06. Juni 2016

Randnotiz #15 „Lindensüss“

So ahnungslos ich durchstreife…

…den schwül warmen Juniabend

fast schon gedankenverloren…

…entlastend‘ Wolkenbruch ahnend

durch uralt historisch Gemäuer…

…auf steiler Gass‘ mein Heimweg beginnt

die tiefe Turmglocke eben verhallt…

…welch himmlisch‘ Note mich durchdringt

ein einz’ger Stamm…

…nichtmal gross aber unerhört betörend

prall üppig so oppulent…

…nicht nur der Biene Sinn verwöhnend

ja schwanger ist die feuchte Luft…

…von zauberhaft Lindensüssem Duft

Als ich ein kleiner Junge war, stand vor meinem Zimmerfenster eine haushohe Linde mit zwei Seilschaukeln an den mächtigen Ästen…

Heut Abend fühlte es sich für einen Augenblick so an… als würde ich auf dieser Schaukel sitzen… der Duft dieser jungen Linde mitten im alten Visp, trug mich unvermittelt dorthin zurück in der Zeit…

Was blos wären wir ohne unsere Erinnerungen…?

3 Gedanken zu “Randnotiz #15 „Lindensüss“

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