutung und den Wert …und wird nie vergehen!

…DANKE! Danke für die Einladung!“

Folgen meines „Mini-Sabbatical“

02. November 2015

Folgen meines „Mini-Sabbatical“

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #1

Eine bislang nie dagewesene Gelegenheit nutzte ich diesen Sommer um mich für lange Zeit physisch ganz von der „täglichen“ Arbeit und mit dem Kopf gar von ganz „Allem“ auszuklinken, mich gedanklich ganz und gar mir zu widmen während ich „tagfüllend“ mir bisher fremden, sehr speziellen, „aufräumenden“ Dingen und Arbeiten nachging. 

Es wurde ein Sommer mit lediglich einer Regennacht… Die Arbeit auf dem Berg, war zwar mühsam, hart, aber sehr befreiend. Der Weitblick über die Alpen entlöhnte die Schinderei, atemberaubend schön. Körper und Geist erlagen Abend für Abend einem tiefen, erholsamen, gesunden Schlaf… wie ich ihn lange nicht kannte. Losgelöst von all den laufenden und anstehenden Aufgaben des Alltags, nenne sie gerne „Sisyphos-gleiches Mühsal“, nahm ich mir die Zeit um MIR bewusst zu werden. Es trat, wenig überraschend, einiges zum Vorschein wovon ich mich im Grunde (zum Teil) schon lange lösen möchte. Hatte ich mich über Monate erfolgreich meinen kleinen Mantra-Gebetsmühlen gewidmet, vergass ich diese bereits im Vorfeld dieser Auszeit. Fühlte mich frei!

Um gar Visionen zu erdenken war der Tag zu Berge dann aber doch zu anspruchsvoll und zu erschöpfend.

Dafür blieb im anschliessenden „Grill in der venezianischen Lagune“ genügend Zeit. Da schwitzte ich letzte Bedenken aus und liess Zweifel verdorren. Ich werde mich (einmal mehr) auf machen… möchte unabhängig und frei bleiben… Optionen gibt es viele, darauf bauen lässt sich bekanntlich kaum. Dessen bewusst, packte ich all die losen Erkenntnisse und Ideen ein – genug Stoff um Pläne zu schmieden im Gepäck… So kehrte ich ende des Sommers Heim um sie zu sortieren.

Der Strudel des Alltags verhinderte gewohnt ein Vorpreschen… die äusseren Bedingungen änderten derweil auch bereits mehrfach ihr Gesicht…

Was aber langsam reift, wächst unbeirrt auf gutem Boden, meiner Überzeugung und Zuversicht!

So liess ich zu, mich dem Trott des Alltags vordergründig wieder zu fügen. Im Hintergrund brütete ich aber mit den gewonnenen Energien meine Pläne aus… Jetzt stehen sie… und ich mach mich auf zu völlig neuen Horizonten, frei und unabhängig…

Auf die Neuen Kapitel freue ich mich riesig und nehme gerne mit mir mit wer immer mir lesend, kommentierend folgen mag.

…wenn es sich anfühlt wie… Freiheit!

…wenn es sich anfühlt wie… Freiheit!

18. August 2015

Lieber Lehrer Leben…



…wenn es sich anfühlt wie… Freiheit!

und dieser Morgen, der fühlt sich an wie… …Freiheit!

Mit Entscheidungen tat ich mich bekanntlich immer eher schwer…

Da lang oder da lang…? Dilemma! Wohin das führt? Im Prinzip ganz einfach „auf meinen Weg…“

Die Sonne prangt im nur leicht verschleierten Blau welches sie zu umgeben scheint. Ihr Licht flutet, wie so oft in diesem Sommer, eigentlich ungehindert den jungen noch kühlen Morgen… nur;

***…was so Hell erstrahlt, wirft grosse Schatten…***

Der Autor©

Dieser eine Gedanke begleitete mich eben vorhin zu meinem lang ersehnten wegweisenden Termin… wie eine leise Erinnerung, als würde er mir sagen wollen,

„Bedenke, mit meinen Entscheidungen im Leben verhält es sich exakt genau so… (!)“

Jeder Schritt hat seine Folge, jeder Atemzug seine Konsequenz… Dessen bin ich mir (glaube ich zumindest) immer wohl bewusst. Bisweilen lähmt dieses Bedenken, verzögert(e) dieses behutsame Abwägen das Unabwendbare (…) und die Folgen aus dem (Ver-)Zögern wiegen mit unter dann viel schwerer… Dilemma…!

Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.

Molière

(…)

So liegt er nun also da, vor mir auf dem Weg… simultan geht er mit mir mit, jede Bewegung, auf Schritt und Tritt… mein langer Schatten…

So liegt er also da, als Symbol für die Spuren aus den Wirren meines Lebens… als Symbol der Schatten meiner Vergangenheit – diese da ragen bis ins Heute… nur;
An diesem Morgen fühlt sich das an wie… Freiheit!

Meine Schatten brauche ich nicht mehr los zu werden… Sie sind Teil meines Weges, Werdens und Seins… sie machen mich aus! Wohin auch immer ich gehe, ich nehme sie mit, sie verfolgen mich nicht, meine Schritte und Entscheidungen bedrohen und ängstigen mich folglich nicht mehr. Es ist mir frei in welche Richtung ich sie gehe…

Lieber Lehrer Leben…

„…welche Lehren ziehe ich aus der Havarie meines Lebens…?“ Auf diese Frage aus früherem Text komme ich immer wieder zurück…

„Fing an die Steine im Weg zusammen zu tragen um Treppen zu bauen und um mich wieder aufzurichten… die ersten grossen Schritte sind getan… die Arbeit aber, sie fängt erst an…“

Ja, ich sitze nicht mehr auf den Trümmern meiner Vergangenheit… Heute halte ich die Scherben von Gestern fest in meinen Händen… sie sind der Baustoff meiner Brücken in die Zukunft…

Diese Zuversicht erfüllt mich mit… Freiheit!

Es ist wahrhaftig, das Herbeisehnen des Endes dieses Kapitels… dieses Ende, welches ich Gewissheit oder eben Freiheit! nenne. Die Vorfreude darauf trägt mich in diesen neuen Tag! Vorfreude?

gleichgültig? ignorant? egoistisch? fatalistisch? abartig…?! Wie auch immer. Es ist mir im Grunde egal. Es ist fast schon bizarr wie sich diese Vorfreude nun anfühlt… Die jahrelange Unruhe ist verflogen, das verstörende Vakuum ist gewichen, über all die zermürbenden Ängste hat sich Gelassenheit gelegt. Und schliesslich hat mein Mantra…

***…Ich zerschelle nicht zweimal an selber Stelle!…***

Der Autor©

…ungebrochene Gültigkeit! Bedingt aber, dass ich mich dem stelle! Heisst, nicht nur hinab in die tiefsten Abgründe meiner selbst abzutauchen, sondern und vor allem(!), dort nicht verloren zu gehen! Also nicht zu verzagen und mit Überzeugung an mir – dem „ich“ – fest zuhalten. Der ominöse Kampf gegen die eigenen Dämonen ist nicht unheilvoll. Er bedeutet, zu lernen sich zu vergeben, Fesseln der Selbstverachtung (schmerzhaft) abzustreifen und dabei selbstverantwortlich bei sich selbst zu bleiben.

***…Der Glaube an sich selbst ist nicht delegierbar!…***

Der Autor©

Das tut weh! Braucht viel Zeit, vielleicht Mut, sicher aber Vertrauen. Aber auch die Bereitschaft kritische Stimmen von aussen zu zulassen und sie anzuhören. Für den Glauben in sich selbst… „bleib bei Dir!“ So gesehen mag es egoistisch erscheinen… Ja! Aber es beschreibt den Weg zurück ins Leben.

Ich bin wieder zurück, zurück „bei mir… und ich bleibe… in Freiheit!
Zweifel welche sich jetzt in diesen Gang zu besagtem wegweisenden Termin streuen…!?! Sie richten sich also nicht an diese (egoistische) Erkenntnis und nach jahrelangem Zögern gefällte Entscheidung;

Ich Zweifle nicht mehr an MEINEM Weg. Er ist der einzige den ich gehen kann! Irritierend wirken lediglich diese fremden Gefühle, dass ich – (mir) dankbar – mir fast schon freudige Erleichterung zugestehe. Dass es mir nun egal ist, wie lange die Schatten Morgen sein werden – welche diese Entscheidung dann womöglich werfen mag bedeutet,…

…sie werden leichter zu ertragen sein als dieses Vakuum, diese (unerträgliche) Ungewissheit, diese Fessel der Vergangenheit.

Lieber Lehrer Leben

…Weil ich frei sein werde!.



„aus früheren Texten“

***…eigene Aphorismen…***

Mein Weg

Mein Weg

11. November 2013

Mein Weg

Während ich so da sitze und die Welt an mir vorüber ziehen lasse… mit ihr alle Gedanken – lose, sprunghaft, unsortiert, doch irgendwie in Reih und Glied aneinander gereiht…,
nimm ich sie auf, um sie dem Vorbeirauschen gleich wieder mitzugeben … wie die flüchtigen Blicke in die vorbeifliegende Landschaft… wie das blättern in einem Buch… auf der Suche nach DER STELLE … die da irgendwo ist… wissentlich… zweifellos…
So versinke ich in dieses Schweben, …in dieses “freie Schwirren” fern von Logik und Gefüge, vorübergehend, scheinbar der Zeit und Gravitation entlegen… Meine Versuche des bei mir seins.

Und es klingt nach Klischee, das Résumé der letzten Tage…

Die Frage lautet doch
“Was will ICH für MICH…?”

Es ist doch nicht von Bedeutung welchen meiner Schritte ich als Fortschritt – welchen als Rückschritt erachte.

Es hat auch keine Bedeutung welche meiner Entscheidungen ich im Kampf erzwingen kann, welche ich durch Versäumnis einfach hinnehmen muss,

Es ist völlig bedeutungslos welche Pfade sich als Irrwege, welche Sackgassen sich als Kreuzungen und welche Nebenwege sich als Abkürzungen oder aber als „Umwege“ herausstellen …

Wie oft ich schnurstracks direkt „mein Ziel“ erreichte, daran vorbei schrammte, es aus den Augen verlor oder ich immer und immer wieder auch im Kreise ging… …alles unbedeutend…!(?)

Dass ich dahinter stehe, über meinen Zweifeln ruhe, diese wohl zum
Abwägen jedoch nicht zum lenken verwende, mir auch eingestehe zu wagen, zu testen, zurück zu krebsen, zu Kreuze zu kriechen…, nicht zu bereuen… sondern dass ich (mich) akzeptiere …!

Ich werde zurück blicken und sagen können…
“Meine Spur – mein Kurs, nur skizziert, nicht vorgezeichnet, bin ich konsequent gegangen und alle Narben habe ich mit mir genommen… als untrennbarer Teil von mir…
Das ist mein Weg”

DANKE mein lieber Lehrer Leben!

Murphy’s Law

Murphy’s Law

03. September 2013

Lieber Lehrer Leben…

Murphy’s Law

Die Zeichen stehen eines Tages auf Sturm…
Ich seh das Unheil kommen … ahne das Ungemach… und egal was ich ab jetzt um es abzuwenden unternehm – es will partout nicht gelingen…? Ganz im Gegenteil! Ein Alptraum … aus dem man schnell erwachen will.
Was wenn es kein Erwachen gibt (?)… weil Das was sich da so eben ereignet eben das Erwachen allein schon ist?

Nun;
Wenn es schief geht, dann aber richtig… !

„Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“

Edward A. Murphy jr.

…das Leben ist halt doch kein Mobilé – in welches die Ordnung nach jedem Windstoss, nach jedem Durchzug wie selbstverständlich einfach wieder einkehrt.

Diesmal zumindest nicht mehr…

Ich hatte da so meine Prinzipien – diese stabilisierten meine Werte und hielten mein „komplexes System Leben“ im Gleichgewicht – und meine Ziele auf Kurs.

Eine kleine Unachtsamkeit nur – ein Sekundenschlaf des Anstandes vielleicht – ein Lauschen einem Ruf welchem ich bei Sinnen nie gefolgt wäre. Wie ein Fingertip von hinten auf die Schulter und der fatale Blick zurück… direkt in die Augen der Sehnsucht – diese Unbekannte – nach mir Greifende – welche mir scheinbar und unbemerkt im Nacken sass…

Das kann nicht sein! Nein das DARF nicht sein…!
„OK, ich habe sie gesehen – aber ich beachte sie nicht!“ Delete – und gut ist’s… Eben nicht!

Zu Spät.
In den folgenden Wochen lässt sie nicht mehr ab von mir – im Gewand eines nicht enden wollenden Pannenreigen -durchzieht sie jenen Herbst… welcher bald darauf auch den Herbst meines bisherigen Lebens bedeutet.

Gezwungen hinzusehen! Ward mir vor Augen geführt was ich ach so lange verdrängt – ignoriert hatte. Offengelegt was alles längst im Argen lag – ergibt alles auf einmal einen ganz anderen traurigen Sinn und jetzt…? Und was ich schlimmes noch erdachte oder zu ahnen glaubte… meine Intuition traf ein…

„Was man dem Unbewussten als wahr übermittelt, wird wahr.“

Joseph Murphy

Auf seltsame Weise entglitt mir so die Kontrolle, stand ich irgendwie neben mir und es blieb mir nur mit anzusehen wie scheinbar alles aus den Fugen gerät. Eine neue Ordnung suchend.
Keinen Plan wie ich mich in dieser Situation zu verhalten hatte.
Mit einem mal, war ich nicht mehr Captain sondern nur noch Passagier hier an Bord meines Lebens. Keine Einflussnahme mehr… Und verflixt nochmal – was ich sagte oder was ich schwieg, was ich tat oder was ich unterliess… völlig egal – ich riss das Steuer in die falsche Richtung – es war immer exakt das Verkehrte…
Wie aus böser Zauberhand schien ich selbst alles gegen „Mein Projekt Leben“ zu richten.

Schliesslich war die Wende besiegelt!
Ich unfreiwillig um die meine Lektion

„Murphy’s Law“

an meinem eigenen, Leben vollzogen – ja ich glaube ohne zu übertreiben – auf dramatische Weise erfahrener…

Welche Lehre ich daraus ziehe …? Gute Frage.

Nun,
Lieber Lehrer Leben –
ich komme darauf zurück …