Randnotiz #8 „Echte Blüten“

Randnotiz #8 „Echte Blüten“

17. April 2016

Randnotiz #8 „Echte Blüten“ 

Es scheint ganz alltäglich und eigentlich ist es unbedeutend… 
(wenn man sich nicht im kriminalistischen Sinne als Fälscher (Blütenzüchter) oder Fahnder (Blütenjäger) damit befasst oder in freier Wildbahn an einer Kasse mitten in der Notenschwemme sitzt.)
Das Aussehen der Banknoten. 
Sicherheitsmerkmale sind für Hersteller wie für Nachahmer die wahre Herausforderung. Für den Normalo höchstens Spielerei. Aber trotzdem könnte es helfen mehr zu wissen. Immer dann wenn eine neue Notenserie die Presse verlässt und in die Hände jedermanns gerät… wird es spannend. Denn eigentlich weiss nun niemand mehr mit Sicherheit um die Echtheit seines Zahlungsmittels

1980 war ich in Rumänien im Urlaub und damals war ich verwundert darüber dass 1 Leu, 3 und 5 Lei Noten sich anfühlten wie Tempotaschentücher – der Druck war nicht einmal mehr leserlich… Ist das möglich? Daas war wie Spielgeld. Eben wie Blüten. 
Nun, weshalb dieser Beitrag? 

Seit Dienstag darf man hier zu Lande (Confoederatio Helvetica) ganz offiziell mit „Echten Blüten“ zahlen… 

  
Ein Zahlungsmittel welches weder wächst noch welkt und wegen dessen Sicherheitsstandard nahezu „unzüchtbar“ sein soll. Es sei denn man printet sie auf Marzipan … was absolut ok und jedem erlaubt ist
Die neuen CH-50er zieren nun also offiziell Pusteblumen… die Blüte! Eine wahrlich witzige Ergänzung der schier endlos scheinenden Vielzahl von Schweizerdeutschen Löwenzahnnahmen… wie Chettelästöck… Söitätsch… Chrottäpöschä… nun also auch 50er Note… 

Im „Fälscherzusammenhang“ stiess ich vorhin noch auf diese PDF des BKA von 1954

So wünsch ich Euch allen ganz herzlich viel Spass beim Blütenstreuen und beim lesen… von vielleicht unnützem aber nicht minder spannendem Wissen…