27. Oktober 2013

Lieber Lehrer Leben…

Unde Venis…?
vs.
Quo Vadis…?

Wie will ich wissen wohin ich gehe, wenn ich vergessen hab woher ich kam…?

Der Autor©

Keine Ahnung wann – aber an irgendeinem Punkt entschied ich mich wohl – nicht mehr zurückzublicken. Gab damit ein Ritual auf – entsagte ich da auch dem philosophieren… Die Zeit ist zu teuer…
Damit war meine Persönlichkeit unbemerkt leckgeschlagen – es drang der seltsame Glaube ein…
„In der Vergangenheit verweilen“ hält auf, hindert, bremst und lähmt…

„Zielstrebig seinen Visionen folgen nach immer Höherem streben… “ – da gibt es im Grunde absolut nichts gegen einzuwenden… Nur, an meinen fernsten Zielen festgeklammert – hab ich fortan kaum mehr innegehalten, unreflektiert, rastlos, manisch getrieben schier –
Hab dabei nicht bemerkt dass ich mich selbst aus den Augen verlor.
Fatale Abkehr von meiner einstigen Überzeugung!

Das rächte sich jüngst als sich die Ereignisse überschlugen und ich nicht wusste wie mir geschah…
…der Bruch mit meinem Leben kam…

Gezwungen nun in mich zu gehen…
erlebte ich einen schmerzhaften Streifzug durch die Zeit, durch meine Vergangenheit, meine Erinnerung, meine Abgründe, ein Gang in das „Verliess meines unterdrückten Selbst“

Liess mich diese Reise die für mich bedeutendsten Wesen, Charaktere und Gesichter wieder sehen, den mahnendsten und kritischsten Stimmen wieder horchen, die prägendsten Augenblicke, Ereignisse und Erfahrungen wieder erleben…
fand ich da aber auch ein verunsichertes emotionales Wrack ohne Selbstvertrauen – eingekapselt in diesem Cocon hat diese Larve meinen Schein gewahrt.

…mich nun dort wieder zu finden und zu hinterfragen , bedeutet mich zu spiegeln und endlich (wieder) zu erkennen…

So werde ich künftig meiner selbst treu ergeben bleiben… Wie einst in meiner Jugend schon in mich gehen, mir Fragen stellen – philosophieren – …mich dort erden und zentrieren. Mein leidenschaftliches, fühlendes, fantasievolles Wesen soll nie wieder verkümmern…

Also Lieber Lehrer Leben,
komme ich wie versprochen noch einmal darauf zurück – welche Lehre ich aus der Havarie meines Lebens ziehe.

Wo immer ich auch war – erst mein Pfad – macht mich wirklich aus! Auch diese Zeit der Nachlässigkeit hat seinen guten Sinn, liess mich letztlich reifen. So bleibt mir meinen Fussabdruck in dieser meiner kleinen zerrütteten Welt zu akzeptieren und meine Spur künftig bewusster zu bahnen. Fange an mich wieder aufzurichten… die Steine zusammen zu tragen um Brücken nicht Mauern zu bauen. Die ersten grossen Schritte sind getan… die Arbeit aber fängt jetzt erst an…

Woher ich komme… wird mir den Weg weisen.
Wohin ich geh…? Die Frage bleibt…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s