Genügen

Genügen

07. April 2019

Genügen

Selbstliebe #3/3

…vor einiger Zeit begann ich diesen Artikel, gleich zu Beginn mit der Feststellung, dass mir dieser Beitrag ausufert (Selbstliebe #1/3). So zieht er sich nun also schon viele Monate hin…

Und genau genommen soll er wohl auch nie enden.

Blieb ich lange Zeit „stumm“ hier im Blog, war es in mir und um mich herum alles Andere als still. Derweil durchstreifte ich in tiefen Gesprächen mit bereichernden Begegnungen weiterhin mich. Im Zulesen, Zuhören und Nachfragen (lassen) wurde ich nicht nur bestärkt, sondern erkannte ich Grenzen der Selbstreflexion und lernte über mich mehr als all die Zeit davor. Bin ich dabei sehr weit gereist in mir, dort hin wo ich seit geraumer Zeit wirklich zu Hause bin… gelangte ich eben auch weit über mich und meinen Horizont hinaus.

„Bei Dir bist Du zu jeder Zeit präzis am richtigen Ort

Der Autor©

Wie ich mir dessen bewusst wurde, rückte ich fortan nicht mehr davon ab. Das gälte eben nicht nur für mich allein. Eigentlich bin ich mir sicher, dass es Jedem genau so ginge. Der Kern dieses Gedankens ist die Überzeugung, dass ein jedes Wesen nur ganz allein sich selbst gehört.

Diese Zeile ist also keine Plattitüde, keine leere Floskel, keine naive Illusion. Sie ist (m)eine innere (Werte-)Haltung aus Achtung vor der Selbstbestimmung welche die unvermeidliche Konsequenz nach sich zieht, dass ein Jedes auch für sich allein verantwortlich ist. Selbstverantwortung? Es geht um unser aller Würde (!) Das eine bedingt nicht einfach das andere, es ergäbe sich naturgegeben. Lass ich mich mir nicht mehr nehmen… lass ich auch jedes Gegenüber (bei) sich selbst sein und werde es auch tunlichst unterlassen das Andere je zu meinem Objekt zu machen.

Da können wir nun sehr gerne eintauchen und in tiefe Grundsatzdiskussionen verfallen. Ich geh gar noch einige Schritte weiter. So liessen sich sozialisierte unsägliche Reflexe der Leistungsgesellschaft genauso abbauen, wie jeder Rechtfertigung von (weltweiten) Konflikten – alten wie neuen „Glaubens-Kriegen“, Phänomenen wie Genozide, Vertreibung, Vergeltung, Angstregimen, Gewalt und Mobbing die Energie entzogen würde.

Das Fundament der Macht würde unweigerlich in sich zusammenbrechen. Geltungsdrang, Hass, Nötigung wie alle anderen Gesichter der Niedertracht würden nicht wieder keimen können.

Das ist kein Ruf nach Anarchie, sondern der Glaube an die Reformation der Würde, der Liebe, des Anstandes, meinetwegen des gesunden Menschenverstandes. Selbstverständlichkeiten welche in uns allen schlummernd, verkümmert wohnen. Im Schmerz der Poesie aller Zeitalter und Kulturen beschrieben, in Ozeanen von Tränen beweint und in Beifallsstürmen gefeiert, fanden sie ironischer weise weder über die Philosophie, Lyrik noch die Musik je wirklich einen Weg ins Leben. Mir ist bewusst, dass ich hier die Vision beschreibe, es könnte den Menschen gelingen sich von fundamentalsten, gar prähistorischen Prägungen zu verabschieden. Den möglichen Anfang wage ich zu erdenken… den Ausgang muss ich leider offen lassen.

Damit komme ich endlich zurück auf die Fragen welche ich abschliessend in Selbstliebe #2/3 stellte.

„Wo beginnt die Achtsamkeit, wo endet der Selbstrespekt…

Wo gedeiht das Selbstvertrauen, wo wuchert die Niedertracht…?“

Das alles mag sich vielleicht illusorisch gar vermessen lesen. Doch im Grunde gäbe es aus diesem Dilemma, glaube ich, eine fast schon verwegen einfache Lösung.

In einem einzigen Wort.

Genügen

„Sei selbst die Veränderung welche Du in der Welt zu sehen wünschst…“

Mahatma Gandhi

Lasst mich deshalb ein Bild zeichnen.

Oft darf ich werdende Eltern bei der Geburt ihrer Kleinen begleiten. Diese bewegenden Momente sind in sich alle einzigartig. Etwas aber war, bislang, auf seltsame Art und Weise sehr oft gleich. Die so sorgsam aufgebaute Anspannung entweicht mit dem Abnabeln in winzigen Bruchteilen der Zeit! Einem Vakuum gleich… Dahinter reisst in Mutter wie Vater ein Raum der Faszination auf – dieser wird in selber Zeit mit ergreifenden Emotionen geflutet – Dämme brechen. Stramme Männer werden überwältigt, weich… leisten keine Gegenwehr. Auch die Mütter erliegen nicht nur ihrer Erschöpfung… Umspült von Hormonwellen bricht ihre Selbstbeherrschung.

Da halten sie ES in ihren Händen, ertasten, und riechen dieses unfassbar kleine Leben. Die Zeit scheint still zu stehen – gerade lange genug um in diesem Gefühlschaos ein unzerreissbares Band zwischen diesen drei Seelen zu knüpfen. Dieses kleine Menschlein ist perfekt! Es hat den Weg ins Leben geschafft und braucht in diesem Augenblick nichts zu leisten… es genügt! Eben ganz allein nur weil es ist…

Da scheinen sie alle es (kurz) begriffen zu haben. Ich wünschte mir dann jeweils, ich könnte die Eltern in diesem Zustand einfrieren… Dass sie diese Haltung nie mehr verlieren. Dass sie dieses Geschöpf für alle Zeit so wahr und ernst nehmen würden.

Dass sie es nicht für ihre, guten wie schlechten, Gefühle verantwortlich machen, es nie für ihren Geltungsdrang missbrauchen. Ihm nie ihre liegen gelassenen Möglichkeiten und ungenutzten Chancen aufladen. Dass sie nicht seine Selbstachtung und seinen Willen dereinst an ihren eigenen Erwartungen (zer)brechen lassen.

Dass es ihnen stattdessen gelänge ihm den Halt, das Vertrauen in Sich selbst, die (Selbst-)Liebe und die (Selbst-)Achtung mit auf den Weg zu geben… um im Leben bestehen zu können. Die Sicherheit dass es stets genügt, gut ist so wie es ist und eben sich ganz allein gehört. Würde eben. Die Würde, welche es sich seiner Selbst bewusst werden liesse. Dass sie ihm das (Selbst-)Vertrauen gäben, dass ES werden, SICH gestalten und frei entfalten kann, was auch immer aus ihm keimt… Es wird diese Liebe, diese Werte, diese Würde leben und weitergeben.

Das wäre ein Anfang… !

Die Achtsamkeit beginnt wo ein jedes sich selbst sein, bleiben, erfahren und geniessen kann…

Der Selbstrespekt endet gegenüber… da wo der Selbstwert keine Bedeutung findet…

Das Selbstvertrauen gedeiht im Gefühl „genug“ und richtig zu sein… sich Selbst entwickeln und entfalten zu dürfen… mit dem Wagnis Fehler zu begehen, der Stärke Schwächen zu haben und dem Mut zurückhaltend zaghaft zu sein.

Die Niedertracht wuchert gegenüber wo das Selbst unterdrückt, bedrängt, verletzt, gehemmt, verunglimpft und missbraucht wird… in mitten allen Selbstzweifels.

DU genügst weil DU BIST!

 

Achtsamkeit

Achtsamkeit

23. Dezember 2016

Achtsamkeit… 

…wiederkehrend in mir um mich und folglich auch hier im Blog und auf WP sowieso.

samu nahm sich der Achtsamkeit in ihrem Beitrag mit DER Frage an!

Der Frage welche ich mir immer und immer wieder stelle… und der ich niemals mehr ausweichen werde…!

Ist das Leben wirklich so „einfach…“ ? 

Ist das Leben in ACHTSAMKEIT der Schlüssel zur ZUFRIEDENHEIT?

samu

JA! Ich bin überzeugt davon. Wenn es auch alles andere als wirklich einfach ist…

Sehr gerne möchte ich Euch allen zum Jahresende Ihre Frage in ihrem Sinne noch einmal weitergeben…
…die Diskussion noch einmal wecken… und freu mich auf weitere Gedanken dazu…

Wünsche Euch allen dass es Euch gelingt „in Achtsamkeit zu leben“…

schenkt Euch Zeit und geniesst ein besinnliches Fest der Freude…
besonders ❤Danke samu 

Dany

mitteninsherz moment

Ist das Leben in ACHTSAMKEIT der Schlüssel zur ZUFRIEDENHEIT?
Gerade sass ich draussen und sah den Wolken zu, die vorbeiziehen und gerade wusste ich für mich die Antwort! JA!
Lebe ich die Achtsamkeit bin ich im Hier und Jetzt und im Hier und Jetzt gibt es weder eine Vergangenheit noch eine Zukunft, d.h. keine Sorgen und keine Ängste.
Kann es so einfach sein das Leben?
zufrieden nachdenklich und gespannt auf deine Gedanken….
herzlichst samu ❤

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Weitsicht

Weitsicht

02. Oktober 2016

Weitsicht

…die Nebel haben sich längst gelichtet  –  mein Sein in jedem Herzschlag ein Segen

…den Blick auf meinen Weg gerichtet  –  kann getrost mich hart dem Wind entgegen legen

…umarmt mich die warme Brise Offenheit  –  das Vertrauen lässt mich treiben im Leben ‚was‘ da fliesst

…welch Geschenk (!) dann diese Begegnung  –  die sie mir die Weitsicht in und um mich erschliesst…

Lieber Lehrer Leben…

…fasziniert und tief dankbar

 …den Moment „nicht aufzugeben…“

…die Begegnung „anzunehmen…“

…Achtsam sein heist „LEBEN…“

Der Autor©

Achtsamkeit…

Achtsamkeit…

19. Mai 2016

☀️Guten Morgen zusammen.

Heute ist einer dieser seltenen mit dicksten Wolken tief verhangenen Regentage hier… Die Bergtäler liegen gespennstisch da… es ist Still… Dieses Kleid schluckt selbst das Rauschen der Vispa – welches diese Hänge eigentlich immer mit ihrem tiefen Rauschen berieselt 

Nur die Tropfen klopfen an das Dachfenster – und es gurgelt leise in der Dachrinne… Stehe vor der Tür mit meinem Espresso in der Hand und bin zufrieden dass ich habe was ich hab… 


Da erinnere ich mich an den kleinen Beitrag von Anfang Jahr…

In diesem Sinne

Habt einen wundervollen Tag ☺️

Achtsamkeit…
vom 01. Februar 2016

„Achtsamkeit……blick um Dich, halte inne, nimm Dir die Zeit für DIESEN Moment – mit allem was ihn umgibt, was in ihm wohnt und ihn bekleidet… 

Der Autor©