…endgeil !

…endgeil !
Heute 06:07 Morgenpanorama zwischen Heiligkreuz bis St.Peter & Paul

 06. Mai 2016

…endgeil !

Neue Kapitel (mit 13 Sternen) #12

Manches im Leben ist „gegeben“…, scheint vorgezeichnet und/oder ergibt sich zwangsläufig als eine Unabwendbarkeit, eine Gesetzmässigkeit, ein „notweniges Übel“…  naturgegeben oder nicht.

Schweife hier kurz ab – werfe einen kurzen Blick in die Antike auf eine Notiz die mich oft schon schmunzeln liess…  

„Heiraten ist, wenn man’s bei Licht besieht, ein Übel, ein notwendiges Übel.“ 

Ménandros (Menander)

Dieser – eher mit einem antiken Augenzwinkern – denn ernst gemeinten Seitenhieb an die Frau – unterschreibt noch Heute so Mancher und er zeigt eben auf, Übel hin oder her, man lässt/liess sich doch (sehr gerne) darauf ein. 

Damit aber zurück zu einem (meinem) alltäglichen Mühsal, notwendigen Übel, welches am Ende  doch Jeder – Tag für Tag – (und im Grunde sehr gerne) auf sich nimmt… Das frühmorgendliche „raus und auf Arbeit müssen (dürfen)…“ Ohne Arbeit kein Arbeitsweg. Dem (dürfen)… gehört also die Beachtung! 

Hier oben im Oberwallis darf ich bereits seit einigen Tagen arbeiten. Tag für Tag nehme ich diesen Arbeitsweg in Angriff. Der Winter wird mir hier gnadenlos seine harsche Seite zeigen – dessen bin ich mir bewusst. Werde ich als Neuzugezogener, als „Üsserschwiizer“ gefragt „…und wo wohnst Du…?“ schreckt meine Antwort oft selbst die Hiesigen und Einheimischen Oberwalliser! Ein ungläubiges Staunen 😳 durchfährt so manches Gesicht. „wie…?“ „Nein… ist nicht wahr oder…?“ „…wer tut sich das an…?“ „Du verarscheisserst mich jetzt…?“ oder „…allein der zehrende Arbeitsweg… sich den antun zu müssen… undenkbar!“

Doch! Eben allein mein Arbeitsweg… sich diesen antun zu dürfen ist unfassbar…! Ein Segen, eine Belohnung das erleben und geniessen zu dürfen. Einfach nur Befreiend. 

Mag sein, vielleicht habe ich eine ganze Wand draussen. 

Aber ich suchte bewusst dieses Extrem… Wer hier oben Leben will, muss (nicht nur) diesen Arbeitsweg in Kauf nehmen… Will mich „klein“ fühlen – nicht so wichtig nehmen dürfen. Dafür werd ich mich auf den Berg einlassen, an ihm wachsen… 

Das „bequeme Leben“ hatte mich ausgezehrt… nicht glücklicher gemacht. 

Was ich im Leben auf mich zu nehmen –  an grossen Entscheidungen zu treffen bereit bin, das entscheide ich mit Herz und Seele… Was daraus erwächst ist ganz allein, meinem Kopf meinem positiven Denken überlassen.  
Wie gesagt, allein mir dieses alltägliche Mühsal, dieses notwendige Übel, diesen „Arbeitsweg“ antun zu dürfen ist unfassbar…! Unvergleichlich, einfach nur… 

…endgeil… !


Die letzten 60 Sekunden meines spektakulär schwindelerregenden  Arbeits- / Heimweges

Die Gondel zieht mich auf die „Flüo“ (Flüh) wo ich zu Hause bin. Oben auf der Flüo – auf der Klippe, sind die Häuschen (Hiischji) – mein zu Hause – und Stadel sichtbar…